Gedicht 341-360 - scholz-manfred.de

-341-   Elefant              „fehlendes Gleichgewicht“

-342-   Elefant              „Kain und Abel“

-343-   Elefant              „Schluss mit reden“

-344-   Elefant              „Gedankentiefe“

-345-   Elefant              „keine Hetze“

-346-   Elefant              „Rat an Hippo“

-347-   Elefant              „Statik wichtig“

-348-   Elefant              „Angst des Reichen“

-349-   Elefant              „zu dick“

-350-   Elefant              „Verwandte lieben!“

-351-   Elefant              „Hilfe Smog“

-352-   Elefant              „Die Beteiligung“

-353-   Elefant              „Der Trost“

-354-   Elefant              „Letzte Hilfe!“

-355-   Elefant              „nonchalant, no!“

-356-   Elefant              „Die Anpassung“

-357-   Elefant              „Ewigkeit möglich?“

-358-   Elefant              „Die Basis“

-359-   Elefant              „Anhalten stopp!“

-360-   Elefant              „Kunst, üben“


-341- „fehlendes Gleichgewicht“

 

Der Elefant sagt, Karl mir glaubt man nicht,

ich sage, es fehlt das Gleichgewicht

es kann die Unwucht schnell passieren,

wenn man versäumt das Austarieren.

 

Ich nehme einmal Frau und Mann,

jeder sollte tuen, was er kann.

Sie sollten nicht dem Andern reinpfuschen

und die Grenzen dabei vertuschen.

 

Der Sinn ist zu ergänzen,

und nicht im Geschlechterkampf zu glänzen.

Das führt dann nicht zum Tingeln,

man ist dann schnell der arme Single.

 

Was zu Zweien ist noch zu schaffen,

kann der Einzelne oft nicht mehr raffen.

Ein Gleichgewicht, wenn nicht vorhanden,

erzeugt den Bedürftigen, den Probanden.

 

Dann schreit die Community um Hilfe,

für alles braucht sie nun Stützstrümpfe.

Was mache ich als Elefant jetzt bloß,

Karl, das Unbehagen ist so groß.


-342- „Kain und Abel“

 

Der Elefant sagt, ich erzähle etwas von Babel,

nein, besser doch von Kain und Abel.

Die Geschichte ist vergangen,

dennoch hält sie uns gefangen.

 

Sie Beide lösten ein Problem,

wie Menschen es tun, nicht angenehm.

Heute fragen wir, woher kommen die Kriege,

bei ihnen, war dafür die Wiege.

 

Bei Gott, die Opfer waren verschieden,

das von Kain, ja das blieb liegen.

Statt zu erfahren, was war die Schuld,

verlor der Kain Beherrschung und Geduld.

 

Schaut man in die Geschichte rein,

sieht man, Abel erschlagen von dem Kain.

Es war nun tatsächlich das verletzt,

„du sollst nicht töten“, war Gesetz.

 

Wir sehen heute, nach vielen Jahren,

wie wird denn heute noch verfahren.

Löst das Töten heute ein Problem,

oder ist es einfach für uns nur bequem.

 

So muss der Mächtige sich heute fragen,

was haben wir gelernt, aus fernen Tagen.

Wollen wir noch immer so sein,

den Anderen töten, wie der Kain.


-343- „Schluss mit Reden“

 

Der Elefant sagt, Karl wer hat gesagt,

dass ich bin beim Proletariat.

Im Gegenteil, ich bitte doch sehr,

ich bin doch wirklich elitär.

 

Ich bin, wie man mich kennt,

äußerst taff und eloquent.

Ich fühle mich ganz hoch dotiert,

so richtig Inn, und distinguiert.

 

Nur Trottel können es nicht verstehen,

die über den Tellerrand nicht sehen.

Sie merken nicht, mein erlesenes Wesen,

sie können weder schreiben, weder lesen.

 

Ein Problem das gebe ich zu,

mein Rüssel lässt mir nicht die Ruh`.

Bei so mancher meiner Reden,

da pendelt er auf eigenen Wegen.

 

Auch als ich die Rede so formulierte,

war es, dass das Schwein sie nicht kapierte.

Es grunzte tumb, in meine Worte,

Karl, die sind nicht von meiner Sorte.

 

Drum lass ich jetzt das Reden bleiben,

und konzentriere mich aufs Schreiben.

Karl, ich gebe Brief und Siegel,

ich rede nur noch vor dem Spiegel.


-344- „Gedankentiefe“

 

Der Elefant sagt, wir sind doch keine Götterboten,

Karl, das du sagst, „die Tiefe ausloten“.

Immer reizt du mich mit „ach“,

meine Meinung ist dir zu flach.

 

Du sagst, dass ich habe nicht verstanden,

das Wesentliche sei bei mir nicht vorhanden.

Ich müsste mehr den Kern vor heben,

meine Argumente, sind stets daneben.

 

Mein Denken ist so für den Hund,

es fehlt mir stets der wahre Grund.

Ich habe einen oberflächlichen Tick,

denn mir fehlt, der Zwang zur Logik.

 

Karl, dein herab lassendes Gekicher,

macht mich meistens auch unsicher.

Letztens gab ich mir viel Müh`,

und du antwortetest nur „ wie“.

 

Das ist doch, die Psycho Tour,

jetzt sage ich zu dir, auch einfach „nur“.

Das von dir, das ist doch quer,

ich glaube du bist voll esotär.

 

Zur Abwehr habe ich mir vorgenommen,

dein Tiefenquatsch mal zu entkommen.

Was ich in Kürze hier abspule,

das habe ich, von der Volkshochschule.


-345- „Keine Hetze“

 

Der Elefant sagt, Karl du hast es erkannt,

ich schiebe alles, auf die lange Bank.

Die Ewigkeit ist wohl in meinem Blut

und das Bedächtige tut mir so gut.

 

In Namibia habe ich es gesehen,

die Wanderdünen, die langsam gehen.

Sie scheinen ruhig so dazuliegen,

doch ihre Quarzkristalle, sie fliegen.

 

Im Detail sind sie also lebendig,

auch in der Gestaltung, sehr wendig.

Die Formgestaltung ist enorm,

atemberaubend in ihrer Form.

 

Es muss nicht immer schnell geschehen,

denn da, wo immer Winde wehn`,

gestalten auch die kleinsten Teile,

Karl, das dauert nur `ne Weile.

 

Auch ich bin ein Kind der Wüste,

so dass ich die Ruhe nicht einbüßte.

Was heißt, immer bin ich der Letzte,

Karl ,nicht schön, wenn ich mich hetzte.


-346- „Rat an Hippo“

 

Der Elefant sagt, der Hippo ist am Studieren,

Karl sagt, er wird sich wohl blamieren.

Da ist ja wirklich was gebacken,

das Fach Elektrik will er knacken.

 

Der Hippo ist ja wirklich eifrig,

dennoch, das bezweifle ich,

dass er das Ohmische Gesetz versteht,

wie Strom, Widerstand und Spannung geht.

 

Der Dozent hatte zu Anfang gleich gesagt,

wenn ich bei der Prüfung danach frag`,

dann bist du am Ende von dem Allen,

anders gesagt, du bist wohl durchgefallen.

 

Nun bimst der Hippo, tagaus, tagein,

und bekommt es in den Kopf nicht rein.

Sein Verständnis, ist wohl verwässert,

das viele Baden, hat es nicht verbessert.

 

Als Elefant, habe ich ihm empfohlen,

Hippo schleich dich davon, auf leisen Sohlen.

Es hat keinen Zweck, die Kopf- Akrobatie,

das ist zu hoch, das schaffst du nie.

 

Karl, ich bitte dich ihm zu raten,

mach lieber etwas, so mit Garten.

Es ist ein Privileg an dir zu sehen,

mit deiner Schnauze, kannst du mähen.


-347- „Statik wichtig“

 

Der Elefant sagt, Karl es hat nicht gestört,

doch jetzt habe ich es gemerkt.

Das Ganze kommt mir vor, abartig,

genau gesagt, es fehlt die Statik.

 

Das Gebäude gilt als Kunst,

doch für mich ist es Dunst.

Die da einst, ins Haus einzogen,

fühlen sich nun sehr betrogen.

 

Ja, vom Hundertwasser war`s,

der baute ohne Ecken, ohne Maß.

Die Wasserwaage, war er nicht gewöhnt,

die Senkrechte, gänzlich verpönt.

 

Es gab bei ihm so keine Statik,

es war bei ihm, wie reine Batik.

Tragende Elemente, waren nicht geplant,

Karl, da habe Schlimmes ich geahnt.

 

Die Kunst, so als eine gute Idee,

hier kritisch ich sie wirklich seh`.

Mir wäre ein guter Architekt lieber,

und nicht so ein Kulissenschieber.

 

Das Objekt steht auf einen Fundament,

auf Sand gebaut, man das nennt.

Karl, im Ergebnis leicht zu raten,

das ganze Geld, gilt als verbraten.

 

Man muss sich also doch entscheiden,

für Praxis oder Kunst, den Beiden.

Wer kann beide sinnvoll vereinbaren,

schlecht überlegt, gebiert Gefahren.

 

Matthäus 7: 24-27


-348- „Angst des Reichen“

 

Der Elefant sagt, Karl was ich da sehe,

der Hippo ist auf größter Höhe.

Alle Welt, sie will ihn loben,

denn er kam von unten, ist jetzt oben.

 

Wenn man ihn von früher kennt,

da hatte er nicht einen Cent.

Und heute, es ist nicht zu fassen,

hat er viel Geld und volle Taschen.

 

Ich glaube, weil er war ein armer Tropf,

ist ihm das stark gestiegen, in den Kopf.

Er ist nun mehr, wie aufgebläht,

und sagt, schaut auf mich nur und seht.

 

Ich Hippo habe das alles nur geschafft,

weil ich habe, die erlesene Kraft.

Doch leider kenne ich eine neue Not,

ich werde nunmehr sehr bedroht.

 

Letztens war es, dass es geschah,

die Gangster kamen mir ganz nah.

Man sagt, das sollte mich nicht scheren,

es trifft alle, die ihr Geld vermehren.

 

Nun schleppe ich das viele Geld,

hier – und dahin, verstecke es vor der Welt.

Das Ganze soll in sicheren Hafen,

doch das alles lässt mich nicht schlafen.

 

Ihr glaubt es nicht, wie es heut im Digitalen,

möglich ist, mir zu versetzten viele Qualen.

Und man will mich auch berauben,

ihr Armen, ihr könnt mir es doch glauben.

 

Ich sage es, vor meinen reichen Zeiten,

erlebte ich, damals nichts dergleichen.

Ich lebte damals auf einfachen Wegen,

arm zu sein, war mir ein Segen.


-349- „Zu dick!“

 

Der Elefant sagt, ich muss nun down shiften,

Karl, ich habe es auf den Hüften.

Die vielen Pasta und die Pizza,

das ist nun schon, wie Hasta la vista.

 

Guck mal richtig nach meiner Figur,

zu rund bin ich, schlank keine Spur.

Ich dachte, das gibt mir alles Kraft,

ich wusste nicht, dass das mich schafft.

 

In der Savanne hörte ich die Worte,

guck, der isst wohl zu viel Torte.

Und im großen Herden- Gerummel,

heißt es, Platz da, für diesen Pummel.

 

Das kommt davon, ich habe meine Kost verraten,

die kam ja meistens frisch vom Garten.

Doch die Reklame war`s, wie ich es denk`,

da vollführte ich den schnellen Schwenk.

 

Nun ist mir klar, es ist zu spät,

ich bin, so glaube ich ein Diabet.

Sie haben mich doch sehr verführt,

und leider bin ich`s, der so angeschmiert.

 

Karl, ich komme mit dir zum Sport,

ich rackere mit dir, ab jetzt so fort.

Und auch das Essen, wird wie ich es hatte,

komm, wir trainieren auf der Matte.

 

Da haue ich die Kalorien raus,

da sagt der Speck, für mich ist`s aus.

Ich muss wohl die Hüften verlassen,

Karl, ich glaube, ich kann wieder naschen.


-350- „Verwandte lieben!“

 

Der Elefant sagt, Karl wie ist es mit Bekannten,

bei mir kommen jetzt die Verwandten.

Ich will mich dagegen nicht wehren,

ganz ehrlich, ich kann sie nicht entbehren.

 

Ich glaube, ich bin ein netter Typ,

man sagte, habe sie doch bitte lieb.

Manchmal habe ich Liebe in meinem Herzen,

manchmal verbunden aber auch die Schmerzen.

 

Ich gehe deshalb in die Therapie,

auch der Psychologe sagt, man liebe sie.

Ich hatte dabei keinen Ausraster,

ich sagte, dann zu allem Basta.

 

Ich nahm mir auch die alten Bilder,

das stimmte mich noch weiter milder,

ich brauche nicht über meinen Schatten springen,

Verwandte gehören zu den guten Dingen.

 

Ich machte eine große Sause,

ich kam, wie du weißt, erst spät nach Hause.

Ich nahm sie alle auch noch mit,

so war ich die Verpflichtung quitt.

 

Als Elefant, bin ich wohl nicht verkehrt,

ich bin auch richtig wohl belehrt,

ich bleibe auch doch sehr besonnen,

ja, Verwandte sind mir willkommen.


-351- „Hilfe Smog“

 

Der Elefant sagt, ich glaube, dass es mich trog,

Karl, leider nicht, es war der Smog.

Es war so nebelig, es waren graue Wehen,

ich konnte gar nicht klar nach vorne sehen.

 

Vor kurzem, war ich an der großen See,

leicht konnte ich blicken, nach Luv und Lee.

Das habe ich genossen und gekonnt,

ein klarer Blick, frei hin, zum Horizont.

 

Doch jetzt gehe ich durch Städtegassen,

für mich ist es einfach nicht zu fassen,

dass so etwas ist bei Menschen noch erlaubt,

man ist umhüllt, mit dem Feinstaub.

 

So mancher denkt, das ist ein starkes Ding,

bin ich hier bereits in China, dort in Peking.

Sie tragen tief herunter gezogene Mützen,

und darunter Tücher, die die Nase schützen.

 

Ich sehe all die Menschen, qualvoll pusten,

auch ich fange an, schon zu husten.

Soll das der Fortschritt sein, durchs Kapital,

soll so zu leben sein, als ganz normal?

 

Karl, wir müssen darüber diskutieren,

wie wollen wir den Smog kurieren.

Ich glaube, jetzt und täglich mehr,

der Globus gibt dies alles gar nicht her.

 

Wenn wir es nun so fühlen und auch sehen,

heißt es, das Ganze müssen wir wohl drehen.

Den Konsum und  das Menschverhalten,

gilt es zu überdenken, auch neu zu gestalten.


-352- „Die Beteiligung“

 

Der Elefant sagt, ich bin jetzt in der Lage,

Karl, zu bedienen eine Waage.

Jede Bewegung muss jetzt sitzen,

gekonnt von meinen Rüsselspitzen.

 

Ich wiege alles, fein und leger,

auch frage ich, soll es ein bisschen mehr?

Es ist für mich unglaublich schön,

so mit der Moderne, der Zeit zu geh`n.

 

Alles vorher, war von mir unfein,

alles musste sehr robust nur sein.

Mit der Waage, mit der ich wiege,

pass ich viel besser in das Gefüge.

 

Doch ich muss sagen, leider, leider,

es gibt dabei auch gleich die Neider.

Der Hippo, ja der ist so ein Held,

dem mein smarter Aufstieg nicht gefällt.

 

Der sagte laut, dass es jeder hör`,

du bist fürs Wiegen selbst zu schwer.

Du wirst mit deinen dicken Stampfen,

beim Wiegen noch voll verkrampfen.

 

Das geht mir ziemlich ans Gemüt,

das Hippo, mich so negativ nur sieht.

Als ich ihm sagte, du bist nicht smart,

da fand ich, er reagierte wirklich zart.

 

Ich lud den Hippo darauf ein,

und sagte, vielleicht willst du Partner sein.

Er war so gerührt, dass ich das erwähne,

da floss bei ihm die dicke Träne.


-353- „Der Trost“

 

Der Elefant sagt, Karl ich bin so traurig,

ich finde die Welt ist schaurig.

Wir fliegen schnell, fast unerhört,

mit Raketen, anderthalb mal um die Erd`.

 

Doch es macht uns so gar nicht froh,

ich frage, als Elefant, wieso?

Auf der Erde bekommen wir nichts gebacken,

wir stehen uns gemeinsam auf den Hacken.

 

Wir kennen nicht den Friedens-Sieg,

wir machen einfach dauernd Krieg.

Wir produzieren massenhaft die Armen,

die Reichen mit Vermögen haben kein Erbarmen.

 

Auch die Organisation, so als Religion,

sind bei Versöhnung wahrer Hohn.

Humanität, soll für uns sein, sozial,

doch sie ist schal, sie erschlafft banal.

 

Karl, du siehst ich klage, fort um fort,

hast du für mich ein gutes Wort?

Ja, so kannst du wirklich nicht leben,

es muss darauf, die Antwort geben.

 

Eine gute Antwort, muss es wohl sein,

ich sehe in die Prophetie hinein.

Da finde ich das Wort, der Weltenretter,

das macht das Leben dir jetzt netter.

 

Es wird behauptet, der Retter kommt bald,

er ist wohl dafür, von Gott gesalbt.

Der gibt der Rettung, den Frieden ein Gesicht,

drum sei froh und zweifele nicht.

 

Karl, du erzählst mir schöne Geschichten,

du kannst sogar einen Elefanten aufrichten.

 

Jesaja 9:6,7


-354- „Letzte Hilfe!“

 

Der Elefant sagt, Karl es macht mich krank,

der Hippo, bringt mich um den Verstand.

Der steht sehr plump auf seinen Beinen,

doch Verstand, erkenne ich gar keinen.

 

Ich werfe ihm die Gedanken gerne hin,

natürlich großzügig, wie ich so bin.

Er hat geistig wirklich wenig Geschick,

kommt von ihm dummes Zeug zurück.

 

Ich wollte ihn zur Schule schicken,

er sagt darauf, das kannst du knicken.

Und meinte, das hat mich erschreckt,

ich sollte kapieren, dass er perfekt.

 

Das alles hat mich umgehauen,

schon fing ich an, mit Nägel kauen.

Ich weiß auch nicht, was uns verbindet,

bin ich denn sozial, total erblindet.

 

Ich weiß, es gibt nur ein Erschrecken,

ich lass ihm das Wasser aus dem Becken,

dann steht er völlig nackt im Licht,

ich weiß, die Sonne, die verträgt er nicht.

 

Dann wird er seine Arroganz wohl senken,

da hoffe ich, er kommt zum Denken.

Dann greife ich brutal auch ein,

ich mache Bildung und Latein.

 

Es zeigt sich wieder ohne Strafe,

wird die Bildung zu einer Brache.

Karl, hätte ich jetzt nichts unternommen,

wäre der Hippo geistig uns verkommen.


-355- „nonchalant, no !“

 

Der Elefant sagt, Hippo hat eine Kommunikation,

Karl ich sage dir, das ist der reinste Hohn.

Wenn ich ihm so etwas erkläre,

geht sein Blick, nach oben in die Leere.

 

Bei ihm ist verbal nichts zu erreichen,

er ist ewig nur am Ausweichen.

Ich habe ihm das klar erklärt,

er sag dazu nur, alles schon gehört.

 

Auch allerneuste coole Fälle,

die wischt er weg, so auf die Schnelle.

Er ist ein Künstler im Kaschieren,

noch besser kann er alles ignorieren.

 

Doch letztlich ging es für ihm daneben,

er wollte am Automaten Geld abheben.

Das traf ihn, in seiner Art so smart,

es wurde für ihn wirklich hart.

 

Die Zahlenfolge wurde sehr konkret,

man weiß, dass das nicht anders geht.

Das Nonchalant ist da nichts wert,

ruck zuck, das Konto war gesperrt.

 

Ich kam als Elefant nach ihm,

ich sagte, Hippo das haut nicht hin.

Die Art von dir, die so la-la,

ist fürs Digitale nicht so da.

 

Drum reiße dich doch mehr zusammen,

sonst gibt es für dich viele Schrammen.

Du siehst, nur als stringenter Mann,

kommst du auch an das Geld heran.


-356- „Die Anpassung“

 

Der Elefant sagt, Karl wie ihr mich kennt,

bin ich wirklich nicht indifferent.

Doch ich als Karl, sage dir gereizt,

du redest immer wirklich sehr gespreizt.

 

Karl, ich erkläre dir es gern genauer,

das Herumgeeiere, das macht mich sauer.

Vieles kann man doch entscheiden, flott,

doch es heißt, man kommt nicht zu Pott.

 

Die Logik ist doch klar und gerade,

doch man geht, die verschlungenen Pfade.

Anstelle das Digitale, Ja und Nein,

höre ich meistens, das kann ja sein.

 

Das alles dauert mir unendlich lang,

Karl, solche Menschen machen krank.

Es wird tagtäglich schwerer zu ergründen,

ist es real, wo ist die Wahrheit zu finden.

 

Die Nachricht wird heute so zerlegt,

kaltschnäuzig wird gesagt, ist gefakt.

Jetzt komme ich mit Gesagtem wieder,

das Indifferent, das zwingt mich nieder.

 

Ich muss das Konsequente wohl verlassen,

ich muss den Mainstream folgen, den Massen.

Karl, auch ich bin nun im Wandel,

ich dachte nie, dass ich so einmal handel.


-357- „Ewigkeit, möglich?“

 

Der Elefant sagt, ich habe immer keine Zeit,

doch Karl, du sprichst  von Ewigkeit.

Du sagst, die Zeit ist immer nur so knapp,

der Grund, das Leben hält uns auf Trapp.

 

So ist das Leben sehr verdichtet,

es ist nicht viel, was wird verrichtet.

Wie Pläne umfassen sie tausend Seiten,

doch das Leben streicht sie bei Zeiten.

 

Die Ewigkeit, ist nicht zu erfassen,

schon der Gedanke, lässt uns erblassen.

Der Begriff ist für uns, wir als Begrenzte,

so unendlich groß, er macht uns Ängste.

 

Karl, ich dachte nach über die Sterne,

sie sind unendlich, sehr weit in der Ferne.

Da kehrte ich ganz irdisch wieder um,

ich kam zum Schluss, ich bleibe dumm.

 

Ich muss die Ewigkeit wohl kippen,

zerschelle daran, wie an hohen Klippen.

Nur eine Metamorphose ist ein Weg,

wie der Gedanke, der mir nicht zusteht.

 

Für mich bleibt die Ewigkeit verborgen,

Karl, verstehbar bleiben mir profane Sorgen.

Nun bleibt bei mir nur der Gedanke liegen,

bis ich vom Himmel Kontakt kann kriegen.

 

Die Ewigkeit ist wohl irgendwie existent,

doch deren Wirklichkeit, so keiner kennt.

Dazu müssten wir, so ist es bei uns eben,

was wir nicht können, ewig Leben.


-358- „Die Basis“

 

Der Elefant sagt, klar willst du etwas erklimmen,

muss zunächst die Basis stimmen.

Das Prinzip steht dabei auch fest,

wie das Basislager, für den Mount Everest.

 

Ist das Fundament auf Sand gebaut,

wird darauf wohl kaum vertraut.

Auf dem Felsen muss es sein,

dann stürzt ein solches Haus nicht ein.

 

So heißt es, er hat felsenfestes Vertrauen,

auf einen solchen Menschen ist zu bauen.

Alles andere kommt nicht zum Tragen,

das sind die Balken, die versagen.

 

Karl, ich muss mir klar überlegen,

wandle ich auf festen Wegen.

Ich muss meine Basis prüfen, ob verlässlich,

sonst ist mein Scheitern, doch recht grässlich.

 

Bei komplexen Themen, sehe ich ein,

da sag ich, ich bin nicht allein.

Es heißt doch eine Schnur, sie hält mit Kraft,

doch nimmst du zwei, das Doppelte schafft.

 

Matthäus 7:24-26


-359- „Anhalten, stopp!“

 

Der Elefant sagt, bei mir ist nichts geblieben,

ich wollte alle Grenzen verschieben.

Karl, wenn ich sagte, so kann es sein,

fiel mir gleich was Neues ein.

 

Zum Status, zum Beispiel Status quo,

da sagte ich so gleich, das No.

Die Welt ist sich am Dauer-Drehen,

da gibt es für mich nicht die Zeit zum Stehen.

 

Ich habe schon so viel verschoben,

oft drastisch, auch von unten mal nach oben.

Doch oft verließ mich auch das Glück,

da schlug das Schicksal arg zurück.

 

Das alles enthält auch das Ungewisse,

dann denk ich, das Schicksal ist Prämisse.

Dann gleicht mein Leben, wie Ebbe und Flut,

es strengt sehr an und kostet Mut.

 

Karl, du bist mein Pol, so angenehm,

es ist bei dir so wunderbar bequem.

Man ist auch nicht dazu auf Erden,

alles immer selbst nur zu gefährden.

 

Jetzt nehme ich mir mal ein Aus,

wir trinken nun die Flasche aus.

Sonst überturne ich den drive,

Karl, ich bin sonst für die Klapse reif.


-360- „Kunst, üben“

 

Der Elefant sagt, ich lebe in einem Dunst,

Karl, und damit meinst du die Kunst.

Ich würde mir selbst etwas vormachen,

ich produziere nur unnötige Sachen.

 

Karl, du gehst in der Kritik zu weit,

ich gebe zu, nicht alles ist gescheit.

Doch es gelingt mir hier und da, ein Akt,

der uns alle wirklich packt.

 

Im Geiste sah ich oft die Mona Lisa,

jedoch gelang nicht der Turm von Pisa.

Doch diese Dinge sind bekannt,

mit diesen Künstlern bin ich verwandt.

 

Ich will Karl, dich nicht tadeln,

doch deine Arbeit wird dich nicht adeln.

Das ganze Volk wird die Kunst nicht raffen,

nur ein Künstler wird Kunst auch schaffen.

 

Du hast ja Recht, mit meinem Dunst,

für mich ist Unangepasstes  Kunst.

Karl, wenn du schultest deinen Blick,

ist für dich das Eine und das Andere schick.

 

Ich glaube, es stimmt dich etwas milder,

ich schenke dir ein paar der Bilder.

Die geben dir dann keine Ruh`,

die schauen dich an, und du schaust zu.