Gedicht 1 - 20 - scholz-manfred.de

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-001-   Elefant              „will verstanden werden“

-002-   Elefant              „ist eingeschränkt“

-003-   Elefant              „will günstig fliegen“

-004-   Elefant              „hat Freundin aus Peru“

-005-   Elefant              „hat Schwierigkeiten mit Kellner“

-006-   Elefant              „bleibt bei Mama“

-007-   Elefant              „… aus Watte“

-008-   Elefant              „mit i-Phone punkten“

-009-   Elefant              „macht Finanzerfahrung“

-010-   Elefant              „will gesund werden“

-011-   Elefant              „ist von Politik enttäuscht“

-012-   Elefant              „beim Italien Urlaub“

-013-   Elefant              „wird Kartoffelbauer“

-014-   Elefant              „mit gestörtem Sohn“

-015-   Elefant              „wollte Model sein“

-016-   Elefant              „duscht unvorsichtig“

-017-   Elefant              „zu viele Elefanten“

-018-   Elefant              „macht Badeerfahrung“

-019-   Elefant              „wird ermahnt“

-020-   Elefant              „will alles“


-1- "will verstanden sein"

 

Der Elefant ist stark,

dagegen ist der Mensch, wie Quark.

 

Der Elefant hat einen Rüsselfinger,

mit dem ergreift er alle Dinger.

 

Der Elefant kann sich alles merken,

das ist eine seiner Stärken.

 

Der Elefant hat große Ohren,

sie gleichen Rieseneinfahrtstoren.

 

Die sind zum Lüften und zum Hören,

man sollte nicht durch Schreien stören.

 

Willst du einen Elefanten kaufen,

so brauchst du große Eimer, ihn zu saufen.


-2- "ist eingeschränkt"

 

Der Elefant kann nicht alles

im Falle eines Falles.

 

Er kann nicht singen,

er kann nur die Trompete bringen.

 

Er kann nicht klettern auf die Bäume,

der Blick von oben, das sind Träume.

 

Er kann nicht nähen, häkeln, stricken,

nur kann er leichter Bäume knicken.

 

Der Elefant kann gar nicht kochen,

was er isst und kaut, das wird zerbrochen.

 

Er kann nicht wie ein Hippo tauchen,

will er das, den Rüssel muss gebrauchen.

 

Der Elefant hat keine Finger, keine Tatzen,

es fällt ihm schwer, sich selbst zu kratzen.

 

Der Elefant hat die Haut empfindlich,

er wirft mit Wüstenstaub, recht kindlich.

 

Du Mensch sei froh, du kannst viel mehr,

drum beneide ihn nicht sehr.

 

Kannst du ihn streicheln, tu das oft,

und lass ihn zuschaun, wenn du kochst.


-3- "will günstig fliegen"

 

Der Elefant fuhr mit der Bahn,

er fuhr von Frankfurt bis nach Hahn.

 

Dort wollte er ins Flugzeug rein,

man sagte ihm, das geht nicht, nein.

 

Er sagte, ich muss schnell nach Indien,

da muss ich eilig was dort hin bring’n.

 

Ich habe dort paar Waisenpaten,

die wollen schnell ein start-up starten.

 

Wie soll ich denen sein zur Hand,

wenn fest ich bleibe hier im Land.

 

Da dachte er, man muss nur sehen,

wie komme ich in Flugbahnhöhen.

 

Beim nächsten Start, er rannte schnell

und klemmte sich ins Fahrgestell.

 

Er kam nach Indien, wie mit Pusten,

sehr schnell und hatte darauf Husten.

 

Drum lerne es ist besser warten

und im Innenraum zu starten.

 

Mach würdevoll den Flug,

hast du kein Geld, dann nimm den Zug.


-4- "hat Freundin aus Peru"

 

Der Elefant, es war ein Drama,

seine Freundin war ein Lama. 

 

Er war sehr friedlich, sie hat Mucken,

am liebsten sie tat das, stets spucken.

 

Ihm war’s zuviel mit ihr zu gehen,

es war nicht schön ihr zuzusehen.

 

So sagte er, wenn du mich liebst,

so muss es sein, dass du das aufgibst.

 

Es fiel ihr schwer, doch sie war schlau,

sie war ja eine Lama-Frau.

 

Und sagte, wenn nicht hier sehr schön,

so sollten wir zusammen fortgeh´n.

 

So gingen sie ganz kurzerhand

nach Peru, in ein anderes Land.

 

Dort war’n sie glücklich, keine Mucken,

es fiel nicht auf, dort rumzuspucken.


-5- "hat Schwierigkeit mit Kellner"

 

Der Elefant, der brauchte Farbe,

um zu verdecken eine Narbe.

 

Die er sich hatte zugezogen,

im schönen Wirtshaus, Rolandsbogen.

 

Er dachte dort, er sei schon satt,

dann wollte er noch ‘nen Donat.

 

Der Kellner war ein echtes Schwein,

auch kräftig, aber freundlich, nicht gemein.

 

Du denkst ein Schwein, das ist nicht jeder,

doch dieser Kellner war ein Eber.

 

Der bediente gut, ein sehr Genauer,

versteht sich, ein Eber hat auch Hauer.

 

Das sind sehr scharfe Zähne im Gebiss,

vor denen hat ein jeder Schiss.

 

Der Elefant irgendwie mit dem Donat,

doch dieses Schwein verärgert hat.

 

Der Elefant sagte etwas, so wie Schweinerei,

darauf entstand ‘ne wüste Keilerei.

 

Das Schwein, der Kellner, war zwar kleiner,

doch im Kampfstil war er feiner.

 

Der Kellner mit den Hauern keck,

rammte sie in des Elefanten Fett.

 

Der Elefant war sehr betroffen,

zum Ausgleich ließ er seine Rechnung offen.

 

Er war verwundet und pikiert,

als Folge hat er sich geniert.

 

Was schlimmer war, als stets danach,

die Kampfesnarbe, war ihm Schmach.

 

Nun Farb' und Pinsel muss verdecken,

des Kampfes Spuren, sollt ihn nicht necken.

 

Drum lerne aus besagtem Reim,

sei friedlich, ist selbst der Kellner ein Schwein.

 

Bestell' nicht einen Donat, wenn du schon satt,

selbst wenn ein Schwein noch einen hat.


-6- "bleibt bei Mama"

 

Der Elefant, es ist kein Witz,

er hatte Angst vor jedem Blitz.

 

Bei Blitzen und bei Donner, das war der Hammer,

schrie er laut nach seiner Mama.

 

Er ein Koloss, auch stark und schön,

fest schien er, wie auf Säulen stehen.

 

Ja, seine Beine sahen aus, wie Säulen,

bei Frauen sagt man, sie hat Keulen.

 

Zurück zu den Naturgewalten,

die auch den Regen mitgestalten.

 

Es donnerte, es zischte und auch diese Blitze,

der Elefant bekam die Hitze.

 

Es verschob sein Seelenleben,

statt dass er sagte: So ist es eben.

 

Doch es kam Hilfe, sehr zum Glück,

Die Mama holte ihn zurück.

 

Er weinte, schluchzte er und zitterte,

bis er das Essen Mamas witterte.

 

Sie tat es auf, dass er sich freute,

und seine Eigenständigkeit bereute.

 

Wie kann ich nur von Mama gehen,

was ist mir draußen bös’geschehen.

 

Mein Leben wagte ich, im Strudel,

und wurde nach noch nass, wie Pudel.

 

Ich geh’ nie mehr hinfort, ich bleibe,

bis ich in diesem Haus verscheide.

 

So lernte er nie mehr das Leben,

so geht es Muttersöhnchen, eben.


-7- "... aus Watte?"

 

Eine Frau die hatte,

einen Elefanten aus Watte.

 

Den schleuderte sie stets und immer,

herum in ihren kleinem Zimmer.

 

Sie fühlte sich damit sehr mächtig,

‘nen Elefanten schleudern, das ist prächtig.

 

Dann sah sie einmal aus ihrer Luke

und ein richtiger Elefant, der guckte.

 

Der sah das Treiben sehr verdrießlich

und sagte, das stopp ich, dazu nieß ich.

 

Der Schwall des Luftes war empörend,

so war das Ganze sehr zerstörend.

 

Die Frau mit ihrem Tier aus Watte,

Sie lag darauf auf ihrer Matte.

 

Sie stampfte ein, das Wattewesen

und ward vom Größenwahn genesen.


-8-  "mit i-phone punkten"

 

Der Elefant, das war so einer,

sein Lebensstil, das war gar keiner.

Er lebte locker, so`ne Art,

man könnte sagen Prekariat.

 

Wie das so ist, was man so nennt,

wenn man unter Brücken pennt.

Zu arbeiten keine Lust oder gar zu buckeln,

stattdessen am Sozialstaat nuckeln.

 

Ein Schulabbrecher, wieso das?

Die Schule machte ihm nicht Spaß.

Lesen, rechnen, gar Geometrie,

das alles interessierte nie.

 

Der Elefant erkannt schnell,

das Wissen kommt sehr aktuell.

Man sagt so, von den festen Platten,

die alle mit dem i-phone hatten.

 

Und auch das Tablet darf nicht fehlen,

wieso noch seinen Kopf so quälen.

So tat er nichts, nur tippen Tasten,

lass doch des Gehirnes Zellen rasten.

 

Die Weisheit kannst umsonst erhalten,

musst deinen Kopf nicht umgestalten.

So lebe kostenfrei und fein,

du kannst ja Prekarianer sein.

 

Doch besser ist, du armer Tropf,

gebrauch auch´mal den eigenen Kopf.

 


-9- "macht Finanzerfahrung"

 

Der Elefant, er schien ein Bester,

doch hatte er nur zwei Semester.

 

Was mache ich, sonst werd’ ich krank,

am besten geh’ ich zu einer Bank.

 

Das bisschen Plus und die paar Daten,

sie werden nicht so viel erwarten.

 

Im Übrigen bin ich sehr smart,

so richtig nach der Banken Art.

 

Ich bin so ein richtiger belle beau,

ne’ Art die stimmt dort haargenau.

 

So musste er nicht viel beweisen,

auf Anhieb galt er, als das heiße Eisen.

 

Die Vorgesetzte war eine Dame mit Verstand,

die ihn sogleich hinreißend fand.

 

Die Qualifikation, das andre und so weiter,

war nicht so wichtig, sie war die Leiter.

 

So war der Elefant ein wirklich doller,

er stieg schnell auf zum Hauptkontroller.

 

Sein Erscheinen bracht’s bei allen,

vor’m Kontrollers Knie zu fallen.

 

Das System war nicht klug geriert,

so hat man später sich geniert.

 

Es brach zusammen und zwar schnelle,

eines dieser Unfähigkeitskartelle.

 

Die gemeinen Leute, die das Geld verloren,

haben samt und sonders Abkehr geschworen.

 

Leider ist die Sache wenig heiter,

Unfähigkeitsmodelle leben ewig, immer weiter.

 

Der Elefant, dem die Unfähigkeit empörte,

war nicht groß genug, dass es aufhörte.


-10- "will gesund werden"

 

Der Elefant, man konnte sehen,

Es fiel ihm schwer allein zu gehen.

 

Trotz Beine wie Akropolis,

Man fragte sich wie kommt, denn dies?

 

Es war im Krankenhaus gewesen,

operiert, danach genesen.

 

So sagte man, es war gelungen,

es ist so alles abgeklungen.

 

Der Ärzte Kunst, die Medikamente,

auch der Zeitpunkt gut, so vor der Rente.

 

So konnt’ das Leben wieder frischen,

er ging so gerne auch zum Fischen.

 

Doch ach schnell stellte sich heraus,

es waren Träume, es war aus.

 

Ein Unding magst du sagen,

wieso ging ihm es an den Kragen.

 

Der böse Feind, ein wahrer Killer,

ein Tunichtgut und doch ein Stiller.

 

Manch Forscher hat ihn noch im Test,

man stellte fest, es ist RS.

 

Das Krankenhaus verneint gesamt,

wir sind doch auf dem richtgen Stand.

 

RS, das kann nicht sein,

bei uns ist alles klinisch rein.

 

Er starb fast wie gesund und einsam hin,

solch Reinheit gab hier keinen Sinn.

 

Das Gegenpotential war doch zu kräftig,

das Krankenhaus, als Haus zu mächtig.

 

Wenn alles klappt, wie das so zeigt,

die Keime bleiben doch die letzte Wahrheit.


-11- "ist von Politik enttäuscht"

 

Der Elefant hat’s nicht geniert

Kontakt, der nach oben führt.

 

Er kannte Namen des Gewichts,

sind Frauen, Merkel, Leyen, nichts?

 

Auch ein dicker großer Mann,

der stets zuvorderst ist, ist meist dran.

 

Der letzte ungewöhnliche, der Dreier

nennt sich so, wie alter Meier.

 

Sie talken viel mit groß Geschick,

als gehörte ihnen, des Volkes Republik.

 

Sie mussten vieles gar nicht hassen,

sie mussten es nur passend machen.

 

Und wenn man hörte, was gesagt,

richtig hatte keiner nachgefragt.

 

Ob Frieden, Wirtschaft oder Krieg,

so stand ihr Fazit stets auf Sieg.

 

Ein wirklich sehr begabter Dreier,

das fand das Volk, auch Herr Altmeier.

 

Das Volk es wählte willig diese Gruppe,

es schien so alternativlos, anderes war schnuppe.

 

Was anderes konnte gar nicht sein,

so zog die Alternativlosigkeit ein.

 

So war das Volk gewillt im Großen Ganzen

nach Dreigestirn im Takt zu tanzen.


-12- "beim Italien Urlaub"

 

Der Elefant dacht’ bei sich selber,

ich mache Urlaub ‘mal auf Elba.

 

Das ist nicht weit von Giglio,

mit Glück seh’ ich Schettino.

 

Der ist ein wahrer Held des Meeres,

von ihm, so hörte man, stets Heeres.

 

Mit Erfahrung und viel Mut,

schiffte er, mit Reeders Gut.

 

Die Schiffe sind mit Pracht beplankt,

die lenkt er vorbei am Sonnenstrand.

 

Das war nicht leicht, ‘mal ebenso,

das konnte ausschließlich Schettino.

 

Ob sanfter Strand, ob scharfe Küste,

man meinte, dass er so alles wüsste.

 

Doch einmal, so wie unverhofft,

da bekam er unangenehmen Zoff.

 

Es machte rums und wie mit Messer,

bekam sein Schiff ‘nen schlimmen Fresser.

 

Nun große Not und Gäste so an Bord,

die schrien laut, der Chef muss fort.

 

Schettino hat da schnell verstanden,

und so kam als erster er abhanden.

 

Von nun war Concordia, die Arme,

es erschall der Ruf doch - Gott erbarme.

 

Der Elefant, der urlaubte auf Elba,

sah fernab die Concordia dann selber.

 

Sehr traurig kam sie, sie tat schleppen,

vorbei an ihm, nun ohne Deppen.

 

Der Depp, der Schettino, der nun wartet,

dass wieder er zu weiterer Kreuzfahrt startet.


-13- "wird Kartoffelbauer"

 

Der Elefant, ein richtiger Racker,

er liebt die Scholle und den Acker.

 

Er sagte, mir ist’s hier zu klein,

ich möchte fortan Bauer sein.

 

So ohne Grund, das ist zu doof,

ich pachte mir nun einen Hof.

 

Es fiel ihm auf, das kann nicht sein,

all, die Kartoffeln sind zu klein.

 

Das brachte ihm derart in Rage,

darauf’ forschte er in der Garage.

 

Sein Ergebnis war oft nicht so dolle,

doch dann gelang ihm die Kartoffel “Bolle.”

 

Sie war sehr groß, so rund, so kräftig,

wie so ein Fußball, ach so deftig.

 

Doch gab’s Probleme, bald im Nu,

sie passte nicht in die EU.

 

Er verkaufte, ein, zwei sogar dreier Stück,

dann nahm er das Produkt zurück.

 

Ob wohl der Hunger kam ins Land,

hat man ihn weiter abgemahnt.

 

Der Elefant war unter Frust,

so verging im bald die Lust.

 

Es spielte die Kartoffel “Bolle”,

in der EU keinerlei Rolle.


-14- "mit gestörtem Sohn"

 

Der Elefant mit einer Obsession,

der Grund, das war sein dicker Sohn.

 

Der entwickelte so eine Art beizeiten,

der wollte immer nur noch reiten.

 

Dem Elefant war’s ein Problem,

sein Sohn, der sollte spielen geh’n.

 

Wie andre auch, nicht reiten, reitern,

damit wirst du im Leben scheitern.

 

Doch, wo er konnte und so hinkam,

sah sich der Sohn als Reitersmann.

 

Er sprang auf alles, was da stand

und hatte es zum Pferd ernannt.

 

Auch beim Arzt war er verloren,

er erzählte, dass er allem gibt die Sporen.

 

Was macht man mit dem Sohn der reitet,

dem Elefant, der Sohn entgleitet.

 

Er muss doch eines Tages handeln,

bestimmt bei ihm den Geist zu wandeln.

 

Wird man in Liebe, wie zum Pferd,

das akzeptiert doch niemand, weil’s verkehrt.

 

So sperrte er den Sohn zur Lösung,

in eines Pferdes nächst Umgebung.

 

Doch war das nichts, nicht das eine, nicht das andre,

so trat nicht ein, die gute Wandlung.

 

Als Sohn deshalb entscheide dich beizeiten,

und lass auch Elefanteneltern nicht so leiden.

 

Sei Elefant und kein Pferd, kein Reiter,

leb‘ klar als Elefant, das ist gescheiter.

 

Wenn du nicht weißt, wer du so bist,

so wird dein Leben - Pferd und Mist.


-15- "wollte Model sein" 

 

Der Elefant wollt‘ die Taille haben, wie ein Model,

das muss so sein und bitte schnell.

 

Er isst darauf, doch kaum zu glauben,

er griff zum Abnehmen nur noch zu Trauben.

 

So Tag für Tag fand er publik,

die Taille langgestreckt ist schick.

 

Man spricht so oft von Hungerhaken,

zu sehn im Zoo, bei den Makaken.

 

Der Elefant, seine Figur, so hin und her,

fand sein Abbild doch zu schwer.

 

Doch seine Bildung war von sehr geringen Maß,

so dass er die Kausalität vergaß.

 

Die Trauben süß und schön gediehen,

sie hatten in sich, so manch Kalorien.

 

Er stieg nun täglich auf die Waage

Und kam auch täglich zu der Frage:

 

Warum nur bleibe ich so mächtig,

mit der Diät, die mein ich, ist bedächtig.

 

Verstehe nicht – wie ist das gekommen,

ich hab‘ so gar nicht abgenommen.

 

Statt das Gewicht schnell reduzieren,

scheint alles nur den Bauch zu schmieren.

 

Der  Elefant vergaß leider sehr verlässlich,

die Models sind oft dünn und hässlich.

 

So dünn und oftmals krank und schmal,

als richtger Elefant bleib doch normal.


-16- „duscht unvorsichtig“

 

Der Elefant, der hatte Muße,

so dachte er, ich mach`ne Dusche.

 

Mit Wasser, Schlauch und Wasserleitung,

dabei, das kann ich, les` ich Zeitung.

 

Was er mit Esprit gedacht und so ersann,

an seinen Plan, war alles dran.

 

Doch der Schlauch vom Wasser war nicht dicht,

auch andere Teile funktionierten nicht.

 

Des Elefanten Geist war reg und flink,

auch mein Rüssel, sagt er, ist mein Ding.

 

Den pump ich voll, mit meinen Backen,

das hilft mir das Problem zu knacken.

 

Die Tonne da, auf diesem Hof,

das Wasser nehm` ich, bin nicht doof.

 

Er hält sich mit der Lunge ran,

für eine Rüsselfüllung, so sein Plan.

 

Sein Duschen war so gar nicht schlapp,

des Wassers Strahl wusch alles ab.

 

Bis plötzlich, oh, es passiert Malheur,

er spritzte sich in sein Gehör.

 

Das Ohr war dumpf und sehr verklungen,

sein Trompetenklang, darauf wie Summen.

 

Er war geschädigt, das für immer,

fortan blieb er auf seinem Zimmer.

 

Drum dusche selbst vorsichtig genug,

mit Elefanten duschen, tut nicht gut.


-17- „zu viele Elefanten“

 

Der Elefant war es gewohnt,

dass man ihn hat gut entlohnt.

Er wusste nicht, was sich da abspiele,

bis er bemerkte, jetzt gab's so viele.

 

Der Überfluss an seiner Art,

bewirkte, dass man plötzlich spart.

Sein Lohn war fortan schmal bemessen,

so musst' er sparen, auch am Essen.

 

Die Kraft in ihm, nun langsam schwand,

man sah ihm an, der ist doch krank.

Er konnte sich nur schlecht versorgen,

es reichte manchmal nicht für morgen.

 

Da kam ihm so in den Verstand,

ich reise aus, ein andres Land.

Dort war sein Typ auch nicht gebeten,

man brauchte nur die - die mit Moneten.

 

So war die Welt ihm nicht sehr gnädig,

er bewarb sich nun in Venedig.

Als Gondelfahrer versagte er dort sehr,

denn für das Gefährt war er zu schwer.

 

So blieb nur, was allgemein bekannt,

er ging auf's deutsche Arbeitsamt.

Für Elefanten ist's, wenn sie zu viel,

das Leben dann ein mieses Spiel.

 

Man kann so machen nicht ernähren,

sie sollten daher nie zu viele werden.


-18- "macht Badeerfahrung"

 

Der Elefant, der hatte einen Laden,

dort konnte man sehr preiswert baden.

 

Die Wannen waren auch nicht klein,

dennoch sollte jeweils einer rein.

 

Zwei Pferde, die man kennt vom Fluss,

mit Namen Hippo, wollt’ Genuss.

 

Doch wollten sie, so sei’s geklagt,

nur gemeinsam in der Wanne Bad.

 

Der Elefant sprach, das geht so nicht,

ihr Hippos habt zuviel Gewicht.

 

Der Hippo Namen, Manni und der Fred,

fanden dieses Wort nicht nett.

 

Sie bestanden auf gemeinsam,

sie sagten: einzeln baden, ist zu einsam.

 

Sie stiegen in der Wanne Nass,

das machte ihnen sehr viel Spaß.

 

Doch der Elefant, der sprach, genug,

nun lasst das sein, es ist Unfug.

 

Er kippte um, die beiden Nassen,

sie sagten nur, dem fehlen Tassen.

 

Doch war’s zuviel für alles drei,

folglich gab’s ne wilde Keilerei.

 

Der Elefant lag schnell danieder,

die Hippos waren richtige Sieger.

 

Sie übernahmen gleich den Badeladen,

denn was sie konnten, das war baden.

 

Drauf lief’’s Geschäft, so wie ein Märchen,

es war nun Vorschrift, es baden Pärchen.

 

Drum lerne, bade lieber nicht allein,

dir fällt beim Pärchenbaden viel mehr ein.

 

Mach ein Hippobaden, so mit Wasser,

dennoch sei kein Elefantenhasser.


-19- „wird ermahnt“

 

Der Elefant, wurd mieses Schwein,

das mit Anstand ließ er sein.

 

Auch hatte er so gar kein Eignung,

in ihm war die kriminelle Neigung.

 

Das passt nicht gut verpackt zusammen,

doch so ein Leben, das hat Schrammen.

 

Hier ein Delikt, viel illegal,

ja so ein Leben ist nicht schal.

 

Nicht jeder konnte das ertragen,

so manchem schlug es auf den Magen.

 

Da kam der starke Kunibert,

ihm war ein Racheakt das wert.

 

Als er beim Zündeln ihn ertappt,

hat er den Selben sich geschnappt.

 

Was soll das, andere so zu schädigen,

ich werde dir mal anderes predigen.

 

Du machst das, weil du bist ein Schwein,

doch Schweine sind nicht so gemein.

 

Ich nehm dich fest an deiner Brust,

und mach dir Anstand mal bewusst.

 

Da kannst du merken, so soll`s sein,

den Unterschied zu einem Schwein.

 

Das Schwein hat immer auch ne Würde,

auch dir darf sein, das keine Bürde.

 

Werd anders, und zu guten Taten,

als Schwein zu leben, führt  zum Braten.


-20- "will alles"

 

Der Elefant, ein Bodybuilder, ein sehr starker,

der fand die Frauen sind viel zarter.

 

Er gab sein Bestes auf sämtlichen Gebieten,

wer das nicht tat, sah er als Nieten.

 

Doch was er so tat auf diesem Feld,

dazu benötigte er stets Geld.

 

Finanzen und die Lebens-Plagen,

schlugen ihn auch auf den Magen.

 

So war das Leben gar kein Scherz,

das merkte sehr bald sein Herz.

 

Das regte sich nicht erst zum Schluss,

und verließ ermüdet seinen Rhythmus.

 

Es machte nunmehr wieder Pause,

vorbei war des Elefanten Sause.

 

Zwei Dinge, Stress und Frauen,

ist geeignet Elefanten umzuhauen.

 

Drum lerne lieber Elefanten-Fan,

wenn du’ mal Zeit hast, geh’ schnell penn’…

 

Mach’ nicht zuviel, mach auch mal frei,

sonst ist das ganze Spiel vorbei.

 

Dann kannst du weder dies noch das,

liegst auf Station und merkst, dir fehlt da was.

 

Selbst einem Elefanten vergeht die Kraft,

du bist, im Vergleich, noch schneller abgeschafft.

 

Machst du zwei Dinge, die zuviel,

mach stopp und ändere den Lebensstiel.