Gedicht 221-240 - scholz-manfred.de

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-221-   Elefant              „muss Pausen lernen“

-222-   Elefant              „mehr und mehr?“

-223-   Elefant              „wie lange stabil?“

-224-   Elefant              „hat keine Gesundheit“

-225-   Elefant              „wird ermahnt“

-226-   Elefant              „missglückter Sport“

-227-   Elefant              „vergisst den Garten“

-228-   Elefant              „ist unvollkommen“

-229-   Elefant              „nein, nicht, kein“

-230-   Elefant              „einen Engel bitte“

-231-   Elefant              „doch Unikat“

-232-   Elefant              „Chinesen Augen“

-233-   Elefant              „vollkommen nicht möglich“

-234-   Elefant              „von Karl enttäuscht“

-235-   Elefant              „hat Schuld“

-236-   Elefant              „Wahrheit möglich?“

-237-   Elefant              „besteht auf Erben“

-238-   Elefant              „nein/ja-was?“

-239-   Elefant              „Geld, wohin?“

-240-   Elefant              „der Disput“


-221- „muss Pausen lernen“

 

Der Elefant sagt, Karl ich tue, tue, tue,

ich glaube es fehlt mir etwas die Ruhe.

Du  bist mir im Leben zu erratisch,

und findest diese Wackelei fantastisch.

 

Dein Lebensstil ist nicht stringent,

nicht so, dass man ein Ziel erkennt.

Du musst einmal die Pausen testen,

den Ausgleich haben, ist am besten.

 

Karl ich merke, dass in meinem Innern,

die Organe sind mir am Flimmern.

Ich tue, es macht mich nicht zufrieden,

es bleibt ein ewiges und inneres Sieden.

 

Als Elefant, zeige doch auf deine Größe,

mit Ruhe gibst du dir keine Blöße.

Ich sah damals, die Savanne und erkannte,

dass dort der Pavian nur rumrannte.

 

Der Eindruck war für mich so unerträglich,

ich hielt die Affen für unmöglich.

Du bist als attraktiver Elefant,

doch wohl mit Affen nicht verwandt.

 

Karl, was du sagst, ist der richtige Schuh,

zum Leben gehört bestimmt auch Ruh`.

Ich muss an mir noch richtig werken,

den Ausgleich gilt es jetzt zu stärken.


-222- „mehr und mehr?“

 

Der Elefant sagt, es ist doch so fast überall,

man meint die Menschheit hat den Knall,

denn überall, ist alles groß und wichtig,

keiner weiß jedoch, was wertvoll und auch richtig.

 

Es schreit ein jeder, das ist en Vogue,

was anderes gilt nicht, das ist tot.

Wir haben die Neuigkeiten, nicht zu glauben,

wir könnten alles nicht noch höher schrauben.

 

Das ist die Wahrheit, in höchsten Stufen,

und das ist das, was ich zu rufe.

Das Edelste vom Fein, dem Feinsten,

es gilt für alle, dem Groß und Kleinsten.

 

Elektrisiert, was wir gemeinsam so ersonnen,

gesteigert werden nicht die Wonnen.

Erfunden ist für jeden, das Welt- Nirwana,

auch nicht zu steigern mit Marihuana.

 

Wieso jetzt die Müdigkeit sich stellt ein,

kann Ektase denn so kräftezehrend sein?

Verbraucht sich das ganze Volk hier im Rennen,

Karl ich sehe, sie sind ausgelaugt, sie pennen.


-223- „wie lange stabil?“

 

Der Elefant sagt, die Reichen machen das Gesetz,

und Karl sagt, dass sie zu guter Letzt,

es selber für sich wieder stutzen,

wenn sie merken, es ist ihnen nicht von Nutzen.

 

Karl, du hast so recht mit dem Einwand,

uns allen ist das hinlänglich bekannt,

dass Gesetze, die die Reichen selbst verwunden,

kurzfristig weg sind, sie sind verschwunden.

 

Diejenigen, die weder besitzen und wenig haben,

müssen alles selbst auch noch bezahlen.

Denn dem Gesetz gemacht von Reichen,

können sie keinesfalls, sie dem entweichen.

 

So ist diese Struktur perfekt und stabil,

die kreist so rund, es ändert sich nicht viel.

Wenn Junge einmal sich dann widersetzen,

dann fliegen super schnell die Fetzen.


-224- „hat keine Gesundheit“

 

Der Elefant sagt, wenn ich mich selbst wahrnehme,

sage ich Karl, ich habe gesundheitliche Probleme.

Beim Laufen ich stark vom Weg abdrifte,

das kommt von der lädierten Hüfte.

 

Das alles ist doch wirklich Scheiß,

es schmerzt mir auch der lange Steiß.

Auch mit den Rüsselmuskeln ich kämpfe,

darin empfinde ich stets Krämpfe.

 

So kann ich weiter vieles erzählen,

die Backenzähne schmerzhaft quälen.

Wenn der Weg hat einige Steine,

kann nur schwer heben ich, die Beine.

 

Karl, was soll ich machen bloß,

ich bin ein wankender Koloss.

Ich habe über mir gesehen, schon die Geier,

die kreischten etwas, wie – es gibt ´ne Feier.

 

Als Karl sage ich dem Elefanten-Kollege,

du gehst ja fast der Menschen Wege.

Die krauchen auch, sie haben Tücken,

sie bewegen sich auch viel auf Krücken.

 

Rollatoren sind ganz groß im Kommen,

sie haben Platz im Altenheim genommen.

Da ist ein ewiges Stöhnen zu hören,

ich weiß auch nicht, wie sich die vermehren.


-225- „wird ermahnt“

 

Der Elefant sagt, Karl merkst du ich versinke,

in meinem eigenen Schmerz ich ertrinke.

So grenzenlos frustriert ich bin,

für mich hat alles keinen Sinn.

 

Mir ist der Kampfgeist total entschwunden,

kann nicht durchhalten, nur zwei Runden.

Es fehlt mir, sage es mit böser Miene,

so sagt der Arzt, sehr wichtige Vitamine.

 

Mein inneres System ist ganz zerbrochen,

man meint, ich tue nicht richtig kochen.

So schlich sich bis zum jetzigen Exzess,

der Mangel ein, gepaart mit Stress.

 

Für mich bist du ein Jammerlappen,

du kannst doch selbst den Mangel kappen.

So stelle um, das was dir zuwider,

das macht stark, die müden Glieder.

 

Immer dachte ich bei mir, oh weih!

Der benimmt sich wie ein weiches Ei.

Der müsste mit sich viel härter sein,

der haut im Leben nicht so rein.

 

Drum sage ich dir, dein Karl als Berater,

hör auf zu jammern, wie ein Kater.

Gehe raus, zieh` die Gummistiefel an,

grabe den Garten um, sei wie ein Mann.


-226- „missglückter Sport“

 

Der Elefant sagt, Karl war doch sehr erstaunt,

ich machte einfach mal den turn around.

Doch das Ganze war sehr unerquicklich,

da ich mich verhielt, sehr ungeschicklich.

 

Ich habe beim turn around, es übertrieben,

die Rückenknochen blieben nicht liegen.

Sie waren, was so mancher kennt,

in ihrer Stellung dann verrenkt.

 

Mit Wirbelsäule hat es fast ein jeder,

der Elefant ist auch keine Feder.

Der Stoß, wenn nicht wird abgefedert,

hinterlässt den Probanden, wie gerädert.

 

Der Karl, der hatte gleich gesprochen,

bei deiner Statur, brichst du dir die Knochen.

Nun sagte er, sei bloß noch froh,

so krank kommst du doch in den Zoo.

 

Nun habe ich ein zweites Leiden,

den Zoo will ich doch unbedingt vermeiden.

Karl, du bist zwar mir `ne Nervensäge,

sei lieb, übernimm doch meine Pflege.


-227- „vergisst den Garten“

 

Der Elefant sagt, dem Karl ist es zu dumm,

weil ich hänge nur so herum.

Am Gartentor in meinem Garten,

sind die Tomaten, nur sichtbar in den Salaten.

 

Das Unkraut ist von mir zu tilgen,

an den Stängeln, sind nur noch die Milben.

Es ist das Tohuwabohu, was bei mir existiert,

das ist es, was ihn konsterniert.

 

Er sagt, ich will von dir erwarten,

einen schönen, top gepflegten Garten.

Als Elefant mit kräftigen Rüssel,

rupfst du das Unkraut in die Schüssel.

 

Stattdessen machst du den starken Mann,

und sagst, ein Flüchtling muss daran.

Der hätte viel mehr, die volle Ahnung,

und du willst von mir keine Ermahnung.

 

Ich, als Karl behalte klar im Sinn,

nächste Woche komm ich wieder hier hin.

Dann sehe ich, ob es von dir gemacht,

sonst klage ich es, der Nachbarschaft.


-228- „ist unvollkommen“

 

Der Elefant sagt, Karl du hast mir weggenommen,

dass ich dachte, ich bin vollkommen.

Seitdem sehe ich im anderen Licht,

so vollkommen, ohne Fehler bin ich nicht.

 

Das schmerzt und hemmt mich unwahrscheinlich,

so mancher Auftritt ist mir doch peinlich.

Wer mich von früher her noch kennt,

heut sagt der, der ist gehemmt.

 

Seit ich Fehler an mir erblicke,

nehme ich vom Kuchen, nur noch kleine Stücke.

Die Bescheidenheit hat mich ergriffen,

ich habe aufgehört, mit Kiffen.

 

Im Grunde hat mich Karl verbittert,

die Unvollkommenheit, mich sehr erschüttert.

Nun denke ich, I must be better,

nun brauche ich, wohl einen Retter.

 

1.Timotheus 4:10


-229- „nein, nicht, kein“

 

Der Elefant sagt, ich sage immer nein,

das heißt auch gleich, ich lass das sein.

Ich will nicht, es auch gar nicht hören,

nein, auch nicht darüber mich beschweren.

 

Ich mag nicht, nein und will nicht,

nein, ich mache auch kein fröhliches Gesicht.

Und mitspielen, wieder nein und no,

nein, das Ganze macht mich nicht froh.

 

Nein, das Wasser macht mir keinen Spaß,

es ist zu kalt, ich es nicht vergaß.

Ich sage nein, das Essen ist mir zu heiß,

da verbrennt der Mund, wie ich es weiß.

 

Das Pferd zu reiten, für mich ein Nein,

vielleicht bringt es mich nicht mehr Heim.

Das du es wirklich endlich akzeptierst,

ein nein, bleibt nein, hast du es nicht kapiert?

 

Meine konsequente Art ist nein,

ich sehe alles gar nicht ein.

Ich selber habe mit Nein Probleme,

weil mit Nein, ich mir viel Gutes nehme.


-230- „einen Engel bitte“

 

Der Elefant sagt, es ist vorbei mit dem Quengeln,

ich suche nur noch Halt, bei den Engeln.

Der Menschen Community  kann ich missen,

denn meistens haben sie mich beschissen.

 

Einen Engel brauche ich zum Überleben,

den richtigen Tipp, kann er mir geben.

Ich bin so eingeengt, nicht  smart,

ich brauche ein Leben freier Art.

 

Ein Engel ist sehr lang erfahren,

er kann mir unbekannte Dinge sagen.

Dann habe ich den erhabenen Rat,

für gutes Tun, dann freie Fahrt.

 

Ich brauche jeden Engel nicht,

auf einen bin ich doch erpicht.

Die Zuteilung für das meinige Geschick,

ist das, was mich erhebt, es mich erquickt.

 

Darum muss ich mit himmlischen Zetteln,

um einen Engel richtig betteln.

Hat er sich, für mich dann überwunden,

sind, hoffe ich, das schöne Stunden.

 

Psalm 34:7


-231- „doch Unikat“

 

Der Elefant sah im Spiegel sich als Riese,

darauf bekam er voll die Krise.

Er war von sich auch angewidert,

und er sagte, ich bin zu grob gegliedert.

 

Auch meine Ohren sind keine Artrappen,

tatsächlich sind sie große Lappen.

Auch die Nase wünsche ich mir feiner,

nicht so ausgeprägt, und wirklich kleiner.

 

Alles ist so grob und sehr massiv,

bin gleich erkennbar, auf dem Steckbrief.

Ist etwas mal schief gegangen,

bleibt es dann an mir, auch hangen.

 

Ich bin ja meistens hier der Boss,

doch leider ist die Nase ein Koloss.

Sie hat nach vorne gar kein Ende,

am Ende macht sie noch `ne Wende.

 

Bei der Erschaffung, nun ich sag,

man hat nach Kondition, mich nicht gefragt.

So mache ich mich selber smart,

ich glaube nun, ich bin ein Unikat.


-232- „Chinesen Augen“

 

Der Elefant sagt, Karl du machst mir Witze,

du sagst, deren Augen sind die Schlitze.

Was sind das für welche gewesen?

Ich sage dir, das sind Chinesen.

 

Der guckt doch wohl sehr eingeengt,

ob der mich wieder auch erkennt.

Ich sage dir, als dein Freund der Karl,

für Chinesen ist das sehr normal.

 

Karl es gibt keinen China- Elefant,

den man an Schlitzen gleich erkannt.

Eine Spezis dieser besonderen Art,

wäre mir die, wirklich äußerst apart.

 

Was wir hier so diskutieren,

wird uns, meine ich, sehr blamieren.

Hat doch jedes Körperteil, so seinen Grund,

wenn es funktioniert, ist es gesund.

 

Karl, Schlitze,  so auch als Augen,

scheinen doch etwas zu taugen.

Vielleicht sind die Chinesen, auch noch heller,

sie finden ihren Weg, oft schneller.


-233- „vollkommen nicht möglich !“

 

Der Elefant sagt, Karl mein Ziel ist vollkommen,

da sage ich dir, du hast dir viel vorgenommen.

Und auch, und das sage ich dir gleich,

das ist zu viel, es wird nie erreicht.

 

Es ist auch böse, wenn du mich fragst,

es ist der Weg, auf dem du stets versagst.

Du torkelst immer von Etappe zu Etappe,

und fängst dir ein, die weit`re Schlappe.

 

Dein ewiges Betrachten und neu Starten,

führt zu Frust, nach so manche Arten.

Wie ich dir gesagt, dass so ein Endziel,

ist nicht zu erreichen, es macht senil.

 

Du lebst in andauerndem Leiden,

was nicht sein muss, wärst du bescheiden.

Sind deine Ziele so hoch, über den Sternen,

wird das Jetzt und Heute sich entfernen.

 

Ich sage dir, wenn die Nuss macht nicht knack,

kennst du nicht ihren wahren Geschmack.

So gib es auf, dass du `mal vollkommen,

sonst ist das rechte Leben dir genommen.

 

Genieße das, das was du kannst, mit Wonne,

und gehe jetzt raus, `sieh in die Sonne.

Da siehst du, was da ist vollkommen,

auch Schatten, neben der hellen Sonne.


-234- „von Karl enttäuscht“

 

Der Elefant sagt, Karl, sage mir bitte sehr,

was war damals, wie lang ist es nun her.

Ich dachte, es war vor 2 Jahren,

als wir an den Ostseestrand gefahren.

 

Karl sagt, dass das nicht gilt,

damals waren wir auf Sylt.

Entschuldige, es ist bei mir ein Dreher,

das mit Portugal war wohl zeitlich näher.

 

Nein, damals, das war wirklich eine Not,

da starb dein Vater, der war tot.

Und das im Siebengebirge am Rhein,

da fällt der Zeitpunkt mir nicht ein.

 

Die Zahlen sind für mich sehr ungenau,

ich lieber in den Kalender schau.

Doch ich habe versäumt es einzutragen,

jetzt bleiben uns nur Fragen, über Fragen.

 

Ich muss mich mit jemandem verbünden,

der nicht macht, diese Erinnerungs-Sünden.

Karl traurig bin ich, du hast versprochen,

ich kann auf deine Erinnerung doch pochen.


-235- „hat Schuld“

 

Der Elefant sagt, mir ist das alles doch egal,

die Schuld bekomm ich doch jedes mal.

Ich habe nun nicht mehr die Geduld,

denn am Ende bin ich immer Schuld.

 

Kaum ist etwas schief gegangen,

wird es mir schnell angehangen.

Wird irgendetwas einmal zerbrochen,

heißt es, der Elefant mit seinen Knochen.

 

Ist etwas auf den Boden platt,

heißt es, der Elefant gemacht das hat.

Ist Ungemach irgendwo geschehen,

da heißt es, `mal nach dem Elefanten sehen.

 

Immer werde ich in die Verbindung gebracht,

das alles hat der Elefant gemacht.

Als die Toilette war zerstört,

heißt es gleich, ihn habe ich dort gehört.

 

Ich kann wohl machen, was ich will,

jetzt sage ich nur noch, April – April.

Mit Argumenten brauche ich nicht kommen,

die Begründung ist schon vorgenommen.

 

Jetzt hau ich drauf und schlage rein,

das muss für mich das Beste sein.

Keiner braucht mehr überlegen wer es war,

ich  bin nun generell für alles da.


-236- „Wahrheit möglich ?“

 

Der Elefant sagt, es ist für mich an der Zeit,

ich muss herausfinden, was ist Wahrheit.

Da sagt der Karl, ich wünsche dir viel Glück,

was du willst, ist ein hartes Stück.

 

Du sagst, es muss sein, ganz absolut,

darunter zu bleiben, das ist nicht gut.

Sie muss so strahlen, wie ein Brillant,

sie wird dann an dem Glanz erkannt.

 

Lieber Elefant, ich sage dir jetzt bloß,

pass auf, die Wahrheit ist doch riesengroß.

Es wird leider bei dir auch noch sein,

sie passt in deinen Kopf nicht ganz hinein.

 

Genau, wie ein Brillant so spiegelt,

ist die Wahrheit vielfach versiegelt.

Solch Licht soll glänzen und auch strahlen,

stets Neues, dir im Kopfe malen.

 

Das ist Dynamik, die uns strapaziert,

es sollte die Wahrheit sein, die wir kapiert.

Dann hätten wir einen Schlüssel erhalten,

mit dem wir die Welt dann umgestalten.

 

Dann könnten wir die Dunkelheit verlassen,

wir wanderten auf neuen Trassen.

Es wäre der erfüllte Menschheitstraum,

es wäre die Frucht vom Lebensbaum.

 

Johannes 3:17


-237-  „besteht auf  Erben“

 

Der Elefant sagt, wie ihr an mir nun seht,

es ist dass es mir nicht gut geht.

Ich hatte wirklich einen Traum,

es gehört mir bald der Affenbrotbaum.

 

Doch sie wollen mich nunmehr verderben,

man will mich gänzlich  enterben.

Um mir das Erbe zu verneinen,

behaupten sie, er gehört den Warzenschweinen.

 

Es wäre nachweislich auch so gewesen,

die hätten alle Früchte stets aufgelesen.

Darauf basiert so auch ihr Recht,

sie bekommen ihn, mit samt dem Specht.

 

Als ich dieses Ansinnen so spät erfuhr,

da stellte ich mich gänzlich stur.

Ich sehe es wirklich gar nicht ein,

dass der Erbe ist ein Schwein.

 

Ich übertreibe nicht, wenn ich nun sage,

ich reiche ein, bei Gericht die Klage.

Es ist mein Recht, so ich als Manne,

mein Recht, als Erbe in der Savanne.

 

Zurzeit werde ich nicht weiter gehen,

von Gewaltanwendung noch absehen.

Wenn das Schwein doch gibt nicht nach,

dann droht ihm größtes Ungemach.

 

Wenn ihr wollt, dass ich bin zufrieden,

dürft ihr das Recht nicht so verbiegen.

Ihr dürft nicht zerstören meinen Traum,

zu Recht gehört mir der Affenbrotbaum.


-238- „nein / ja - was?“

 

Der Elefant sagt, ich sage zu oft nein,

dann merke ich, das kann nicht sein.

Dabei bin ich stets wirklich aktuell,

doch oft mein nein, das war zu schnell.

 

Karl, wie komme ich aus diesem nein,

ich fürchte, es hilft da auch kein jaein.

Du musst dein nein klug umbenennen,

man sollte es, als anders nun erkennen.

 

Du sagst, dein nein ist negativ besetzt,

als negativ nein, wird es als ja ersetzt.

Ich sag dir nun, eine andere  Spracherkennung,

das negativ nein, ist die Ja-Benennung.

 

Karl, das ist von dir ein dreistes Stück,

das stimmt so nicht, wie in der Politik.

Was dort dem Volke heut erklärt,

ist heute so und morgen schon verkehrt.

 

So klar wird alles doch nicht benannt,

man sagt nur, es wurde falsch erkannt.

Das nein war doch nun wirklich ein ja,

weil das Negativ im nein, man übersah.


-239- „Geld, wohin?“

 

Der Elefant sagt, weiß nicht wie viel es war,

was ich da hatte noch in bar.

Bringe ich es gleich zur Bank,

oder verstecke ich es in dem Schrank.

 

Vielleicht doch besser noch im Garten,

es geht nicht, dort die Hühner scharrten.

Und besser ist vielleicht der Pool,

das finde ich persönlich äußerst cool.

 

Doch will ich dieses Geld gebrauchen,

dann müsste vorher ich erst tauchen.

Verstecke ich es in Oma`s Truhe,

nein, das gibt mir keine Ruhe.

 

Der Betrag ist doch nicht der Rede wert,

warum mich der Verlust so stört.

Ich weiß nicht, langsam ist es mir zu dumm,

ich laufe deswegen nicht mehr herum.

 

Ich habe auf das Holz geklopft,

oder haue ich das Geld auf den Kopf.

Ich kauf mir ganz gelassen,

wie Oma ein paar Sammeltassen.

 

Vielleicht die Zuckerdose aus dem Schrank,

die mach ich voll, und geh zur Bank.

Dort schließe ich sie im Schließfach ein,

doch Oma sagt dazu, bloß nein.

 

Sie sagt willst du es länger haben,

gib es doch weiter an die Schwaben.

Die können das, besser als so jede Bank,

die haben dafür, den richtigen Verstand.


-240- „der Disput“

 

Der Elefant sagt, Karl du redest immer nur dasselbe,

immer nur, es war damals, so an der Elbe.

Und was machst du dafür ein Theater,

und redest, damals wurdest du auch Vater.

 

Und immer auch das, was für ein Unfug,

das war DAS Ereignis, was sich in Hamburg zutrug.

Als wenn in deinem Hamburg an der Elbe,

es nicht tausendfach passiert dasselbe.

 

Du zeigst mir als Freund wenig Empathie,

so etwas verstehe von dir ich nie.

Ich als Karl, bin doch nicht jedermann,

an meinem Nachwuchs ist was dran.

 

Es war damals auch bei der großen Flut,

die Elbe zeigte ihr Gesicht und ihre Wut.

Das alles habe ich gesehen und ertragen,

als Elefant kannst du dazu nichts sagen.

 

Du kennst doch nur, das Gras das gelbe,

das ist für mich doch wirklich nicht dasselbe.

Drum nenne mir doch, etwas was nicht übel,

vergleiche das nicht mit deinem Termitenhügel.