Gedicht 61 - 80 - scholz-manfred.de

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-061-   Elefant              „meckert und motzt“

-062-   Elefant              „löst Geldproblem“

-063-   Elefant              „verscheucht Gespenster“

-064-   Elefant              „vermittelt Wohlfühlen“

-065-   Elefant              „festigt seine Meinung“

-066-   Elefant              „wollte in den Orbit“

-067-   Elefant              „sucht sein Ich“

-068-   Elefant              „sucht seine Herkunft“

-069-   Elefant              „verhandelt mit der Zeit“

-070-   Elefant              „hat Endgedanken“

-071-   Elefant              „erduldet Fehler“

-072-   Elefant              „verwirf Rat“

-073-   Elefant              „Metaphysik für Karl“

-074-   Elefant              „befreit sich vom Talk“

-075-   Elefant              „will rationalisieren“

-076-   Elefant              „behält Bewährtes“

-077-   Elefant              „verwirrt unter Menschen“

-078-   Elefant              „ist nicht klug genug“

-079-   Elefant              „wird gerettet“

-080-   Elefant              „normal, warum?“


-61- „meckert und motzt“

 

Der Elefant ist sehr verbittert,

es war zu heiß, dann hat`s gewittert.

Das alles ging ihm auf den Geist,

so ist er kurz entschlossen schnell verreist.

 

Er kam so an, im Hochgebirge,

dort ging es weiter mit Gewürge.

Es krachte dort, zum neu Verdruss,

des Weiteren war hoch das Wasser in dem Fluss.

 

Dasselbe Bild, dem er entronnen,

wo kann ich mich mal richtig sonnen.

Ist`s grün, dann es des Wassers viel,

ist`s kahl, dann ist es heiß und schwül.

 

Am besten man gestaltet so sein Haus,

es klimatisch voll zufrieden aus.

Dann ist die Dusche für den Regen da,

die Bank für Sonne, als Solar.

 

Das eine muss der Elefant wohl haben,

die freie Welt um hinzufahren.

Solch Haus ist auch nicht zu verhehlen,

dann kann er nach gut Laune wählen.

 

Der Elefant schaffte es, das sich zu gönnen,

dennoch ruhig, konnte er nicht pennen.

Sein Charakter war, wie zum Kotzen,

der konnte Leben nicht, ohne zu motzen.


-62- „löst Geldproblem“

 

Der Elefant war sehr erschrocken,

er dachte, ich hab keine „Flocken“.

Das heißt, sein Geld war ganz perdu,

das mit dem Nachschub klappt doch nie.

 

Den Schwund, den er so verzeichnet,

war ein schnell geschehenes Ereignis.

Der Staat und auch die eigenen Interessen,

war`n schuld, das Geld, wie aufgefressen.

 

Wie der Jordan kommt zum Meer, das tot,

verkam der Geldfluss, ihm kam Not.

Sie alle, die ihm helfen sollten,

gehörten nicht zu denen, die das wollten.

 

So musste er sich selbst im Geist bewegen,

sein Regen, bedeutete alsbald Segen.

Was soll in meine Taschen wandern,

doch immer doch das Geld der Andern.

 

Ich lege auf einen Fond, gegen Probleme,

damit ich die Angst von ihnen nehme.

So werd ich reich und immer reicher,

die Anleger jedoch stets immer weicher.

 

Ich verkaufe Mut und Lebenskraft,

der Elefant sehr schlau, sie abgeschafft.

Die Lösung war allseits ganz einfach,

machst du`s nicht selbst, verlierst du zweifach.


-63- „verscheucht Gespenster“

 

Der Elefant sah aus dem Fenster,

dort sah er leider nur Gespenster.

Die werd ich los mit Ritalin,

so meuchele ich sie schnell dahin.

 

Doch so einfach war das keinesfalls,

sie blieben dicht an seinem Hals.

Das Medikament machte sie zwar kleiner,

doch wurden sie umso gemeiner.

 

Der Arzt verordnete darauf die Kur,

das half ihm etwas auf die Spur.

Der Weg aus dieser Geistertücken,

wäre ganz einfach, auch mal bücken.

 

Damit gemeint ist flottes Werken,

das soll oftmals die Kräfte stärken.

Die Gespenster mögen nicht dies Tun,

sie möchten lieber einfach ruh`n.

 

Das Fenster war so aufgestoßen,

Gespenster mögen gern die Doofen.

Wir wollen dies nicht immer sagen,

manchmal muss man den Grund erfragen.

 

War`s Langeweile oder Frust,

was könnt man machen sehr bewusst.

Nur Medikament muss nicht genügen,

vielleicht die Gespenster auch anlügen.

 

Man muss ihnen auch klar benennen,

Gespenster, bei mir könnt ihr nicht pennen.

Als Elefant bin ich kein Boden,

jetzt muss ich raus, den Urwald roden.


-64- „vermittelt Wohlfühlen“

 

Der Elefant, der wollte immer siegen,

manche sagen, den Hals nicht voll kriegen.

Hin und wieder war er platt,

denn es ergab sich, manch ein Patt.

 

Trotz des Bemühens, vieler Weise,

drehte er sich doch im Kreise.

Vorwärts ging es mit ihm kaum,

das Siegen wurde immer mehr zum Traum.

 

Dann fiel ihm ein, ich erfinde eine Plakette,

die so gerne ein jeder hätte.

Das verbürgt, du bist ganz vorne so im Rennen,

wofür, das werden wir erst später nennen.

 

Du bist in einer Community,

du fühlst dich groß und das wie nie.

Sie alle sind gefühlt die Ersten,

das Ego voll, voll bis zum Bersten.

 

Keine Versagensängste mehr zu eigen,

man konnte sie ja massenhaft nun zeigen.

Eine Plakette und das Siegel vom Verein,

die bescherten schönen Schein.

 

Gelöst ist das Problem, der Sieg,

ein Patt hat keiner mehr gekriegt.

Der Elefant erfand die Wege,

dass auf die Seele sanft sich lege,

du bist ein Großer und ein Sieger,

die Anderen nur mickrige Krieger.


-65- „festigt seine Meinung“

 

Der Elefant der übte den Spagat,

das ist zwar nichts für seine Art.

Doch er wollte keinesfalls sich festlegen,

das heißt im Ungewohnten sich bewegen.

 

Es ging darum, ich sag nicht ja, nicht nein,

ich will doch recht flexibel sein.

Mehr Opportunist, etwas gehemmt,

alles soll bleiben ambivalent.

 

Man bestaunte seinen Drahtseilakt,

und wusste nicht, ob das auch klappt.

Die Freunde hielten alle still,

man wusste ja nicht, was er will.

 

Ein Spagat verschlingt sehr viel Kraft,

am Schluss hat er es nicht geschafft.

Man fand den Zustand unerträglich,

ein solch Spagat für alle auch unsäglich.

 

Er wurde vom Spagat zerrieben,

Freunde sind ihm nicht geblieben.

Der Spagat ihm also doch misslang,

schließlich wurde er darauf krank.

 

Dann sahen alle, neues Handeln,

das ganze unterlag nun einem Wandel.

Er wollte nunmehr neu sich outen,

meine Meinung-FEST, sollt es jetzt lauten.


-66- „wollt in den Orbit“

 

Der Elefant hat sehr gezielt,

gebannt zum Himmel hoch geschielt.

Sein Wunsch war mal zu mieten,

einen dieser fliegenden Satelliten.

 

Er wollte mehrfach die Erd` umkreisen,

das sollte Weltläufigkeit beweisen.

Doch er vermutete einen Komplott,

weil man sagte, oben fliegt viel Schrott.

 

Man war nur mäßig ihm gewillt,

du kannst nicht fliegen ohne Schild.

Kaum kommst du dort, um rum zu kreisen,

bekommst an Kopf du Rest an Eisen.

 

Du darfst nicht denken, oben reine Welt,

lang hat es schon die NASA abgestellt.

Alles was dort oben driftet,

all das wird nicht mehr down geshiftet.

 

Dem Elefant war das nicht klar,

wieso hoch am Himmel schon Gefahr.

Er schimpft, ihr Menschen seid verrückt,

wenn ihr den Himmel so bestückt.

 

So sagte er, den Satellit ich nicht miete,

das kommt für mich nicht in die Tüte.

Jetzt bleib ich hier und miet`ne Bude,

fahr nicht weit, es genügt mir Buxtehude.


-67- „sucht sein ich“

 

Der Elefant, der überlegte sich,

was ist denn nun, mein wahres Ich.

Bin ich einfach, so im Schnitt,

oder mach ich einfach nur mit.

 

Bin ich ein Großer im Gefüge,

bin ich gut angepasst und lüge.

Bin ich auch `mal richtig wertvoll,

oder mieser Typ, weit unter Soll.

 

Wie werde ich wohl stets gesehen,

sollte ich mehr aufrecht gehen.

Gehör ich zu den Menschenzwergen,

liegt mir daran, viel zu verbergen.

 

Will ich mehr der Aufmerksamkeit haben,

oder sind für mich bescheid`ne Gaben.

Hau` ich drauf, wenn es muss sein,

oder tauch ich ab und bin sehr klein.

 

Mit wem will ich mich vergleichen,

mit dem Nachbarn oder Reichen.

Doch nicht mit den schlauen Politologen,

die schon die ganze Welt betrogen.

 

Denn so mancher, als Nichts-Nutz,

haut andauernd auf den Putz.

Also find` ich nichts zur Nachahmung,

wo ich was find, hab` keine Ahnung.

 

Alles unklar im Feld, das ich so prüfe,

besser wär es, wenn`s für mich liefe.

Ich denke als Elefant, ich bin doch apart,

ich glaub` ich bin mehr Konglomerat.

 

In mir so stecken mehr Details und Sorten,

so kann ich für mich nichts verorten.

So mache ich weiter meine Suche,

was Richtiges schlägt noch nicht zu Buche.

 

Mein wahres Ich ist noch vorborgen,

und es macht mir etwas Sorgen,

ich bessere nach meinen Charakter,

mein Problem, es wird vertrackter.


-68- „sucht seine Herkunft“

 

Der Elefant kombinierte im Kopfe sehr gekonnt,

nachzuforschen, wollt wissen, woher er kommt.

Der hörte, dass der Mensch ist nicht geschaffen,

der Herkunft nach, es gibt den Affen.

 

Und wo ist dann, das was mein Ding,

an dem mein ganzer Stammbaum hing.

Es macht mir doch sehr schwer zu schaffen,

denn vergleichbar habe ich doch keinen Affen.

 

Ich muss mich bescheiden, ich bin doch tiefer,

habe gehört, mein Verwandter ist Klippschiefer.

Dieser miese kleine Felsen-Nager,

ist, so sagt man, wie mein Schwager.

 

Des Weiteren, ist mir so in Gedanken nah,

wieso erkennen selbst auch Pflanzen die Gefahr.

Woher wussten sie, wir werden bald gefressen,

dann brauchen wir auch Dornen, um zu stechen.

 

Es muss doch passen, alles so wie geschmiert,

damit der Zusammenhang auch funktioniert.

Ein System, mit permanentem Gleichgewicht,

fällt etwas aus, funktioniert gesamt es nicht.

 

Man rümpft die Nase, und sagt mit Hohn,

die richtige Wissenschaft, ist Evolution.

Man vergisst, es ist nur eine leere Lehre,

da weiteres, als richtig zu beweisen wäre.

 

Es bleibt nur, als schützend sie deshalb zu begleiten,

man sagt deshalb, es geschah in unendlichen Zeiten.

Es ist doch alles damit nichts bewiesen,

so wie Darwin hat es gesagt, er hat es übertrieben.

 

Ich Elefant, muss für mein Sein zugeben,

was gelehrt von der Entwicklung, ist daneben.

Ich laufe, als Spezialausführung hier herum,

dass ich dem Zufall so entstand, das find ich dumm.


-69- „verhandelt mit der Zeit“

 

Der Elefant sagt, es geht mir durch den Kopf,

ich meine, bei der Zeit hänge ich am Tropf.

Sie tropft und tropft, mir ununterbrochen,

will die Zeit mir speichern, darauf will ich hoffen.

 

Wie mach ich das, will sie aufhalten,

will sie für mich dosieren und verwalten.

Brauch` ich mal mehr von ihr, so mein Ziel,

nehme ich von ihr, das was ich will.

 

Das ist wie Können eines göttlich` Wesen,

sie zu verlängern, heißt dann ewiges Leben.

Ich wäre frei, brauch um das Leben nie mehr laufen,

die Zeit würde ich für mich dosiert verbrauchen.

 

Was lang ist, mach ich dann plötzlich kurz,

ich nehme es, wie ein lebengebendes Gewürz.

Kann trödeln oder sagen, auch mal Halt,

die Zeit und Zeiten hab ich in der Gewalt.

 

Das wäre ein Gefühl, befreiend, unermesslich,

der Zeitenmacht, macht mich als unvergesslich.

Habe im Griff, so immer, das Hier und Heute,

Fehler von Gestern, ich dann nie bereute.

 

Doch was sage ich, die Zeit hab` ich gefangen,

nein, das ist über die Fähigkeit von mir gegangen.

Die macht aus mir, einen Elefant der spinnt,

die Zeit, ist mir nicht gut gesinnt.

 

Sie zu dosieren, will mich nicht aufregen,

es ist doch so, ich bin ihr hoffnungslos erlegen.

Im Zeitenlauf, bin ich geboren,

im Zeitenlauf , hab ich verloren.


-70- „hat Endgedanken“

 

Der Elefant, der wollte wissen, was ist Ende,

ist es ein Gefühl, oder nur Wende.

Ist ein Schluss, dass gedachte Ganze,

oder der Anfang einer neuen Chance.

 

Der Abschluss einer so vollbrachten Sache,

oder etwas, was ich neu mache.

Das Ende ist ein schrecklich Wort,

man endet oftmals durch den Mord.

 

Das Ende schieb ich hin und her,

es zu akzeptieren, ist so schwer.

Wird in der Liebe, meist nicht kapiert,

zum Schluss wird es doch akzeptiert.

 

Das Ende in dem Zeitverlauf gemessen,

heißt auch, dessen Anfang nicht vergessen.

Bin ich es selbst, der herbei es bringe,

oder bin ich Opfer dieser Dinge.

 

Das Ende kommt unaufhörlich wieder,

es schmerzt dem Alten dann die Glieder.

Dann denkt man nach, muss akzeptieren,

das Ende geht mir an die Nieren.

 

Das Ende, so als Zeit gemessen,

verschiebt die persönlichen Interessen.

Es bestenfalls, ist es nicht absolut,

als Elefant verleugne ich es, das tut gut.

 

Das Ende gleicht einer Monstranz,

man verweigert deren Gültigkeit, oft ganz.

Das Ende ist ein zäher Krieger,

das Ende kommt, ist stets der Sieger.


-71- „erduldet Fehler“

 

Der Elefant, er dachte, er sei vollkommen,

doch diese Vision hat man ihm genommen.

Was ihm dann am Ende noch verblieb,

du bist so löchrig, du bist ein Sieb.

 

Du hast der Fehler, deren tausendfach bewiesen,

manch deiner Fehler, gleichen Riesen.

Du bist unvollkommen, bist ein großer Sünder,

und das nicht nur du, auch deine Kinder.

 

Was soll ich machen, wie soll ich mich wehren,

Fehler gereichen mir zu keinen Ehren.

Bringe ich mich um, oder bin ich geschickt,

der Fehler ja, doch bin vor ihnen nicht geknickt.

 

Ganz steh ich dazu, auf diesem Felde,

von mir sie flüchten, nicht schon in Bälde.

Lebe ich damit, wie anders kann es sein,

mit Fehlern ja, ich sehe sie ein.

 

Muss weiter wursteln mit ihnen, sag` oh je,

doch Fehler bei den Andern ich auch seh`.

Das System gesamt hat Fehler, es ist fehlerhaft,

damit ist`s neutralisiert, gesamt doch abgeschafft.

 

Da Fehler da sind, im System, im Ganzen,

lässt es mich mit Fehlern auch mal tanzen.

Ich warte auf eine Welt, die fehlerfrei und neu,

dann Fehler, ich als Elefant, ich nicht bereu.


-72- „verwirft Rat“

 

Der Elefant, der suchte einen Rat,

er wollt ihn haben, vor der Tat.

Der sollte sein, auch sehr bedacht,

stringent, dass er so keinen Fehler macht.

 

Es gab da welche, die da viel berichtet,

auf deren Rat, hat er schnell verzichtet.

Die Anderen, mit Rat, schossen über das Ziel,

doch deren Substanz war nicht sehr viel.

 

Der Rat, der für die Aufgabe sehr wichtig,

der sollte erkennbar sein, auch richtig.

Sollte auf Weisheit und Erfahrung sichtlich gründen,

doch wo, sollt er so einen finden.

 

Es ist der Rat, von ganz ganz oben,

er ist fast mit göttlichen Gedanken verwoben.

So dachte er, bei meiniger Gemengelage,

doch am Besten ist es, wenn ich gar nicht frage.

 

Das ganze Fragen, nach dem Rat,

macht mich unsicher vor der Tat.

Ich hab Erfahrung viel vom Leben,

ich muss einen Tritt mir selber geben.

 

Ich entscheide, nun mit Wissen und mit Mut,

darauf vertraue ich, es wird schon gut.

Als Elefant, stehe ich dafür auch gerade,

ist es verkehrt, ich selbst mir schade.


-73- „Metaphysik für Karl“

 

Der Elefant, der wundert sich,

dass sein Freund Karl, das nicht begriff.

Er sagte, es ist doch zu verstehen,

wie der Einstein hat die Welt gesehen.

 

Es ist Geschwindigkeit, Quadrat gemessen,

gleich Masse, die der Energie-Interessen.

Auch gleichsam, dass der Raum gekrümmt,

das versteht doch jedes Kind.

 

Doch Karl der schaut, stets konsterniert,

all diese Gleichungen, er nicht kapiert.

Wie soll ich ihm all das erklären,

wie soll ich seine Hirnfunktion vermehren.

 

Das alles bringt selbst in der Savanne,

doch keinen Elefanten auf die Tanne.

Die sind doch heute alle schlau, nicht dumm,

sie alle laufen mit dem Smart- Phon rum.

 

Sie alle sind belehrt, die Energie ist da,

die Masse nicht beschleunigen, das heißt Gefahr.

Die Lichtgeschwindigkeit im Quadrat, ist Ehre,

soll es bald geben, ist die, der Elefantenlehre.

 

Seit dem, es wurde für Karl nun zum Begriff,

er sagte nur, das ist ja nur ein Kniff.

Ich nehme es auf, mit denen, die da,

und mach ein Studium in Tansania.


-74- „befreit sich vom Talk“

 

Der Elefant, er fand es wird geredet und geredet,

auch der Karl tat das, er sagte ihm, du bist verblödet.

Der Karl hatte das, von des Volkes Besten,

er war angesteckt, von den Talkshow-Gästen.

 

Die redeten und redeten, dazu gab es die Fragen,

die Antworten waren daneben, man hatte nichts zu sagen.

Da saßen Experten, Politiker, gut bezahlte Kommentatoren,

den Zuhörern, dem Volke, gellten die Ohren.

 

Besonders nahm das Ganze auf an Fahrt,

wenn es zur Wahl ging, dann man ging, so an den Start.

Man war, so bemüht, um jedermann und Volkes Wohl,

dann gab es Phrasen, ach so durchsichtig und hohl.

 

Es wurde wieder geredet über alles, von der Creme de la Creme,

es war schon widerlich, geschmacklos und nicht schön.

Die besten Redenschreiber, und die außerordentlichen Propheten,

sie wollten allen, die da reden, helfen aus den Nöten.

 

Denn es wurde doch so klar und offen auch erkennbar,

es gab so keinen bindenden gemeinsamen Nenner.

Der Karl, indes war auch so einer, der viel geklappert,

ihm war es nicht bewusst, den Unsinn, den er viel geplappert.

 

Das alles war nicht mehr, als normal zu ertragen,

die ganze Rederei führte dazu, dass alles war verfahren.

Es stürzte ab, sie als gesamte Kaste, mit Bravour,

dann erfasste Karl, der heilige Zorn, er tat den Schwur.

 

Die Worte, die mir bisher so waren, wie Gedichte,

die hab ich heut so sehr bereut, für immer ich sie vernichte.

Ich trenne mich, von denen und der Talkshow-Öden,

lass sie doch im Kreis der Ihren, für sich verblöden.


-75- „will rationalisieren“

 

Der Elefant, der kam vom Reisen,

er wollte anpacken nun, ein heißes Eisen.

Sein Ziel war, die Firma neu zu gestalten,

es sollte so nicht bleiben, bei dem Alten.

 

Als erstes ging es an den Kragen, der hieß Klaus,

den warf er äußerst brutal gleich raus.

Er fand, es sind sowieso viel zu viele,

wir sind nicht wettbewerbsfähig in diesem Stiele.

 

Die ganze Bürokratie gehört verschlankt,

von denen sind auch zu viele öfters krank.

Die Marge, die ich muss erreichen,

ein höherer Gewinn, ist zu verzeichnen.

 

Doch der Gesamtverbund, gab das nicht her,

das war zu rigoros, das Geschäft nun schwer.

Es dauerte also gar nicht mehr so lang,

da war der Rest, der Belegschaft auch noch krank.

 

Der Elefant fortan bei sich sinnierte,

er fand es unfair, dass man nicht kapierte,

die Prozente, die er sich sehr effektiv erdacht,

standen scheinbar nicht ganz in seiner Macht.

 

Es kam einer dieser kundigen Investoren,

der sagte ihm, dir fliegt ja alles um die Ohren.

Doch eines steht für das Geschäft jetzt fest,

ich gebe dir großzügig, etwas für den Rest.

 

Der Elefant, sagt so schnell, ich es nicht gedacht,

dass bei gutem Vorsatz, es so kracht.

Ich muss zufrieden sein, mir bleibt zum Schluss,

vielleicht mein Reihenhaus, oder der Schuss.


-76- „behält Bewährtes“

 

Der Elefant, hat einen Freund, die Mücke,

auf den hielt er enorme Stücke.

Die Mücke war von ärmlicher Gestalt,

im Kopf war der Geist doch sehr geballt.

 

Die Mücke hatte alles schon voraus gewusst,

die Perfektion des Denkens war, vollendeter Genuss.

Die Kombination, die des Elefanten Stärke,

mit Mückes Geist, vollbrachte große Werke.

 

Die Mücke war dem Elefanten doch zu schwach,

der hielt ihn an, du besserst nach.

Du gehst zum Trimmen, du musst starten,

sonst bleibst du immer bei den Schwachmaten.

 

Die Mücke dachte gar nicht daran,

dem Elefanten sagte er, und du oh Mann,

wie bekomme ich mit Fleiß fortab,

dein Gehirn, das Müde, besser auf den Trab.

 

Es ergab sich ein verbales Patt,

die weitere Diskussion war sehr platt.

Sie gaben sich zufrieden, wie sie waren,

und sind im System dann fort gefahren.

 

Da ist zum einen, Mücke, die da sollte,

der Elefant, der andere, der auch nicht wollte.

Beide dachten sie, wir haben uns gesamt bewährt,

wir ändern nichts, wir machen es dann nicht verkehrt.


-77- „verwirrt unter Menschen“

 

Der Elefant im Stadtgewirr,

der sagte, ich werde krank und irr.

Die alle laufen ungebremst, wie ohne Ziel,

oder verstehe ich nicht das große Spiel.

 

Als Elefant, so sein Gedanke und Gefühl,

störte dieses ständig wuselnde Gewühl.

An ihm sie prallten, wie im rhythmischen Takt,

Personen und manches Fahrzeug ab.

 

Man gab schnell aus, so manch Devisen,

schafft ihn hinfort, den grauen Riesen.

Der hat es gar nicht, wie wir so eilig,

dem scheint die Ruhe äußerst heilig.

 

Ich mach das alles nicht mit, in dieser Herde,

es ist nicht gut, dass ich wie Mensch so werde.

Schon Fänger, von dem Städte- Zoogehege,

sind eilig mit Fangwerkzeug, auf den Wege.

 

Das hat für alle doch wohl Konsequenzen,

„ich werde mit einem Endlauf heute glänzen.“

Und morgen steht dann, auf der Zeitungsblatt,

ein ruhiger Elefant, machte alles platt.


-78- „ist nicht klug genug“

 

Der Elefant war schlau, mit vielen Interessen,

trotz Klugheit, leider schon mal aufgesessen.

Es war die Werbung, der er ohne das er wollte,

er ihr im Öfteren Interesse zollte.

 

Die Intelligenz, die ihn oft schützte,

hin und wieder, auch nichts nützte.

Die war so tiefenpsychologisch verwoben,

wie Spinnenfäden, sie den Geist verschoben.

 

Die Werbung, die ihn gekonnt hoffierte,

war auf ihn angelegt, so dass er kokettierte.

Es war die Rede von geistiger Attraktivität,

für die und andere ist es nie zu spät.

 

Die Ausstrahlung, es galt für ihn, muss sein,

dafür bin ich bereit und zücke den Schein.

Als Elefant lebe ich im Bereich „ intellektuell“,

mich verführt so keiner, wirklich schnell.

 

Beim Geld, frage ich jetzt jedoch, wie leg ich es an,

vielleicht, besser nehme ich einen, der es kann.

Diesmal gebe ich es einem der Schlauen,

so zeige ich, dass ich kann ja auch vertrauen.

 

Dem Mann der Bank, den ich schon kenne,

der hat dafür eine richtige Antenne.

Der sprach so gekonnt, von den Fond-Einlagen,

dass ist so leicht, dazu muss man nur Ja sagen.

 

Der Elefant tat das, er es bald bereute,

er wurde arm, der Banken fette Beute.

So war das Schlaue weg, er selbst war leer,

die Intellektualität ist oft so temporär.


-79- „wird gerettet“

 

Der Elefant war in höchster Not,

viel Geld zur Rettung seiner Seele bot.

Er hat bisher es so nicht gewusst,

dass er den Bypass haben muss.

 

Der Blutfluss stoppte in der Herzenskammer,

seine Aktionen wurden klammer.

Es galt die Bahn der Zufuhr zu weiten,

das alles musste sein, so recht bei Zeiten.

 

Verspätet man das Herzensweiten,

ist eine Heilung schwer zu erreichen.

Das rote Blut fließt dann flott ab,

am Herz vorbei und du wirst schlapp.

 

Der Elefant, der merkte es hinlänglich,

er fühlte sich daher auch kränklich.

Nun kam die Ärzteschar etwas verwegen,

und sagte cool, wir werden einen Bypass legen.

 

Wie machen wir es mit der Anästhesie,

der hat ja keine Nase, darum wie?

Wir nehmen seinen Rüssel so als Schlauch

und haltern alles auf den Bauch.

 

Es wurde narkotisiert, das wie verrückt,

sein Bypass war ein langes Stück.

Der fachgerecht am Herz verbunden,

der Ausspruch kam, sehr schnell wirst du gesunden.

 

Nun war passiert, was man errungen,

die Ärzteschaft hat laut geklungen,

der Elefant ist wieder gut am Leben,

für Elefanten muss es den Bypass geben.


-80- „normal, warum?

 

Der Elefant, der wollte wissen, was ist normal,

doch die Antwort darauf, war sehr fatal.

Was sind die Worte normal und objektiv,

die Erklärungen, sind meistens schief.

 

Ein normaler Mensch, der tut das nicht,

der Normalität fehlt das Gesicht.

Bist du auffällig oder gar Autist,

da sagt man, das ist alles Mist.

 

Bist du klug im Kopf, so über allen,

da sagt man, es hat uns nicht gefallen.

Normal sein heißt, die Tendenz zur Null,

für andere ist das stets wonderful.

 

Normal, das heißt auch keine Ecken,

der Normale braucht sich nicht verstecken.

Der Normale hat das beste Potential,

der Normale garantiert die nächste Wahl.

 

Der Normale hält als Klasse Schritt,

der läuft im Alltag blindlings mit.

Will der Normale Elefant mal sein,

das ist nicht normal, er passt nicht rein.

 

So wirst du Elefanten nicht als Normalos orten,

für Normalos gibt es Tiere anderer Sorten.

Es ist der Schwarm, du siehst ihn jetzt,

für den Schwarm gibt es alsbald das Netz.

 

Der Elefant der dachte und fand es richtig,

im Normalsein liegt wohl dass man nichtig.

Den Platz brauche ich für mich ergiebig,

schrumpf ich auf normales, werde ich beliebig.