Gedicht 261-280 - scholz-manfred.de

-261-   Elefant              „Politik, wie gut?“

-262-   Elefant              „künstliche Intelligenz“

-263-   Elefant              „alles bestimmen?“

-264-   Elefant              „Sterne und Straße“

-265-   Elefant              „Fairness lernen“

-266-   Elefant              „Hippos Leistung“

-267-   Elefant              „Frauen Orientierung?“

-268-   Elefant              „Elefanten-Rente?“

-269-   Elefant              „zu eng“

-270-   Elefant              „keine Change“

-271-   Elefant              „gute Worte“

-272-   Elefant              „wenig konzentriert“ 

-273-   Elefant              „zeige Vernunft“

-274-   Elefant              „Orientierungsproblem“

-275-   Elefant              „Nonchalance“

-276-   Elefant              „der Schauspieler“

-277-   Elefant              „ungleiche Verteilung“

-278-   Elefant              „Karl besinnt sich“

-279-   Elefant              „start up, möglich?“

-280-   Elefant              „Geldbeschaffung, wie?“


-261- „Politik, wie gut?“

 

Der Elefant sagt, das war wirklich unangenehm,

die Politik war für mich nicht schön.

Die kleinen Aufsteiger aus der Menge,

sie führten uns in unglaubliche Enge.

 

Kaum waren sie aufgestiegen,

versuchten sie, das Überfliegen.

Sie vergaßen die menschliche Herkunft,

und benahmen sich mit Unvernunft.

 

Sie konnten komplexe Dinge nicht richten,

sie fingen an, was wahr ist, zu erdichten.

Sie konnten alles andere nun nicht leiden,

sie vergaßen auch, zu sein bescheiden.

 

Das führte zu Programmen aller Orten,

zu  Kriegen, Verteilung und Importen.

Der Sessel, auf dem sie nun vereidigt,

wurde wie ihr Eigentum verteidigt.

 

Es ging immer nur um die Struktur,

ihr Einwand war, das kann ich doch nur.

In Begabung waren so beschränkt,

das Logo hieß, ihr mich nur kennt.

 

So war der Weg, der Regeneration versperrt,

das war eingefahren, so dass es keiner merkt.

Diese Leute sind nicht weg zu kriegen,

es ist nicht der Weg, zum Siegen.


-262- „künstliche Intelligenz“

 

Der Elefant sagt, es ist doch inkonsequent,

was man künstliche Intelligenz so nennt.

Der Robot hat sich schon beklagt,

es ist nicht schön, man ihn nicht mag.

 

Die Väter einst, Engelberger und Devol,

sagten, das gehört zum Menschen- Wohl.

Der Robot den wir so konzipiert,

mit Menschen sich einmal liiert.

 

Er kann auf seinen Menschenbahnen,

den Menschen vielfach auch nachahmen.

Der Elefant sagt, Robot ist sehr befangen,

der besteht nur aus Kolben und paar Stangen.

 

Die bewegt mit Hydraulik und Motoren,

ein Herz hat nichts bei ihm verloren.

So ist er kalt, braucht keinen Orden,

ist auch fähig, kaltblütig zu morden.

 

Die Intelligenz ist groß und künstlich,

so ist er zu gebrauchen, wie ein Günstling.

Auch für militärische Operation,

der Robot macht das alles, ohne Lohn.

 

Der Elefant fragt, ist Robot ein Genie,

oder einfach nur, ein dummes Vieh?

Gestehen muss ich, der kann allerhand,

doch lieber ist mir doch, ein Elefant.


-263- „alles bestimmen?

 

Der Elefant wollte alles selbst entscheiden,

ungeplantes konnte er nicht leiden.

Es sagte, es ist so, und ich kenn mich,

meinen Weg bestimme ich, 100%-ig.

 

Das war von ihm so sehr gewöhnt,

Unordnung, die war bei ihm verpönt.

Und weil er da so eingefahren,

blieb alles so, seit vielen Jahren.

 

Doch dann kam doch der Dreh`,

das Gewohnte war plötzlich passe.

Es gab auch einmal den sozialen Knall,

es war, der ungeplante Unfall.

 

Er hatte sich im Ton vertan,

er eckte bei dem Chef so gründlich an.

Es sagte, was ich doch so hasse,

bin nun ein Teil der großen Masse.

 

So ungeplant ganz ohne Ahnung,

geht alles vor sich, ohne Planung.

Er musste lernen, nicht alles ist machbar,

z.B. auch der Krach mit einem Nachbar.

 

Da scheint der Spruch wohl sehr gescheit,

wir alle unterliegen dem Spiel der Zeit.

Der Spruch wird wirklich jedem klar,

„ Zeit und unvorhergesehenes Geschehen“,

das ist wahr.

 

Prediger 9:11


-264- „Sterne und Straße“

 

Der Elefant sagt, das musste ich auch lernen,

das Aufblicken, hoch zu den Sternen.

Und auch, das gewisser maßen,

das acht zu haben, auf die Straßen.

 

Dafür habe ich sehr hart gerungen,

wollte nicht sein, wie all die Tumben.

So war ich gefordert von der Maxime,

die ich verfolgte, mit so ernster Miene.

 

Die höhere Inspiration ist nötig,

soll dir sein, das Schicksal gnädig.

Auch das Praktische, musst du erweisen,

willst du nicht nur, auf Wolken reisen.

 

Sind die Sterne und die Straße im Verbund,

hält dieses Gleichgewicht auch gesund.

Der Karl sagt, hätte man es doch gelehrt,

wäre das für alle von viel Wert.

 

Wie es auch ist, Karl wir machen weiter,

dieses zu pflegen ist für uns gescheiter.

Und besonders zu den hellen Sternen,

dort hoch zu blicken, machen wir so gerne.

 

So fällt von diesem Sternenlicht,

hier und da ein Strahl uns ins Gesicht.

Dann glänzen wir auch froh und schnell,

und unsere Augen werden weit und hell.


-265- „Fairness lernen“

 

Der Elefant sagt, Karl ich bedaure sehr,

oftmals verhalte ich mich nicht fair.

Da bin ich wirklich nicht gescheit,

und so kommt es oft zum Streit.

 

Da bin ich einfach nicht so ganz,

da verliere ich die Contenance.

Dann wird die ganze Sache mau,

dann hau ich drauf, wie eine Sau.

 

Dann ist Vernunft nicht von Dauer,

da schlagen die Wogen immer rauer.

Da wird der Ton auch immer höher,

da kommt Exzess immer näher.

 

Karl, diese Situation, so insgesamt,

habe ich untragbar erkannt.

Ich sehe in deiner ruhigen Vernunft,

auch für mich, so meine Zukunft.

 

Wie soll ich dauerhaft die Wogen glätten,

was ist, mit soll sein und was mit hätten.

Was sagst du mir, zum shiften down,

ich will nicht sein, ein solcher Clown.

 

Du Elefant, musst es einmal verstehen,

Probleme aus anderer Perspektive sehen.

Versuche auch andere mehr zu achten,

und alles objektiv doch zu betrachten.

 

Und mit dem Geist mehr zu verweilen,

und nicht vorschnell im Worte eilen.

Gelassenheit bekommt dir auch mehr,

dann gelingt dir was, das nennt man fair.


-266- „Hippos Leistung“

 

Der Elefant sagt, den Hippo kann ich nicht leiden.

Karl sagt, das seh ich, du tust ihn meiden.

Na klar, der hat gar keine Manieren,

wie der so da liegt, auf allen Vieren.

 

Wie er seinen Bauch rausstreckt, so stramm,

und er beschmiert ihn noch mit Schlamm.

Und wenn ich will im Tümpel trinken,

dreht er sich um und lässt es stinken.

 

Und mit den Augen kann er glotzen,

wenn ich ihn ansehe, könnte ich kotzen.

Der spielt sich auf in seiner Pfütze,

der ist doch keinen zu etwas nütze.

 

Karl, ich weiß nicht, wer den geschaffen,

da sind mir lieber noch die Affen.

Der Hippo mit der Rasenmäher-Schnauze,

erwähnt habe ich schon, seine Plauze.

 

Karl der Hippo ist mir eine Hürde,

ihn zu kennen, ist mir eine Bürde.

Ich möchte ihn tief untertauchen,

am besten ihn auch gleich ersaufen.

 

Als Karl sage ich, bezwinge doch den Groll,

der Hippo war auch mal sehr toll.

Der vertrieb die vielen Krokodile,

das waren die Flüchtlinge vom Nile.

 

Nun sei doch nicht gleich beleidigt,

der hat das Wasserloch verteidigt.

Ich weiß, dass ich dich damit sehr kränke,

doch es ist die einzig verbliebene Tränke.


-267- „Frauen-Orientierung?“

 

Der Elefant sagt, man hat mich gefragt,

ob ich Frauen wohl nicht mag.

Karl, bei denen habe ich nicht kapiert,

warum sind sie so ständig neu leiert.

 

Die Frontfrau, die Heidi, glaube Klum,

blättert man die Zeitschrift um,

hat sich nicht mal leiert,

die Männer wurden durch sortiert.

 

Die Gudrun letztens mit ha-ha,- hi-hi,

machte plötzlich auf Massai.

Sie hüpfte nur noch und sie stampfte,

und ständig am Maiskolben mampfte.

 

Sie wirkte übrigens ziemlich verknöchert,

Ohren und Nase waren stark zerlöchert.

Davor war sie ganz weiß gewesen,

da schwärmte sie, so weiß sind nur Chinesen.

 

Vergessen sollte ich die schwarzen Ohren,

das war ihr Look, noch von den Mohren.

Das mit Tattoos wurde ihr versaut,

der Graveur der sagte, es ist zu wenig Haut.

 

Man muss als Frau sich flink bewegen,

man kann im Typ sich nicht festlegen.

Die Sprüche muss man so rauskloppen,

mit Körper jedes Kunstwerk toppen.

 

Inzwischen Karl, was sehe ich ergiebig,

mit dieser Flexibilität wird jede Frau beliebig.

Das hat die Bindung so erschwert,

am Schluss ist selbst die Sexualität verkehrt.

 

Karl du und ich als Elefant,

wir haben uns nicht so verrannt.

Wir gehen unsere klare Bahn,

wir trotzen diesem Gender-Wahn.


-268- „Elefanten-Rente?“

 

Der Elefant sagt, Karl du bist so distinguiert,

aber letztens hast du dich blamiert.

Deine Worte sind sonst klar, so ausgewogen,

doch letztens hast du überzogen.

 

Ich sagte zu dir, Karl nun doch überleg`,

und erzähl nicht so einen Fake.

Du sagtest, dass es  so sein könnte,

das sicher ist, die Elefantenrente.

 

Du wusstest doch, so als Finanzjongleur,

das gibt die Pyramide gar nicht her.

Du weißt, dass zwei Junge für einen Alten,

mit ihrem Verdienst herhalten.

 

Das hast du doch alles nicht gesagt,

nur geschwafelt, von dem Generationsvertrag.

Und jetzt hast du den Fauxpas ausgesessen,

und verlangst, ich soll all das vergessen.

 

Als Elefant muss ich etwas doch machen,

das sind für mich zu ernste Sachen.

Ich mache hier wohl bald die Mücke,

sonst sitz ich in der Suppenküche.


-269- „zu eng“

 

Der Elefant sagt, Karl was ich nicht mag,

ist dein Faible für das Habitat.

Das Habitat erst für die Mäuse,

und jetzt noch für die Läuse.

 

Du hast es gefordert, nicht verwehrt,

jetzt haben die sich extrem vermehrt.

Wir können sie nicht mehr besiegen,

denn Läuse können auch noch fliegen.

 

Deine Pläne sind wirklich unausgegoren,

auf diesem Wege sind wir verloren.

Denn das ist alles ohne Gleichgewicht,

so funktioniert die Natur doch nicht.

 

Du kannst einfach mal dir das schenken,

und von dem Plakativen umdenken.

Du siehst, es ist doch schmal und eng,

wenn alles in die Großstadt drängt.

 

Da haben alle Bösewichte leichtes Spiel,

auch der Krankheitserreger gibt es viel.

Wäre alles vielmehr ausgewogen,

würden die Probleme nicht so toben.

 

Karl, du als moderner kluger Mensch,

lerne vom Elefanten der `was kennt.

Willst du verhindern viele Leiden,

musst du die Haufenbildung meiden.


-270- „keine Chance“

 

Der Elefant sagt, Karl ich sage es dir nur,

es stimmt etwas nicht mit der Figur.

Ich entspreche nicht der Norm,

ich bin zu dick und nicht konform.

 

Man sagte mir, sieh wie der Gepard,

so lang gestreckt, so schnell und smart.

Man sagte mir, ich bin wie eine Walz`,

ich habe auch so keinen Hals.

 

Ich bin in deren Augen nur ein Witz,

der Gepard bewegt sich wie ein Blitz.

Ich trottele, so sagt man dagegen,

wie ein Loser auf den Wegen.

 

Das ganze bei mir ist fatal,

und letztens war ich im Windkanal.

Da machte die Formel 1 die Sause,

man schickte mich so gleich nach Hause.

 

Karl, ist es nun wirklich jetzt so weit,

bin ich gefallen aus der Zeit.

Will man mich nicht mehr verwenden,

soll ich mein Leben nun beenden?

 

Ich sage dir offen, du bist ambivalent,

doch schade, dass man dich nicht kennt.

Alles was heute, braucht man nicht mehr,

es wird geprüft, auch monetär.

 

Es nützt nichts, wo Menschen sich vermehren,

sie um Elefanten sich nicht scheren.

Ich find, als Karl, das auch nicht gut,

ich las, man fand letztens ein Mamut.

 

Es war so konserviert im Eise,

es war die wirklich lange Reise.

Alles andere weiß ich nicht genauer,

und jetzt versinke ich in Trauer.

 

Prediger 3:19-22


-271- „Gute Worte“

 

Der Elefant sagt, beim Sprechen wird viel genuschelt,

oft merkt man, auch mal getuschelt.

Ein Fehler ist auch, so keine Pausen,

das führt oftmals zum Ohrensausen.

 

Karl sagt, nimm auseinander deine Zähne,

so ähnlich, schau, als wenn ich gähne.

Mache dein Wort, so zum Akkord,

und fahre nach der Pause fort.

 

Soll man dem Wort auch folgen,

heißt es, der Geist muss es vergolden.

Das Wort soll sein so keine Brache,

so pflege eine klare Sprache.

 

Nicht zu viel, mehr mit Überlegung,

führt beim Zuhörer zur Bewegung.

Mit Worten kannst du auch noch malen,

die Früchte auf den Silberschalen.

 

Wir beide sollten wirklich nicht ruhn`,

beim Sprechen gibt es viel zu tun.

Du erwirbst beim Anderen die Gunst,

das Sprechen ist die große Kunst.

 

Sprüche 25:11


-272- „wenig konzentriert“

 

Der Elefant sagt, ich muss um Entschuldigung bitten,

Karl, ich habe dich im Verkehr geschnitten.

Das kam, weil ich habe weggesehen,

auf den Weg sah ich diese Frau dort gehen.

 

Die hatte so wunderschöne Beine,

einen Hund führte sie an ihrer Leine.

Und ehe all das habe ich kapiert,

war mein Fahrstil wenig konzentriert.

 

Da habe ich die Spur verloren,

hab mich geschämt, bis über beide Ohren.

Obwohl ich weiß, du bist nicht kleinlich,

bei dir ist mir das äußerst peinlich.

 

So wie du das sagst, meine ich als Karl,

das war von dir doch ganz normal.

Schau aber nicht so oft nach Frauen,

sonst wirst du bald den Unfall bauen.

 

Arbeite am Charakter, an der Vernunft,

mach es, dann hast du eine Zukunft.


-273- „Zeige Vernunft“

 

Der Elefant sagt, es ist wirklich kein Scherz,

der Kopf muss mehr bewegen, wie das Herz.

Wirst du vom Herzen nur noch gelenkt,

ist die Sicht sehr eingeschränkt.

 

Oftmals heißt es nur,  ich möchte haben,

dann ist der wahre Grund sehr schnell begraben.

Danach kommt man oft zu Verstand,

leicht heißt es dann, ich bin verrannt.

 

Das mit dem Gefühl, muss auch wohl sein,

doch genau so wichtig, ist das Nein.

Denn ist das alles nicht so durchgecheckt,

dann ist das Ergebnis nicht perfekt.

 

Karl, vieles in meinem Leben,

ging so ungewollt daneben.

Mein Herz hat meistens verrückt gespielt,

ich habe auf Kurzfristigkeit geschielt.

 

Der Crash war nicht mehr umgangen,

jetzt pass ich auf und das mit Bangen.

Das Herz und Verstand sich nicht mehr meiden,

mit denen zusammen, will ich entscheiden.


-274- „Orientierungsproblem“

 

Der Elefant sagt, Karl  es ist stets dasselbe,

Hamburg liegt schon immer an der Elbe,

und anders könnte es auch nicht sein,

Köln liegt seit ewig schon am Rhein.

 

Weil mir das alles war zu nah`,

denke ich mehr an Sansibar.

But other oder all around,

noch besser ist der Milford Sound.

 

Ich geb es zu, das unumwunden,

ich will die Welt so halb umrunden.

In Neuseeland war ich schon da,

ich schaffte es bis Wanaka.

 

Die Schafe dort am End` der Erde,

sie gleichen denen  unserer Herde.

So auf dem Deich, auf der Elbe,

war es nicht anders, es war dasselbe.

 

Die Schafe in der Nähe von Mount Cook,

darauf nahm ich`nen richtigen Schluck.

Sie machen das Neuseeland reich,

ich scheue für uns den Vergleich.

 

Das mit der Elbe und dem Rhein,

den Vergleich mit Christchurch lass ich sein.

Bei dem vielen Weltumwandern,

bekomme ich schon vieles durcheinander.

 

Sonst müsste ich auch Kanada erwähnen,

dann vergaß ich noch die Dänen.

Im Augenblick bin ich ganz froh,

Karl, es lud mich ein, ein Eskimo.

 

Der sitzt ganz einsam so im Eis,

genau wo, da fehlt mir der Beweis.

Sein Ort steht für mich nicht fest,

du Elefant sagt er, nimm doch dein GPS.


-275- „Nonchalance“

 

Der Elefant sagt, Karl was ist die blöde,

dabei ist sie auch noch so spröde.

Die hat so alles aufgehäuft,

das was so als Dummheit läuft.

 

Jetzt hat sie auch die Inklusion erfasst,

man hat ihr das Abitur verpasst.

Das einzige, was ist für sie,

es ist das Etwas, wie Psychologie.

 

Da kann man sehr viel verstecken,

man kann in dem Beruf niemand erschrecken.

Die Ursachen werden immer schnell gefunden,

denn es gibt doch keinen, der Gesunden.

 

Das alles ist dort relativ, nicht so genau,

man trägt die Nonchalance zur Schau.

Und keiner hat es bisher gemerkt,

das Doofe wird hinfort gestärkt.

 

Karl, jetzt drifte ich weit ab im Stück,

meinst` Elefanten werden auch verrückt?

Leider muss ich sagen, ich ergänze,

du bist schon ziemlich an der Grenze.


-276- „Der Schauspieler“

 

Der Elefant sagt, es ist ja wie verhext,

immer vergesse ich den Text.

Ich will doch sein, so auf der Bühne,

ein groß bekannter Volkes Mime.

 

Da stand ich, wie vom Blitz getroffen,

sie alle dachten, der ist besoffen.

Dem Souffleur viel auch nichts ein,

verschwunden war der ganze Reim.

 

Peinlich war es, als beim Wort Liebe,

plötzlich Sand kam ins Getriebe.

Und mein Hänger das Ganze tötete,

und ich auch noch stark errötete.

 

Karl, du sagtest, ich soll bloß nicht patzen,

unsensibel fingst du an zu klatschen.

Das setzte allen noch die Krone auf,

das Publikum, das buhte darauf.

 

Die Bühnenschau darf sein, nicht so direkt,

ich muss sie ändern, auf Play Back.

Und darfst nicht mehr kommen, du Idiot,

sofort gilt für dich ein Bühnenverbot.


-277- „ungleiche Verteilung“

 

Der Elefant sagt, Karl ich finde alles so gespalten,

hier die Jungen, dort die Alten.

Hier die Reichen, dort die Armen,

hier der Genuss, und dort Erbarmen.

 

Es wird gesprochen von der Schere,

die das Ungleiche stark vermehre.

Die einen kommen gar nicht hoch,

die anderen, finden diese Leute doof.

 

Und obendrauf, so wie ein Überzug,

sind jene, die es erreicht, oft mit Betrug.

Sie halten dieses Ungewicht,

und versperren uns die Sicht.

 

Die Unterschicht ist so sehr verplant,

von keinen wird mal angemahnt,

die Verteilung zu überdenken,

sie auf Gerechtigkeit umlenken.

 

So muss man warten, ob sich was tut,

und fragt sich, wie lange geht das gut?

Der Elefant sagt, gibt es den Spalt,

verliert man irgendwann den Halt.

 

Dann ist das System bankrott,

dann rufen viele, wo ist Gott.

Der sagte vorher schon, gebt Acht,

es wurde einfach falsch gemacht.


-278- „Karl besinnt sich“

 

Der Elefant sagt, Karl das mit deinem Einerlei,

das geht mir so, am A.. vorbei.

Es gibt keinen Punkt, der ist stabil,

ich glaube schon, du bist senil.

 

Wir hatten für die Reise uns entschieden,

und trotzdem bist du hier geblieben.

Wir sagten, wir gehen nicht baden,

und jetzt bist du im Pool, bis zu den Waden.

 

Du sagst, genauer geht es nicht mit Planen,

und du könntest auch nicht ahnen,

dass alles ist für dich im Fluss,

du sagst, flexibel sein ist der Genuss.

 

Wir sind auch nicht so gut betucht,

dass du die Weltreise hast gebucht.

Das Sparschwein gibt das alles gar nicht her,

schon bis zur Ostsee fällt das Zahlen schwer.

 

Die Nonchalance macht mir zu schaffen,

dein „ das ist egal“, wer will das raffen.

Ich steige aus unserem Verbund nun aus,

ich bitte dich verlass das Haus.

 

Als Karl, ich glaube, es war ein starkes Stück,

und darum rudere ich nun zurück.

Du hast wirklich Recht, ich stelle fest,

ich gehe freiwillig nun zum Idiotentest.


-279- „start up, möglich?“

 

Der Elefant sagt, Karl du darfst mal raten,

ja klar, es gibt zu viele Bürokraten.

Es gibt zu viele Institutionen,

was Eigenes darf sich wohl nicht lohnen.

 

Die sind mir eigentlich ganz schnuppe,

doch ständig spucken sie mir in die Suppe.

Kaum habe ich eine gute Idee,

kommt von denen nur das „Nee, Nee.“

 

Ich hatte letztens ein start up,

dafür waren die Finanzen knapp.

Man sagte mir, das nicht zu wagen,

sonst gehen sie mir an den Kragen .

 

Mein Schloss sollte in den Wolken sein,

so eine Art, wie Kuckucksheim.

Mehr so ähnlich, das der Banken,

die das System bringen zum Wanken.

 

Ich fragte Karl, die dürfen das,

doch ich soll nicht, ein anderes Maß?

Mein Kuckucksheim ist nicht schlechter,

für alle sogar wohl noch gerechter.

 

Es gibt da vieles zu überlegen,

ist es etabliert, hat es den Segen.

Ich wollte es wissen, etwas genauer,

doch die Bürokratie ist eine Mauer.

 

Ich mache mir, nun doch den Start,

auf meine eigene Weise, wirklich smart.

Ich verkaufe nun Saharasand,

mein start up ist dort anerkannt.

 

Sie sagen mir, ich kann ihn `trauen,

doch wollen sie, Bürokratie aufbauen.

Mit dem Sand, das geht noch gerade,

doch so unkontrolliert, das ist zu schade.


-280- „Geldbeschaffung, wie?“

 

Der Elefant sagt, das ist mir nicht egal,

und das macht ihr nicht noch einmal.

Mein Geld, das so auf meiner Bank,

ist weg, das Konto ist vakant.

 

Es wird mir auch dazu erklärt,

das alles verliert doch seinen Wert.

Ich muss mir machen einen Plan,

wie komme ich an den Tresor heran.

 

Ich sagte Karl, ich mache Rififi,

er meint, den Tunnel schaffst du nie.

Du bist als Elefant nun leider doch,

bist viel zu dick, für so ein Loch.

 

Die Zeit des Grabens ist passee,

man arbeitet heute mit Idee.

Durch Erde, Wand und im Ganzen,

das ist nicht klug, man hat die Wanzen.

 

Willst du das Geld zurück dir holen,

ist heute der Cyberweg empfohlen.

Mit Fakes, besser mit den Hacken,

kommst du leicht in alle Ecken.

 

Drum lass das sein, mit Hände Kraft,

im Netz, ob dark, ob ehrenhaft,

hast du die Chance dich zu revanchieren,

musst als Einbrecher dich nicht blamieren.

 

Ich buche heute mit bitcoin,

du wirst es bei mir, auch nicht bereu`n.

Ich hole zurück dir den Betrag,

das ist sehr leicht und ist auch smart.

 

Das Geld ist bei dir dann gebucht,

egal, wer den Betrag dann sucht.

Das ist auch gar nicht so gefährlich,

der Geldfluss strömt doch unaufhörlich.