Gedicht 361-380 - scholz-manfred.de

-361-   Elefant              „vergebens, ja?“

-362-   Elefant              „Der Siegestraum“

-363-   Elefant              „Änderung kommt“

-364-   Elefant              „Warum“

-365-   Elefant              „Die Regenbogenfarben“

-366-   Elefant              „Handschrift verlernt“

-367-   Elefant              „flash und fake“

-368-   Elefant              „Das Misslingen“

-369-   Elefant              „Hippo fehlt“

-370-   Elefant              „Hippo macht es“

-371-   Elefant              „bewegter Geist“

-372-   Elefant              „blinde Liebe“

-373-   Elefant              „Kunstbetrachtung“

-374-   Elefant              „Elefant, no“

-375-   Elefant              „Hippo's Aufstieg“

-376-   Elefant              „Hippo's Rettung“

-377-   Elefant              „Hippo's Warnung“

-378-   Elefant              „Das Hamsterrad“

-379-   Elefant              „Elefantenkraft“

-380-   Elefant              „Sonne und Regen“


-361- „vergebens, ja?“

 

Der Elefant sagt, ich hasse das Wort vergebens,

das klingt wie, ein Verlust des Lebens.

Das alles kann mir gar nichts bringen,

das zeigt mein Versagen, bei den Dingen.

 

Ich muss mich wirklich korrigieren,

denn vergebens heißt, das Verlieren.

Du Karl, du steckst das einfach weg,

du sagst nur, das hatte keinen Zweck.

 

Da bin ich wirklich viel exakter,

das liegt an meinen ausgeprägten Charakter.

Mir fällt diese nonchalante sehr schwer,

ich verlange doch von mir viel mehr.

 

Da treffen Welten sich nur bedingt,

doch erstaunt mich, das Miteinander gelingt.

Ich glaube, wir gleichen unsere Schwächen aus,

und machen dann das Beste draus.

 

Jetzt will ich auf den Karl mal hören,

und mich nicht andauernd beschweren.

Karl, du hattest den Einfall deines Lebens,

du sagtest, akzeptiere doch das Wort vergebens.

 

Auch Elefanten brauchen das Machbare,

dass ihr Leben Gutes auch erfahre.

Zu hohe Ziele und bei allem redlich,

sind so glaubst du Karl, auch schädlich.


-362- „Der Siegestraum“

 

Der Elefant sagt, ich gehe in das Rennen,

man wird mich da nicht wieder kennen.

Es ist für mich, so wie ein Krieg,

ich kämpfe ausschließlich für den Sieg.

 

Bei mir erfolgt die totale Wandlung,

ich schalte um, auf extreme Handlung.

Da hört es auf, das mit dem Nett,

da gibt es nur, das straight ahead.

 

Da hau ich raus die Kalorie,

da werde ich wie´s wilde Vieh.

Da werden alle wirklich staunen,

und nur das Wort „der Sieger“ raunen.

 

Mein Geist ist dann so ausgeflippt,

meine Zurückhaltung voll gekippt.

Das traute mir so keiner zu,

erst beim Siegerkranz, da geb ich Ruh.

 

Nun ruft mich glatt die Oma an,

sie sagt, dass ich kommen kann.

Es wird mich wirklich auch erfreuen,

ich werde es gar nicht bereuen.

 

Sie will mich wohl überraschen,

es gibt die leckeren Maultaschen.

Plötzlich sind meine Worte verflogen,

dich hab wohl vorher zu viel gelogen.


-363- „Änderung kommt“

 

Der Elefant sagt, weil mir vieles nicht gefällt,

Karl, wünsche ich mir eine neue Welt.

Sie muss es einfach für uns geben,

eine Welt, zum richtig schönen Leben.

 

Ich habe auch sehr aufgepasst,

so ist es doch, es wird zu viel gehasst.

Doch wollen viele die Anderen ausstechen,

das steigt die Anzahl der Verbrechen.

 

Das Unwohlsein, es steigt und steigt,

das Angstgefühl, steil nach oben zeigt.

Man sollte darüber auch nachdenken,

sollte die Einbruchszahlen wieder senken.

 

So heißt es, es muss das geschehen,

den Zustand heißt es, voll zu drehen.

Neue Welt, wird vor allen Dingen,

mehr Gerechtigkeit auch bringen.

 

Karl, ist mein Denken zu erratisch,

ich denke, will nicht sein phlegmatisch.

Doch ich habe es mir ausgedacht,

ich glaube, es wird, es wird gemacht.


-364- „Warum“

 

Der Elefant sagt, Karl, warum, warum?

Immer dasselbe, sind wir dumm?

Ist etwas geschehen, nicht zu klären,

wollen wir Antworten vom Himmel hören.

 

Wenn wir es haben, selbst verschuldet,

wird das Warum dann nicht geduldet.

Denn wir wollen an uns nichts rächen,

denn wir haben alle keine Schwächen.

 

Ist uns jedoch das alles mal entglitten,

wollen wir die höheren Mächte bitten.

Sind wir wieder selbst am Hebel,

löst sich das Ganze auf im Nebel.

 

Da ersticht das eine Kind den Anderen,

schon ist wieder das warum am Wandern.

Wirft man Bomben auf Zivile,

hier das Warum, so keinem einfiele.

 

Es wäre besser das Handeln zu erwägen,

dann wird die Antwort mehr zum Segen.

Das viele Warum das würde klein,

das Warum zu fragen, muss dann nicht sein.

 

Karl, ich sage dir nun klipp und klar,

das Warum ist immer da.

Wir können es nicht ganz verhindern,

doch die Vielzahl davon mindern.


-365- „Die Regenbogenfarben“

 

Der Elefant sagt, ich konnte einfach mir nicht merken,

Karl, die Farben, sie gehören nicht zu meinen Stärken.

Soll ich die Regenbogenfarben mal aufzählen,

wird die Eine und die Andere mir fehlen.

 

Als Karl, halte ich darauf ganz große Stücke,

ich sage dir, schließe einfach diese Lücke.

Mit etwas Geist und einem Selbst-Geschick,

hast du gekonnt, das Ganze überbrückt.

 

Die Brücke, die heißt einfach ROGGBIV,

damit geht dir das Farbenspiel nicht schief.

Ein jeder, der so einzelnen Buchstaben,

steht für eine, der schönen Regenbogenfarben.

 

Nimm das R, es ist das Rot des Spektralen,

dann ist Orange, Gelb, dann Grün zu malen.

Es folgen Blau, Indigo, zum Schluss das Violett,

schon ist der schöne Regenbogen komplett.

 

Du siehst, was dir sonst macht Sorgenfalten,

also, was du meinst nicht zu behalten,

ist mit einer Eselsbrücke wieder leicht,

du hast auch elegant, das Ziel erreicht.


-366- „Handschrift verlernt“

 

Der Elefant sagt, es war, nicht lange her, mal wichtig,

Karl, mit der Hand zu schreiben, das auch richtig.

War die Schrift dabei auch noch smart,

war sie, eine persönliche Visitenkart`.

 

Sie gab ein Bild der Struktur von dir,

es zeigte symbolisch, wer steht hier.

Doch heute leider die Struktur erlischt,

das Drucken durch jedermann, es verwischt.

 

Das Individuelle geht so per due,

wer dahinter steckt, entdeckst du nie.

Das Ganze ist nicht transparent,

das Drucken nur, ist was man kennt.

 

Die Graphologen können nicht ergründen,

welcher Charakter ist mit der Schrift zu finden.

Sie haben kein Schriftbild zu bewerten,

ist es der Richtige, oder bei den Verkehrten.

 

So hat die Zeit unterschiedliche Seiten,

wie findet man heute, die Gescheiten.

Man wird im Geiste wirklich matt,

es tut sich heut `auf, das große Patt.

 

Karl, ich höre auf, mit meinem Motzen,

doch Uniformität bringt mich zum Kotzen.

Du schicktest mir einen Brief mit Schleife,

zum Glück hast du wirklich, die Reife.


-367- „flash und fake“

 

Der Elefant sagt, Karl du immer nur mit flash,

ich sage dir, für mich ist das der crash.

Es ist für mich nicht zu ermessen,

warum bei dir so alles ist am flashen.

 

Da findest du es einfach top,

wenn du behauptest, das ist flash mob.

Nun ich weiß, es ist kein Witz,

der Flash bedeutet einfach Blitz.

 

Bei dir da schlagen die, überall nun ein,

das kann dein Ernst doch wohl nicht sein.

Ich hasse es, so wie die Pest,

schon wieder sagst du, das war ein flash.

 

Das Gleiche machst du mit dem fake,

damit gehe mir doch aus dem Weg.

Das ist bei dir so gar nicht selten,

inzwischen lebst du in fake-Welten.

 

Wir müssen handeln, viel gescheiter,

dieses Moderne bringt uns nicht weiter.

Es ist so eine ganz gute Erfahrung,

das ist kommunizieren, wie falsche Nahrung.

 

So bleiben wir mal lieber wieder,

ganz langläufig, meinetwegen bieder.

Wir wollen es nun richtig machen,

lass es mit deutscher Sprache krachen.


-368- „Das Misslingen“

 

Der Elefant sagt, ich war am Schwanken,

da suchte ich, bahnbrechende Gedanken.

Es sollte umfassend sein, und viel,

so in die Richtung, wie perpetuum mobil.

 

Karl, ich legte mich richtig so ins Zeug,

ich wollte nicht, dass ich es mal bereut`.

Den Geist des Eingebens zu erfassen,

den mir zustehenden Ruhm erhaschen.

 

Das Irdische, war mir doch zu profan,

drum knüpfte ich, ans himmlische an.

Ich habe gehört, vom Entmaterialisieren,

vielleicht kann ich, so etwas kapieren.

 

Doch was das alles denn so heißt,

den Körper umzuformen, so auf Geist.

Das war wohl doch zu groß der Schritt,

mein Geist, der machte da wohl nicht mit.

 

Ich musste bald mich wieder erden,

ich musste wieder irdisch werden.

Ich verschiebe alles, hin zur Rente,

dann gelingt mir das Transzendente.

 

Dann bin ich frei, so ist zu hoffen,

alle Valenzen sind mir dann offen.

Ich habe später viel mehr Vertrauen,

auf die himmlische Projektion zu bauen.


-369- „Hippo fehlt“

 

Der Elefant sagt, ich habe ihn jetzt sehr vermisst,

Karl, ich weiß nicht wo der Hippo ist.

Der hat sonst meistens Quatsch verkündet,

doch will ich nicht, dass er verschwindet.

 

In letzter Zeit, hat er nur rumgegammelt,

er hat wohl Flaschen nur gesammelt.

Es ging ihm, entschuldige, sehr beschissen,

sie haben ihn aus Hartz 4 wohl rausgeschmissen.

 

Ich plante gerade ein Varieté,

das Ganze frei, auf der Champs Elysee,

da sollte er, den Step-Dance machen,

die Leute sollten herzlich lachen.

 

Der wäre dort die richtige Nummer,

ein Tanz Part für einen solchen Brummer.

Das Ganze wäre wirklich ein Hot Spot,

doch ohne Hippo bin ich bankrott.

 

Karl, wir müssen ihn doch schnell suchen,

sofort würde ich ihn nun buchen.

Das wäre schön, wie ich so meine,

Finanzprobleme hätte er da keine.

 

Ich wusste nicht, dass ich so an ihm hänge,

das erkenne ich nun, auf  Grund der Zwänge.

In Zukunft bin ich nicht mehr so lax,

sonst gibt das meinem  Plan den Knacks.


-370- „Hippo macht es“

 

Der Elefant sagt, es dauerte Tage und Stunden,

da wurde Hippo dann gefunden.

Ich tanze für euch gar kein Stück,

ich bin doch wohl nicht ganz verrückt.

 

Das mit Paris ist mir verrucht,

ich habe mir selbst etwas gesucht.

Ihr wisst, ich bin ein richtiger Held,

ich trete auf, auf dem Heiligengeistfeld.

 

Als Wrestler mit dem Ikarus,

die Show wird aus einem einzigen Guss.

Ich war gut drauf, etwas bekifft,

da hab ich ihn kurz downgeshift.

 

Man sagt, ich bin geboren zum König,

verdiene da auch gar nicht wenig.

Es gibt dabei den coolen Satz,

für Elefanten ist bei uns kein Platz.

 

Du bist, so nicht mehr an der Sonne,

tritt deinen Plan, gleich in die Tonne

Es tut mir Leid, doch leider seht,

für euer Projekt ist es zu spät.

 

In Hamburg, auf dem Heiligengeistfeld,

sind meine Bretter, meine Welt.

Ein Hippo, gehört nicht zu den Nieten,

als Wrestler ,hat er was zu bieten.


-371- „bewegter Geist“

 

Der Elefant sagt, wenn ich die Welt so wichte,

dann fällt es mir ein, ich mach Gedichte.

Nicht wegen Hippo und dir lieber Karl,

das steckt in mir, so ganz normal.

 

Das ist nicht immer schwarz und weiß,

so manches Thema ist auch heiß.

Die Anderen, die schreibe ich hopp,

das heißt, mir gelingt auch der Flop.

 

Doch meistens habe ich nachgedacht,

wollt zeigen, wie man es besser macht.

Auch halfen mir die heiligen Schriften,

die die Menschen warnen, vorm Abdriften.

 

Die Menge, die man kann so produzieren,

das alles lässt sich nicht buchstabieren.

Du Karl, du warst mir stets gegenwärtig,

so vieles wird ohne dich nicht fertig.

 

So geht es langsam, beständig weiter,

mit jedem Vers, wird man gescheiter.

So manches Wort, davon, es bleibt bestehen,

doch vieles davon, im Wind wird es verwehen.

 

Zur Freude kommt auch oft die Tragik,

die Tragik auszuhalten, verlangt Geschick.

Schaut man dann später mal zurück,

bleibt meistens für uns, nur die Tragik.


-372- „blinde Liebe“

 

Der Elefant sagt, Hippo es ja nicht zu spät,

Karl, der Hippo hat ein date.

Hippo, wie ist dir das gelungen,

ja, ich hatte mit mir selbst gerungen.

 

Als ich sie sah, sagte ich mir dann,

sei nicht schüchtern, gehe voran.

Ich ordnete schnell, so mein Vokabular,

es war für mich erstaunlich, was geschah.

 

Ich sagte kess, so deine blonde Strähne,

das ist das, wonach ich mich sehne.

Und dein Körper, ist so propper,

da werden bei mir, Hormone locker.

 

Das alles war von mir nicht getürkt,

jedenfalls hat es total gewirkt.

Wir beide waren wirklich wie verwandelt,

danach habe ich, wie in Trance gehandelt.

 

Doch Hippo, was ist nun Realität,

mit den Finanzen, es nicht geht.

Du hast die Schulden konstant erhöht,

es ist so schön, wenn ihr es nicht seht.

 

Als Hippo, gönnen wir dir das Glück,

doch Liebe macht dich ganz verrückt.

Die Dame, die dir so unendlich gut gefällt,

ich las, die Zeitung - Unterwelt.


-373- „Kunstbetrachtung“

 

Der Elefant sagt, ich habe jetzt klar erkannt,

ich bin ja einfach nur ein Elefant.

Deshalb kann es mir auch nicht gelingen,

mich in der Dichtkunst aufzuschwingen.

 

Die hohen Herren dieses Könnens,

sind äußerst bekannt heut zu nennen.

Man kann Goethe und so Seinesgleichen,

doch wirklich nicht annähernd erreichen.

 

Von mir wird selbst der Kleist,

nicht im Geringsten nur erreicht.

Karl, mir macht das wenig aus,

was ich so kann, das geht auch raus.

 

Ich muss mich wohl nicht genieren,

auf allen Gebieten ist man am Schattieren.

Ich sah zuletzt, dass die so Unerreichten,

im Museum, sich nicht vergleichten.

 

Wie will man Rubens oder Tizian,

vergleichen mit Picasso diesem Mann.

Ich gebe zu, ich habe bei diesen allen,

so manchen, der mir sehr missfallen.

 

Die Kunst, hat keinen festen Boden,

wer „in“  ist, den ist man am Loben.

Darum bin ich gar nicht konsterniert,

der einst wird Elefantenkunst kapiert.


-374- „Elefant, no“

 

Der Elefant sagt, ist der Elefant mal schlank,

kann man auch sagen, der ist krank.

Der Elefant braucht starke Proportionen,

der Anblick soll sich doch auch lohnen.

 

Ist ein Elefant mal etwas dünn,

ist er wohl alsbald auch dahin.

Elefanten aus afrikanischer Sicht,

mögen die kleineren Asiaten nicht.

 

Es ist nicht leicht, mit Gras und Blatt,

diese Kalorien machen nicht satt.

Es ist wirklich so gar nicht leicht,

dass mit Zellstoff wird Gewicht erreicht.

 

Ein Elefant ist stolz auf jedes Pfund,

er will erscheinen groß und rund.

Das macht ihn so majestätisch,

im Weiterem auch sehr ästhetisch.

 

Mit Füßen, hat er das Erdreich verdichtet,

und den Maulwurf fast dabei vernichtet.

Der Maulwurf war darauf total erbost,

und sagte nur, du bist nicht ganz bei Trost.

 

Und sagte weiter, gar nicht versöhnlich,

dein Schritt als Elefant ist dämlich.

Ich muss mir doch sehr verbitten,

mich zu belästigen mit deinen Schritten.

 

So kämpfte der Maulwurf für seine Bleibe,

und erstattete darauf, die Anzeige.


-375- „Hippo`s Aufstieg“

 

Der Elefant sagt, Karl ich sage es salopp,

der Hippo ist ein under dog.

Der will es selber gar nicht hören,

der sagt, ich gehöre nicht zu den Prekären.

 

Dazu gehörst du aber wohl doch,

wie du wohnst, in deinem Wasserloch.

Das ist, wie ich weiß, ganz moderich,

auf keinen Fall, sehr ordentlich.

 

Der Hippo ist nur am Rumlaufen,

zur Arbeit ist er wenig zu gebrauchen.

Er sagt, ich gehe da anders ran,

ich bewerbe mich, auf der Reeperbahn.

 

Ihr seht nicht, bin ein Mann von Welt,

ich habe mich, als Portier vorgestellt.

Man sagt mir, das ist für mich pur,

denn ich habe dafür die Figur.

 

Meine Griffe sind äußerst gekonnt,

vergleichbar, kann es nur der Bond.

Dazu sage ich allen freundlich, jetzt,

ihr habt mich völlig unterschätzt.

 

Ich weiß, es ist das wirklich Heere,

der Anfang einer Großkarriere.

Ich gebe euch noch etwas Zeit,

doch für Autogramme bin ich bereit.


-376- „Hippo`s Rettung“

 

Der Elefant sagt, es ist nicht  klar zu erkennen,

erst recht nicht, das klar zu benennen.

Karl, ich sage dir, mir ist es zu viel,

die Art von Hippo`s Lebensstil.

 

Schon morgens nimmt Hippo das Hasch,

man denkt, er sitzt in seinem Nass.

Anstatt ein paar Runden zu schwimmen,

ist er morgens schon nicht bei Sinnen.

 

Karl, das ist nicht bei den Schönen,

der Hippo, mit dem sich Zudröhnen.

Und dann hat er noch so gewunken,

er wäre uns bald dabei ertrunken.

 

Ich weiß, dass du das auch nicht magst,

es ist so, dass du es nur nicht sagst.

Wir alle müssen Hippo retten,

er gehört für uns doch zu den Netten.

 

Den Entzug habe ich schon vorgesehen,

er muss auf die Kunsthochschule gehen.

Da kann er das Ganze elegant umschiffen,

die machen Kunst, bei stetig Kiffen.

 

In den Bildern, wird sich da abgearbeitet,

der Blick vorher, ganz ausgeweitet.

Zum Schluss bringt das auch Geld noch ein,

das kann für ihn die Lösung sein.


-377- „Hippo`s Warnung“

 

Der Elefant sagt, der Hippo spricht über Werte,

Karl, ich glaube, der hat Verkehrte.

Ich kann ihn meistens nicht versteh`n,

seine Werte sind äußerst extrem.

 

Es gibt für ihn nichts was normal,

es ist für Hippo alles surreal.

Sage ich, dort ist der Sündenpfuhl,

sagt Hippo, die sind dort nur schwul.

 

Die Polizisten, Hippo sind eine Autorität,

sagt er, die ernten, was sie selbst gesät.

Die Kinder sollen die Eltern achten,

Hippo meint, wenn Eltern nicht die Fehler machten.

 

Die Gesellschaft braucht die Steuern,

Hippo meint, man muss kaum etwas erneuern.

Karl, bei Hippo ist es wirklich schwer,

ich denke sein Gehirn ist leer.

 

Jetzt klagte er, ihn schmerzen die Glieder,

ich glaube, es ist das Dengue Fieber.

Uns ist jetzt klar, das ist zu viel,

der Hippo war zu lange doch am Nil.

 

Wir müssen mit Urlaub vorsichtig sein,

Karl, oft ist zu viel der Sonnenschein.

Das Beispiel Hippo`s, Urlaub am Nil,

dann Dengue Fieber, das ist für uns zu viel.


-378- „Das Hamsterrad“

 

Der Elefant sagt, ich bin doch ganz probat,

ich mag gar nicht das Hamsterrad.

Das drehe ich ganz einfach nicht,

man sagt mir aber, das ist Pflicht.

 

Ich glaube, wenn man daran gewöhnt,

wird man als einfallslos verhöhnt.

Das Hamsterrad, gibt den Tunnelblick,

man verliert dann, das Selbstgeschick.

 

Der Hamster dreht schnell und schneller,

sah aus, wie ein Flugzeugpropeller.

Wenn er dann wirklich wollte anhalten,

verstauchte er sich in den Spalten.

 

Alle die ihn sehen, so beim Zugucken,

konnten nur die Schultern zucken.

Warum muss denn das wirklich sein,

warum geht man ins Hamsterrad hinein.

 

Das alles ist bis heute ungeklärt,

meist ist es zu spät, wenn man es merkt.

Karl, ich sage dir als Elefant,

ich habe schnell die Gefahr erkannt.

 

Man muss oft vom bewährten Alten,

schon gleich doch etwas Abstand halten.

Ich sah den Ochsen, da als Greis,

der lief zeitlebens nur im Kreis.

 

Er lief und lief, und er fiel um,

dann alle sagten, war der dumm.

Er wusste doch, dass er im Hamsterrad war,

doch Ochsen, sehen nicht diese Gefahr.


-379- „Elefantenkraft“

 

Der Elefant sagt, ich fühle mich ganz aufgeheizt,

die Nachricht hat mich aufgereizt.

Man sagte mir, Stoßzähne sind nicht „in“,

die haben heute nicht mehr den Sinn.

 

Die Hydraulik kommt uns sehr gelegen,

zum Beispiel die Lasten elegant  bewegen.

Es war einmal eine tolle Zeit,

mit den Stoßzähnen und die zu zweit.

 

Doch man muss technisch doch zugeben,

die Hydraulik ist dem überlegen.

Die so große Elefantenkraft,

wird von Hydraulik in Potenz geschafft.

 

Als Elefant bin ich sehr erschüttert,

im Übrigen auch stark verbittert.

Ich habe ein solches Hubwerk gesehen,

im Kongo, sah ich es im Urwald stehen.

 

Es war leider unbewegt, wie tot,

 wieso?, es war dort Hilfe, das Gebot.

Da erkannte ich das große Problem,

es konnte ohne Sprit nicht geh`n.

 

So musste ich ran, als Elefant doch wieder,

mit der ganzen Kraft, so meiner Glieder.

Und mit meinen Stoßzähnen, sowieso,

ich und alle anderen waren froh.

 

Ich will mich gar nicht überheben,

doch als Elefant will ich auch leben.

Mit der Hydraulik ist es auch schön,

doch mit einem Elefanten auch noch angenehm.

 

Geht einmal aus dann der Sprit,

kein Problem, was dann geschieht.

Ich fresse Blätter oder Heu,

dann geht es bei mir weiter, so wie neu.


-380- „Sonne und Regen“

 

Der Elefant sagt, heute fehlt mir das Licht,

ganz klar, sagt Karl, es ist die Wolkenschicht.

Vorher, da schien die Sonne klar,

dann kam die Wolke, vorbei es war.

 

Ich denke es ist, so im Leben,

manch einer findet Wolken auch als Segen.

Je nach welchen Breiten und auch Längen,

freut man sich, wenn Wolken hängen.

 

Natürlich ist aus deiner Sicht,

gewünscht das warme Sonnenlicht.

Der Hippo braucht für sich den Regen,

sonst fehlt ihm das Wasser, zum Bewegen.

 

So bringen wir die Diskussion zum Schluss,

gesagt ist, jetzt was jeder haben muss.

Zum Glück, wird das von euch nicht bestimmt,

damit das, kein böses Ende nimmt.

 

Karl sag du, wie ist das so richtig,

ich sage nur, es muss sein gleichgewichtig.

Kommt Sonne und dann wieder Regen,

können wir uns alle gut bewegen.

 

Als Elefant, hat mir das gut gefallen,

man sollte nicht nörgeln, so an allem.

Manchmal fehlt mir wohl der Verstand,

dann heißt es, bei mir Sonnenbrand.