Gedicht 401-420 - scholz-manfred.de

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-401-   Elefant              „Es ist Mist“

-402-   Elefant              „Hippo regelt es“

-403-   Elefant              „ins Abseits“

-404-   Elefant              „immer Sünder"

-405-   Elefant              „Elefantensport"

-406-   Elefant              „Unerfreulich"

-407-   Elefant              „Hippo AHDS“

-408-   Elefant              „Der Gutmensch“

-409-   Elefant              „Fernsehen ist doof“

-410-   Elefant              „Schlank durch Pillen“

-411-   Elefant              „Bin ich gut?“

-412-   Elefant              „Schlussakkord“

-413-   Elefant              „Kraft schaffen“

-414-   Elefant              „Falscher Wunsch“

-415-   Elefant              „Geistesleere“

-416-   Elefant              „Tunnelblick, wie bitte?“

-417-   Elefant              „IQ“

-418-   Elefant              „Hippo macht es nicht“

-419-   Elefant              „Chaos Diskurs“

-420-   Elefant              „Redelust“


-401- „Es ist Mist“

 

Der Elefant sagt, Karl geht es dir so, auch,

als ich alles konnte, wurde ich nicht gebraucht.

Zuerst war ich einfach noch zu jung,

jetzt sagt man, zu alt und ohne Schwung.

 

Jetzt, wo ich alles kann so schnell erfassen,

soll ich alles anderen klar überlassen.

Ich verstehe nicht ganz diesen Scheiß,

vorbei ist es, „du bist ein Greis“.

 

Kaum habe ich das Wissen mal erklommen,

da ist mein Denken, aus der Mode gekommen.

Da gilt der Junge unerfahrene Hasardeur,

mit seinem rudimenten Denken, doch viel mehr.

 

So dreht sich wieder das Fehlerkarussel,

wie zu Anfang der Welt, doch wieder schnell.

Es gibt keinen ausgewogenen Mix,

das Verdrängen geht doch äußerst fix.

 

Ja Elefant, es ist nicht zu leugnen,

du musst im Alter dich nun beugen.

Es ist egal, du weist es besser,

als jetzt bist du doch nur noch Mitesser.

 

Suche dir, du musst nicht mehr warten,

ein kleines Beet in deinem Garten.

Und damit du noch etwas weist,

lies aus der Zeitung, diesen Scheiß.


-402- „Hippo regelt es“

 

Der Elefant sagt, Karl ich habe Hippo im Verdacht,

dass er beim Start-up Schwierigkeiten macht.

Ich habe mir gedacht, als coole Truppe,

Stand-up  zu machen, Hippo ist das schnuppe.

 

Dabei war das Projekt ganz klar der Nil,

davon sagt Hippo, da kenne ich sehr viel.

Es gilt den Nil ganz umzuleiten,

hinaus in die Sudanweiten.

 

Doch Hippo meint, das ist nicht schlau,

am Anfang ist der Nil doch blau.

Und wenn er nicht fließt, wie immer so,

was wird denn dann, aus dem Kairo.

 

Der Hippo sagt, ich sage bloß,

das Nilprojekt ist mir zu groß.

Ich schlage vor, an dieser Stelle,

wir dämmen mal, die Viktoriafälle.

 

Karl, dafür fehlen uns Technik und die Mittel,

dafür besitzen wir, doch nur ein Drittel.

Der Hippo meint, er sich bemüht,

er will nach New York zur Wall–Street.

 

Wir machen uns zu viele Sorgen,

doch die Finanzen, kann er schon besorgen.

Wenn er als Hippo, dort greift ein,

ihr seid zu ängstlich, mir zu klein.


-403- „ins Abseits“

 

Der Elefant sagt, mein Fortschritt ist vor allem,

nicht kontinuierlich, nur in Intervallen.

Dazwischen, war es nicht zum Entzücken,

es gab meistens sehr große Lücken.

 

Es war wie beim langen Laufen,

da brauchte ich Pausen, zum Verschnaufen.

Ich tankte immer wieder neue Kraft,

zum Schluss, der Endspurt war geschafft.

 

Das alles wurde mir zum Prinzip,

es war so erfolgreich, dass nichts hängen blieb.

Natürlich musste ich sehr umsichtig sein,

ist man leichtsinnig, bricht man ein.

 

Die Intervalle, das war nicht die Frage,

doch das Umfeld, brachte mich in Rage.

Das gesunde Wachsen, war nicht ihre Art,

so kam die Blase voll in Fahrt.

 

Es musste sein, es gab den Knall,

und es kam sofort damit Zerfall.

Karl, auch mir ging es dabei schlecht,

das System, war krank und ungerecht.

 

Du kannst sehen, lieber Karl,

verhältst du dich gut, und ganz normal,

nützt es dir nichts, wenn diese Bosse,

sind der Abschaum, aus der Gosse.


-404- „immer Sünder“

 

Der Elefant sagt, Karl das sind doch Kinder,

aber leider sind sie auch Sünder.

Bevor du mit dem Leben startest,

wirst du von Sünde schon erwartet.

 

Wieso und warum, ich will sie nicht,

die Sünde ist des Menschen Pflicht.

Weil deine Eltern sind schon Sünder,

gilt ab sofort, das auch, für Kinder.

 

Darum brauchst du auch Propheten,

die helfen dir aus diesen Nöten.

Die sagen dir, was mit dir geschieht,

das du der Sünde, nicht unterliegst.

 

So gehst du lastvoll, auf den Wegen,

es fehlt dir, dauerhaft der Segen.

Du schaust dich um, und siehe da,

die Sünde ist dir wirklich nah.

 

Zum Schluss hat sie noch ein Ass,

das sticht grundsätzlich, du wirst blass.

Jetzt hat es geschafft, die blöde Sünde,

sie wird wohl haben, ihre Gründe.

 

Und wieder rücken andere nach,

auch sie unterliegen, dieser Schmach.

Soll es so gehen immer weiter,

sie da, der Retter, es ist der weiße Reiter.

 

Offenbarung  6:2


-405- „Elefantensport“

 

Der Elefant sagt, Karl ich mache Sport,

man sagte mir, dann ist der Speck fort.

Karl und du sagst, vor allen Dingen,

ist mein dicker Bauch auch zu bezwingen.

 

Alles befolgte ich sofort, auf Anhieb,

vieles war verändert, der Bauch der blieb.

Du musst dich auf der Matte strecken,

und die Beckenmuskeln lang recken.

 

Auch der Arm gleichzeitig das Bein,

recke in den Himmel hoch hinein.

Mit dem Bauch mach doch die Wippe,

ziehe die Kniee an, in einem Stücke.

 

Die Beine müssen dann geschwinde,

und die Arme drehen, wie im Winde.

Den Rücken krumm, wie bei der Katze,

dann wieder strecken, zur Matratze.

 

Man hat vergessen, das ist allerhand,

ich bin kein Affe, nur ein Elefant.

Ich bin von Haus aus Monument,

so wie ihr mich, vom Zoo her kennt.

 

Da konnte ich mit meinem Rüssel,

Geld gut einsammeln für die Schüssel.

Die mich da sehen, die wollten nicht,

dass ich da schiebe, eine solche Schicht.


-406- „Unerfreulich“

 

Der Elefant sagt, der Hippo meint ich werde alt,

da habe ich kurz gedacht, da hat`s geknallt.

Der Hippo tat sich darauf sogleich beschweren,

obwohl er wusste, ich mag das nicht hören.

 

Ich wollte ihm schon immer sagen,

dein Hals ist zu breit, für deinen Kragen.

Dein Maul hat inzwischen eine Breite,

man denkt, du hast richtig Schlagseite.

 

Und bisher hab ich wenig gemeckert,

du läufst so rum, ganz voll gekleckert.

Dein Körper ist, obwohl du bist stolz,

vergleichbar mit dem Nudelholz.

 

Die Beine sind äußerst enorm,

leider so ganz und gar keine Form.

Am besten wir lassen das Vergleichen,

lass uns doch lieber mal die Hände reichen.

 

Das alles führt doch nur zum Stunk,

es war doch immer schön, beim Umtrunk.

Du nimmst zurück, das mit dem alt,

dann mach ich, mit dem Vergleichen halt.


-407- „Hippo ADHS“

 

Der Elefant sagt, bei Hippo bin ich wie Gummi,

so ähnlich, mehr so wie ein Flummi.

Doch ich habe auch so eine Art,

ja da bin ich, wie der Stahl so hart.

 

Einmal, da habe ich bei ihm zugelangt,

leider war es so, dass er dabei bald ertrank.

Danach, da kuschte er, so wie ein Hund,

ich sagte ihm, Hippo das ist nicht gesund.

 

Ich kann nicht sagen, dass es mit ihm nicht geht,

doch er neigt dazu, dass er oft überdreht.

Ich muss ihn dann oft etwas Einhegen,

dann läuft er wieder, auf vernünftigen Wegen.

 

Man sagte mir, man stellte fest,

Hippos Krankheit, ist das ADHS.

Er hat im Wasser immer so vibriert,

der Fischbestand war darauf abgeschmiert.

 

Ich beschaffte ihn darauf ein Trampoli,

da machte er auf wildes Vieh.

Ich muss mich noch etwas zügeln,

vielleicht hilft es, Hippo  ADHS auszubügeln.

 

Ich merke, ich werde bei ihm nun zum Flummi,

vielleicht hatte er Recht, mit dem Gummi.

Nein, ich straffe wieder meine Werte,

ich darf nicht verlieren, meine Stärke.


-408- „Der Gutmensch“

 

Der Elefant sagt, Karl ein Gutmensch der ist schwach,

er gibt bei allem zu viel nach.

Der Böse hat daran so kein Interesse,

der haut ihm gleich eins in die Fresse.

 

Der Gutmensch, der will immer reden,

der spricht und sucht nach anderen Wegen.

Bei ihm ist alles so kleinteilig,

und seine Argumente auch langweilig.

 

Der Gutmensch will gar nichts erkennen,

im Geiste ist er dauerhaft am Pennen.

Er meint, man kann doch gut vergeben,

es geht ihm gleich, um jedes Leben.

 

So kommt es, weil er das Gesetz nicht anwendet,

das Unrecht, wird dann nicht beendet.

Der normale Bürger, der erschreckt,

er ist es, der am Schluss aneckt.

 

So ist die Balance schnell verloren,

die Probleme steigen über die Ohren.

Der Gutmensch, der das alles tut,

nimmt anderen Kraft und auch den Mut.

 

Karl, dieses dauernde Gewackel,

ist so, wie eine brennende Fackel.

Sie zündet an, des Volkes Haus,

und keiner kommt da noch hinaus.


-409- „Fernsehen ist doof“

 

Der Elefant sagt, Karl jetzt bin ich froh,

vorbei ist es, mit dieser Show.

Schon wieder sah ich, so viele heute,

so durchgeknallte und blöde Leute.

 

Da saßen Männer, mit Zopf und Hut,

das tat den Augen wirklich nicht gut.

Mit Schlauchboot-Lippen, die Haare krass,

da macht man sich schon selber nass.

 

Das Fernsehen, so mit den Zwangsgebühren,

könnte sich doch auch mal selbst genieren.

Neben Krimis und der Show,

drückt dann den Knopf und du bist froh.

 

Man bringt nur noch extreme Typen,

es sind die, die oft im Leben Nieten.

Die sollen den Mainstream pushen,

und unsere Jugend danach kuschen.

 

Der Fernsehrat selbst, ich meine schwach,

der gibt dem Down-Drive immer nach.

Dann wundert sich in diesem Sinne,

dass der Normale hat, so keine Stimme.

 

Auffallen, das umso jeden Preis,

damit der deutsche Michel, es auch weiß.

Wir sind nicht mehr, die Denker oder Dichter,

wir sind inzwischen, nur noch Leichtgewichter.


-410- „Schlank durch Pillen“

 

Der Elefant sagt, Karl nur mit Widerwillen,

nehme ich so deine Schlankheitspillen.

Den Hippo hast du dafür auch geworben,

ich weiß, er wäre daran fast gestorben.

 

Der Hippo, der klar etwas rund,

sah danach aus, sehr ungesund.

Der fühlte sich, er sagte schlank,

auch  sagte er, ich bin wohl krank.

 

Ihm fehlte alles, war ohne Schwung,

es gelang ihm nicht mehr der Kopfsprung.

Man sah bei ihm fast jede Rippe,

die Hyäne meint „ist auf der Kippe“.

 

Karl, soll ich auch so etwas durchmachen,

noch passen mir die Trainigssachen.

Soll ich rumlaufen, wie ein Hungerleider,

an mir dann schlottern meine Kleider.

 

Wenn ich heute den Raum betrete,

der Hauch des Starken, der mich umwehte.

Wenn du in den Raum  kommst rein,

Karl, das interessiert doch kein Schwein.

 

Du nimmst die Pillen wieder mit,

das alles ist doch großer Schiet.

Zum Glück hat Hippo wieder Masse,

langsam bekommt er seine alte Klasse.


-411- „Bin ich gut?“

 

Der Elefant sagt, den meisten fehlt der Mut,

auf die Frage: Was machst du gut?

Fangen sie an, so gleich zu erzählen,

was ihnen, am meisten würde fehlen.

 

Da geht es sofort, um unvollkommen,

und zu dem Meisten, sind sie nicht gekommen.

Und im Übrigen sehen sie auch ein,

wir sind zu schwach, es könnte besser sein.

 

Karl, darum wiederhole ich die Frage,

was kannst du gut, das man es sage.

Hm, gut , das ist zu hinterfragen,

was soll ich dir darauf auch sagen.

 

Fällt dir darauf so gar nichts ein,

nur Sünde, und das du ganz klein.

Es muss doch wirklich etwas sein, im Kopf,

du bist doch mehr, als ein armer Tropf.

 

Nun kannst du doch mal überlegen,

was machst du gut, auf deinen Wegen.

Und höre auf, mit dem großen  Aber, Aber,

das ist doch nur unvollkommenes Gelaber.

 

Sag doch z.B. ganz frei heraus,

ich bewirtschafte sehr gut mein Haus.

Ich bin immer da für meine Kinder,

durch meine Arbeit, leben sie gut und gesünder.

 

Nun fällt dir doch sehr vieles ein,

auf vielen Feldern schein ich einfach gut zu sein.

Nun habe ich doch etwas Mut,

wie schön, ich mache sehr viel gut.


-412- „Schlussakkord“

 

Der Elefant sagt, jetzt ist es an der Zeit,

jetzt bin ich endlich mal so weit.

Ich mache mir es heute gegenwärtig,

ich bin mit meinem Tun nun fertig.

 

Es waren Jahre und viele Jahrzehnte,

da ich mich daran so sehr gewöhnte.

Ich sagte mir, ich habe gar keine Zeit,

manch dieses Tuns war nicht gescheit.

 

Es musste sein, dass ich schnell rannte,

die Ruhe da, ich gar nicht kannte.

Der Wettbewerb war in meinem Denken,

der Kampf ums Geld, und auch die Renten.

 

Der Erfolg war mir oft vergönnt,

auch manche Chance  war verpennt.

Doch in Summe, all der Taten,

ist mir gar vieles recht gut geraten.

 

Doch heute sage ich, ich mache Schluss,

wie bei der Fahrt, im letzten Bus.

Es ist nicht möglich, selbst beim Wollen,

das ganze weiter vorwärts zu rollen.

 

Es muss genügen, das was nun ist,

das finde ich doch oft auch trist.

Doch die Zeiten sind nicht aufzuhalten,

jetzt ist die Zeit, für all die Alten.


-413- „Kraft schaffen“

 

Der Elefant sagt, Karl ich habe klar erkannt,

das mir, mehr und mehr, die Kraft entschwand.

Es hilft mir jammern dabei wenig,

Karl, ich brauche nun mehr Training.

 

Immer nur das dauerhafte Sitzen,

wann komm ich einmal zum Schwitzen.

Ich lauf nicht, ich wirklich schleiche,

weit entfernt von einer deutschen Eiche.

 

Damit ich wieder richtig spule,

melde ich mich an, in der Volkshochschule.

Da sind natürlich nicht die Bringer,

auch nicht die, die da sind Bezwinger.

 

Die meisten sind über dem Zenit,

doch machen sie bemüht doch mit.

Ich merke, es tut sich etwas bei mir,

vergleichbar mit der Note vier.

 

Ich habe mich selbst nicht gestoppt,

schon an die drei fast ran gerobbt.

Heimlich letztens, in meiner Kammer,

fand ich, mein Bauch wird strammer.

 

Karl, ich sehe für mich am Horizont,

dass etwas Kraft, nun wieder kommt.

Weil mein Geist noch ist recht wendig,

wird mein Körper wieder nun lebendig.


-414- „Falscher Wunsch“

 

Der Elefant sagt, ich weiß, dass mich keiner kennt,

da hilft nur, ich mache etwas Entertainment.

Da kann ich, egal was ich auch spiele,

bekannt schnell werden, das für Viele.

 

Am liebsten mache ich den Bösewicht,

auch ein Liebhaber, steht mir zu Gesicht.

Zu Tränen rühre ich dabei die Frauen,

die Männer, werden stumm nur schauen.

 

Auf den Plakaten in den Stätten,

bin ich vor Aufmerksamkeit kaum zu retten.

Das Fernsehen und auch der Funk,

sind mir zu Diensten, bei Alt und Jung.

 

Es werden erschlossen die Geldquellen,

das wird unvorstellbar in die Höhe schnellen.

Ich lebe nur noch, das ist kein Witz,

in besten Häusern, wie dem Ritz.

 

Mir gerät das Herz aus der Kontrolle,

es ist zu viel, was ich da wolle.

Der Hippo sagte mir, das ist noch zu überlegen,

es ist am Ende, doch kein Segen.

 

Du opferst deine Kraft und Zeit,

das alles bringt dich gar nicht weit.

Was willst du mit dem Ruhm und Zaster,

ich bekam dabei den Herzklabaster.

 

Drum sei auf deinen Wegen doch bescheiden,

der Ruhm bringt Freude und meist Leiden.


-415- „Geistesleere“

 

Der Elefant sagt, ich mich jetzt beschwere,

ich empfinde eine geistige Leere.

Ich empfinde mich zurzeit als dumm,

es ist bei mir, das große Vakuum.

 

Ich benötige eine Idee, die zündet,

die die Geisteskraft von mir verkündet.

Ich denke dabei, an etwas durchaus Heeres,

wenn ich das wüsste, ja das wär`es.

 

Aber leider, das habe ich so nicht parat,

es fehlt mir der Geist, und auch die Tat.

Karl, du bist von mir nun ernannt,

vielleicht hast du den Weg, für mich, erkannt.

 

Ich kann dir leider nicht weiter raten,

das ganze Leben gleicht einem Irrgarten.

Den Weg, wirst du selbst finden, das bei Zeiten,

denk bitte an deine vielen Möglichkeiten.

 

Karl, ich bin froh für deinen Rat,

ich bin wohl auf dem falschen Pfad.

Es kommt nichts heraus, bei dem Rumsitzen,

der Geist wird erst lebendig, durch das Schwitzen.

 

Ich wechsle von diesem öden Ort,

Karl raus, ich gehe jetzt zum Sport.

Ich mache am Reck, die Riesenwelle,

dies führt den Geist über die Schwelle.

 

Der Blutfluss muss es bringen,

der muss den Geist stets vorwärts zwingen.

Dann ist die Leere ganz schnell per due,

und es ist, als gäbe es sie nie.


-416- „Tunnelblick, wie bitte?“

 

Der Elefant sagt, ich glaube an mein Glück,

ich neige nicht zu dem Tunnelblick.

Ich kann damit sehr viel erreichen,

denn das erlaubt mir, zu vergleichen.

 

Der festgefahrene Weg, ist nicht das Ziel,

das macht dich alt, und auch debil.

Die Bildung und das oft Externe,

macht dir nutzbar, auch das Ferne.

 

Meist ist auch nicht zum Erheben,

die Dummheit, der Vielen, zu erleben.

Wie kann man ferne Welten begreifen,

mit Infantilen und mit Unreifen.

 

Jetzt werde ich das, als ein Bester,

verbessern mit dem Volkssemester.

Der Tunnelblick soll bald aufhören,

es gilt rundum, das Volksbelehren.

 

Nur damit ist die Welt, in Krämpfen,

aus der Agonie heraus zu kämpfen.

Es wird dann besser allgemein verstanden,

warum die Probleme, so sind vorhanden.

 

Jetzt sage ich dir, mein lieber Karl,

das Ungebildet ist nicht normal.

Sei weise und habe doch etwas Geschick,

normal ist nicht, der Tunnelblick.


-417- „IQ“

 

Der Elefant sagt, dass ich intelligent bin weiß ich,

ich schaffe spielend, den IQ von 130.

Ich kann im Gespräch die Gedanken schärfen,

Karl, du verstehst, der Hippo kann da nur nerven.

 

Bei ihm geht es immer um Pool und Wasserpflanzen,

und das da abends nur die Mücken tanzen.

Letztens sagte ich mal, das Wort, Flussmäander,

darauf war er tagelang ganz durcheinander.

 

Und wieder kam er auf den Pool,

und ich musste immer sagen, der ist cool.

Das ging mir schließlich auf den Geist,

ich empfahl ihm, dass er mal verreist.

 

Er sagte, für ihn ist vieles noch zu schaffen,

er interessiert sich, für die Geisteswissenschaften.

Der IQ interessiert ihn übrigens nicht,

ein IQ ist doch wohl keine Bürgersplicht.

 

Es ist doch so, dass so mancher sitzt im Parlament,

und das Parlament, den IQ nicht kennt.

Da merkt ein jeder schnell, der da zuhört,

denn schnell erkennt man, vieles ist verkehrt.

 

So ist der Hippo mich alsbald  hart angegangen,

und sagte, ich bin nur in Arroganz gefangen.

Und übrigens die meisten Elefanten,

benehmen sich doof und wie alte Tanten.

 

Er sagte, ich bin von meinem IQ besoffen,

doch er ist für ein Gespräch trotzdem ganz offen.

Und das will er führen mit mir cool,

er lädt mich dabei ein in seinem Pool.


-418- „Hippo macht es nicht“

 

Der Elefant sagt, Karl ich kann nicht mehr,

der Hippo schießt schon wieder quer.

Wir wollten mal so,  mal eben,

mit einem start up, die Intelligenz anheben.

 

Der Hippo sagte, da bist du wohl platt,

uns fehlt dabei die Basis, fürs start up.

Da ist die Wissenschaft doch unerbittlich,

unser IQ ist dafür nur durchschnittlich.

 

Uns fehlt, da gibt es nichts zu loben,

der große Schritt nach da ganz oben.

Leider muss ich dich nun dämpfen,

du hast doch jetzt schon hart zu kämpfen.

 

Der Algorithmus ist nicht deine Stärke,

du gehst immer analog zu Werke.

Der Computer sagt, Panne oder Error,

und macht dabei sofort darauf den Terror.

 

Wir sind auf diesem Gebiet die Leichtgewichte,

schreibe du lieber, deine E-Gedichte.

Die Intelligenz in Algorithmus-Daten,

ist die neue Welt der Programm-Primaten.

 

Lass die doch machen, was sie wollen,

inzwischen sind sie verwandt, mit den Trollen.

So stürzt nun langsam, stetig alles ab,

es gibt da keine Ruhe, und kein Grab.

 

Als Hippo bleibe ich, wie immer cool,

du weißt, du findest mich am Pool.

Die Intelligenz hat für mich bisher gereicht,

leider wird es für dein start up, nicht leicht.


-419- „Chaos Diskurs“

 

Der Elefant sagt, Karl ich habe mich umgestellt,

ich lebe nun in einer anderen Welt.

Bisher war Ordnung, Klarheit die Maxime,

dazu das Verlässliche, mit guter Mine.

 

Das alles hat sich nicht ausgezahlt, lieber Karl,

die Folgen waren oft gar nicht normal.

Der strenge Rhythmus und das Tackten,

führte zu unendlichen Bergen von Akten.

 

Auch die Nerven waren blank und angespannt,

so war nicht Ruhe im Verstand.

Ich lasse diesen Lebensstil nun los,

die Befreiung sehe ich, nur im Chaos.

 

Das ist viel mehr für mich erträglich,

die Freiheit in dem Chaos ist unsäglich.

Das läuft in ungeordneten Bahnen,

man kann, was da kommt, nicht ahnen.

 

Ich lass es laufen, frei ohne Strukturen,

ich schaffe auch ab, die blöden Uhren.

Was ist, was kommt, ist mir egal,

mein Versorgungsdepot ist auch nur schmal.

 

Wenn es so weitergeht, in diesem Maße,

Karl, da ende ich wohl auf der Straße.

Da kommt dann sicher, auch der große Knall,

das Chaos macht mich, zum sozialen Fall.

 

Deine Philosophie ist traurig und abstrus,

das alles hat doch weder Hand noch Fuß.

Du wirst doch dein Leben nicht einfach schlachten,

wie soll ich da, noch Elefanten achten.


-420- „Redelust“

 

Der Elefant sagt, es stimmt, ich bin eloquent,

der Hippo ist so anders, weil er das nicht kennt.

Er spricht die Sätze, so gar nicht im Ganzen,

er kaut dabei, immer nur die Wasserpflanzen.

 

War mein Vortrag auch brillant,

der von Hippo, war ohne viel Verstand.

Das Ganze war wirklich ein Desaster,

es bestand nur aus einem Worteklaster.

 

Ich sagte Hippo, das hat seinen Grund,

nimm  die Wasserpflanzen aus dem Mund.

Er sagte nur, dass all das dazu diene,

er braucht zum Reden, diese Vitamine.

 

Er braucht auch diese schöne Pfütze,

auch die Wasserpflanzen so als Stütze.

Er kann mit Eloquenz nichts anfangen,

es ist doch immer stets auch so gegangen.

 

Der Hippo hat was gegen vieles Reden,

es quasselt ja, jeder so mit jeden.

Am Ende ist doch alles sehr zerquatscht,

so ähnlich, wie in seinem Pool der Matsch.

 

Nun schaltet er ganz klar cool um,

er macht auf wortlos und taubstumm.

Er will auch nicht, dass ich mich beschwere,

gefällt mir nicht, dass ich von ihm nichts höre.