Gedicht 301-320 - scholz-manfred.de

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-301-   Elefant              „warum rennen?“

-302-   Elefant              „salzig

-303-   Elefant              „will helfen“

-304-   Elefant              „convenience food“

-305-   Elefant              „gute Gedanken, woher?“

-306-   Elefant              „Frieden auf Erden“

-307-   Elefant              „das Siegen, teilen“

-308-   Elefant              „staunt über die Fliegen“

-309-   Elefant              „kein Paradies?“

-310-   Elefant              „Selbstfindung“

-311-   Elefant              „Kopftraining“

-312-   Elefant              „Endzeitgefühl“

-313-   Elefant              „Veganer, wie gut?“

-314-   Elefant              „Sprachkultur, wie nun?“

-315-   Elefant              „Fledermäuse stören“

-316-   Elefant              „Der Mainstream“

-317-   Elefant              „Lebenszyklus“

-318-   Elefant              „Neue Welt nötig“

-319-   Elefant              „Licht und Schatten“

-320-   Elefant              „verlorener Kampf“


-301- „warum rennen?“

 

Der Elefant sagt, warum das Rennen,

Karl, kannst du mir etwas nennen?

Ja, ich glaube es geht ums Leben,

es ist zu kurz, so ist das eben.

 

Wird beim Rennen etwas gewonnen,

oder wäre es besser, etwas besonnen.

Ich glaube es ist so im drive,

der mainstream heißt, we are alife.

 

Wir müssen schnell und das sofort,

den Konsum, den am selben Ort.

Das kann man nur mit Rennen tuen,

da gibt es keine Zeit zum Ruhen.

 

Auch die Worte haben keinen Ton,

warum auch, äh du, hast du Smartphone.

Ist noch ein Gedanke im Gepäck,

er wird zerlegt, und auch gehackt.

 

Karl, sie alle müssen doch ahnen,

wir kreisen auf geschlossenen Bahnen.

Da ist wirklich etwas daran,

im Kreis fängt man, vorn wieder an.

 

Lieber Karl, lass diesen tumben Haufen,

doch immer weiter für sich laufen.

Wir sind da meistens doch weit hinten,

wir werden dann von Ferne winken.

 

Alles ein Haschen nach Wind - Prediger 4:6


-302- „salzig, ja!“

 

Der Elefant sagt, über Salz habe ich nachgedacht,

meist nimmt man wenig, doch es hat Macht.

Man merkt doch, das ist mir sehr klar,

das Salz ist Qualität, das immer da.

 

Bist du dem Salz sehr ähnlich, sag mir Karl,

dann bist du für mich phänomenal.

Dann bist du die besondere Kategorie,

und bist kein dummes Vieh.

 

Hast eine Meinung meist präzise,

und nicht mal so, und mal diese.

Hast vieles für dich selbst verstärkt,

wie Salz, das man tatsächlich merkt.

 

Ohne Salz, so alles nicht viel bringt,

dann alles in Beliebigkeit versinkt.

Ich habe doch erst jetzt gelesen,

Salz ist nötig, für das eigene Wesen.

 

Fehlt es, dann Alles zu nichts taugt,

dann Alles ist wie ausgelaugt.

Sei auch recht salzig, lieber Karl,

sei exzellent und fundamental.

 

Einmal aß ich ein salzloses Gericht,

es ging nicht weg, es schmeckte nicht.

Ich warf es weg im hohen Bogen,

ich fühlte mich doch sehr betrogen.


-303- „will helfen“

 

Der Elefant sagt, du machst den feinen Pinkel,

ja du Karl, hast oft den Dünkel.

Bis oftmals wirklich abgehoben,

und alle sollen dich nur loben.

 

Da liegt doch wirklich was im Argen,

wenn du denkst, „die unteren Chargen“.

Sie sind für dich, das in der Tat,

das sind die vom Präkariat.

 

Karl, so sollst du nicht denken,

zwar sind sie oft die Ungelenken,

doch wurde meistens festgestellt,

sie kamen arm auch auf die Welt.

 

So schrieb sich fest, was du nicht kennst,

das Leben auf der unteren Präsenz.

Für alle diese ist es auch Mist,

das Underclass, so erblich ist.

 

Lässt du das andere nicht merken,

dann gehört das zu deinen Stärken.

Wir machen einen Fond für die Reichen,

um das mehr auszugleichen.

 

Damit Karl, wird es gelingen,

ein besserer Blick, bei diesen Dingen.

Dann sind wir beide wieder im Lot,

und lindern etwas deren Not.


-304- „Convenience  Food“

 

Der Elefant sagt, mir sitzt es in den Knochen,

ich glaube, das kommt vom Kochen.

Ich war mit meinen Zutaten,

wirklich nicht sehr gut beraten.

 

Ich griff oft, so wie man es kennt,

wie man sagt, das ist convenience.

Die machen dabei was sie wollen,

und schöpfen kreativ, so aus dem Vollen.

 

So unmerklich wurde ich auch schwächer,

bei mir da häuften sich die Becher.

Ich rührte und riss auf die Tüten,

in mir die höchsten Essensträume blühten.

 

Doch letztens dachte ich, Elefant „he“,

es tat mir wirklich nun sehr weh.

Die Treppe wollt ich rauf, mal eben,

doch ich konnt `die Beine schwer nur heben.

 

Da war mir klar, woher das kam,

die Nahrung war einseitig arm.

Ich fand meine Nahrung nun wie Dreck,

sehr ungerecht, doch ich warf sie weg.

 

Jetzt koche ich frisch, mit Freund Karl,

plötzlich bewege ich wieder, mich ganz normal.

Auch Karl hat plötzlich rote Wangen,

es wird ein anderer Weg gegangen.

 

Was für die meisten ist bequem,

das kann man an der Figur oft seh`n.

Schon vor Jahren sah ich in Amerika,

dort sind die Dicken alle da.


-305- „gute Gedanken, woher?“

 

Der Elefant sagt, meine Gedanken mäandern,

was heißt das Karl dass sie wandern.

Ich finde einfach nicht das Ende,

stetig gibt es eine neue Wende.

 

Wenn ich dann nicht überleg`,

produziere ich auch ein Fake.

Habe ich das Richtige entdeckt,

wird es darauf gleich gehackt.

 

Wenn das alles ist sehr richtig,

sagt man mir, das war nicht wichtig.

Ich möchte alles mehr durchdringen,

möchte nach der Wahrheit ringen.

 

Wie gesagt, es wird mäandert,

weil ich merke, stets wird es geändert.

Langsam macht mich das sehr müde,

inzwischen ist das Meiste Lüge.

 

Der Gedankenkreis will nicht schließen,

er ist unendlich, will mich verdrießen.

Für mich ist alles so universal,

der Weg der Wahrheit, der ist schmal.

 

So bleibt mir kein so richtiger Ausweg,

vielleicht ist alles Denken eingehegt.

Und findet nur noch die richtige Nahrung,

in den Worten, wie der Offenbarung.

 

Johannes 17:17


-306- „Frieden auf Erden“

 

Der Elefant sagt, es dauert nur eineinhalb Stunden,

dann kann ich die Erde umrunden.

Und das Ganze mit dem Kniff,

ich schaue aus einem Raumschiff.

 

Dort eingepfercht mit dem Messgeräte,

war es möglich, dass ich erspähte,

die Erde die so klein und niedlich,

so zerbrechlich und so friedlich.

 

Ich konnte mir von hier, hoch oben,

nicht vorstellen, dort das große Toben.

Das Böse und sogar das Kriegen,

da unten, soll das alles liegen.

 

Und immer wieder flieg ich rum,

da unten das, ist mir zu dumm.

Denn wenn ich unten wieder bin,

dann ist der Friede für mich hin.

 

Wie kann ich das Bild nur wenden,

die Flugbahn, die hat keine Enden.

Soll ich denn, dauerhaft von oben,

nur rufen, die Schöpfung sollt ihr loben.

 

Wenn ich den Flug so um die Erde,

abbremse und zum Erdenbürger werde,

muss ich mir wirklich etwas überlegen,

über das Problem, gilt es zu reden.


-307- „das Siegen, teilen“

 

Der Elefant, der war ein Freak,

er spielte immer nur auf Sieg.

Doch der Karl, hatte die Struktur,

er lag gleichfalls auf dieser Tour.

 

Das hieß ein Zerwürfnis war sehr nah`,

was auch ohne Umschweife geschah.

Beide wollten das zwar unterdrücken,

doch so etwas, das hat Lücken.

 

Man klinkte oft das aus,

doch letztendlich wurde nichts daraus.

Es gab deshalb, das was kontrovers,

es ging nun laufend, um „zuerst“.

 

Das Ganze wurde wirklich peinlich,

man wurde schließlich sich auch einig.

Es wurde einfach das besprochen,

auf Sieg darf man nur abwechselnd pochen.

 

Da waren beide doch zufrieden,

wenn man darf, hin und wieder siegen.

Das ist in der Sache auch von Wert,

wenn jeder einmal siegt, ist`s nicht verkehrt.


-308- „staunt über die Fliege“

 

Der Elefant lag auf der Liege,

da sah er eine Fliege.

Beim Betrachten war er platt,

was für Fähigkeiten sie hat.

 

Sie konnte laufen und rennen,

kopfüber an der Decke hängen.

Sie konnte vom Wege abbiegen,

um einfach mal davon zu fliegen.

 

Sie konnte putzen die sechs Beine,

die Flügel machte sie auch reine.

Sie konnte mit Facettenaugen achten,

und so rundum die Welt betrachten.

 

Sie konnte so viel steuern, es ist enorm,

obwohl das Gehirn kleiner, als ein Korn.

Es dauerte nur kurz, wie gesagt,

danach habe ich mich gefragt:

 

Wo kommt das Können wirklich her,

das sag` mir Karl, doch bitte sehr.

Die Fliege macht mich sehr betroffen,

ich kann auf solche Fähigkeiten nur hoffen.


-309- „kein Paradies?“

 

Der Elefant sprach zum Karl vom Paradies,

und fragte, warum man das verließ.

Es ist so ein friedvolles Haus,

da geht man doch wohl nicht hinaus.

 

Das liegt nicht an der friedvollen Struktur,

es gibt da etwas, das heißt NUR.

Das NUR heißt, etwas nicht anzufassen,

es einfach auf sich selbst belassen.

 

Der Elefant sagt, was soll das heißen,

ganz einfach mal nicht anzubeißen.

Die Frucht, die man nicht sollte essen,

sonst ist der Garten zu vergessen.

 

Das wurde nun so zum Problem,

nicht das zu haben, was zu seh`n.

So war das Paradies verloren,

die Sünde war darauf geboren.

 

Man sollte sich doch überlegen,

ist Übertretung denn ein Segen?

Nein, das Paradies kann nicht sein,

hält man das Gesetz nicht ein.


-310- „Selbstfindung“

 

Der Elefant war unzufrieden,

er sagt, ich bin zu unentschieden.

Ich habe eine schwache Seite,

die führt mich fast oft in die Pleite.

 

Weil ich bin so unentschieden,

bleibt bei mir auch vieles liegen.

Wäre ich viel mehr stringent,

hätte ich nicht so viel verpennt.

 

Karl, du bist direkt und smart,

gib mir hierfür einmal den Rat.

Ich sage dir, die Masse ist kein Segen,

ein Elefant muss viel bewegen.

 

Die Gazelle ist da mehr hopp,

sie landet keinen solchen Flopp.

Ehe du hast so überlegt,

hat die sich schnell hinfort bewegt.

 

Ansonsten hat die Masse vielen Wert,

stets hast du den Vortritt, der dich ehrt.

Du bestimmst den Weg alleine,

machst damit andern schnelle Beine.

 

Warum sollst du selbst auch eilen,

du kannst genüsslich doch verweilen.

Du musst das Vergleichen hassen,

du bist die Ruhe, sei gelassen.

 

Du bist der Mittelpunkt des Ganzen,

lass die Anderen wild nur tanzen.

Die Zufriedenheit wird sich einstellen,

und die Hektik überlass den Schnellen.

 

Karl, ich kannte gar nicht das,

was als Elefant zu mir so passt.

Ich will nun nicht mehr meckern,

ich will nicht klotzen, es reicht mir kleckern.


-311- „Kopftraining“

 

Der Elefant sagt, Karl was sagtest du zuletzt,

ich sagte, du hast ein Neuronen-Netz.

Mir kommen Falten auf die Stirn,

ja genau, ich spreche vom Gehirn.

 

Am schlimmsten, so wurde mir genannt,

wenn du zulässt, dass es ist vakant.

Das Gehirn ist wirklich doch sehr toll,

so ist es, es wird niemals voll.

 

Im Gegenteil, je mehr du es benutzt,

je mehr wird von ihm weggeputzt.

Und gleichzeitig wird auch erreicht,

das Lernen wird für dich sehr leicht.

 

Es funktioniert nicht nach Computerwesen,

bei den die Speicherplätze  ausgelesen.

Das gesamte Netzwerk, in deinem Kopf,

ist gefüllt, gleich einem großen Topf.

 

So wie Speicher und Prozessor es machen,

so laufen nicht die Neuronen-Sachen.

Die sind nicht technisch so getrennt,

wie man es beim Computer kennt.

 

Du kannst mit deinem schlauen Kopf,

alles abrufen, wie auf Knopf.

So solltest du dich nicht entfernen,

von einen dauerhaften Lernen.


-312- „Endzeitgefühl“

 

Der Elefant fragt, was ist denn schlecht?

Karl sagt, die Welt ist ungerecht.

Ich meine, es fehlt die Balance,

und viele haben keine Change.

 

Viele Menschen deshalb rumliegen,

gleichfalls sterben sie, wie Fliegen.

Sag mir, woran das alles liegt,

eines weiß ich, Schuld ist auch der Krieg.

 

Auch das Verhalten großer Massen,

ist mit Verstand, doch nicht zu fassen.

Auch die Gruppe der Millionäre,

führt zu einer großen Schere.

 

Das Wuseln auf unseren Planeten,

bringt hervor, die Wetterpropheten.

Die sagen, was schon jeder weiß,

das Klima ist schon jetzt zu heiß.

 

Man vernimmt das große Brummen,

und die Menschenköpfe summen.

„Wir alle zusammen wirklich wissen,

die Lage von uns, ist beschissen.“

 

So reden sie dauernd einher,

ich ändere mich erst, wenn DER.

Warum soll ich der Erste sein,

das fällt mir nicht im Traume ein.

 

So wird das alles heiß und heißer,

Karl sagt nur noch, ist Scheibenkleister.

Ich weiß ihr habt das nicht gewollt,

doch leider werdet ihr nun überrollt.

 

Offenbarung 16:16


-313- „Veganer, wie gut?“

 

Der Elefant sagt, ich habe es nicht gemocht,

dass man mir eine Suppe kocht.

Der Karl sagt mir, du als Veganer,

ich sehe deine Hüften werden lahmer.

 

Es fehlt was in dem gefressenen Stroh,

deswegen hast du auch keinen Po.

Und die Mengen die du frisst,

das ist doch auch wirklich Mist.

 

Und die viele Zeit geht drauf,

die Mengen und der dicke Bauch.

Ich will dir sagen, und das ist heiß,

der Löwe steht, auf Kost mit Eiweiß.

 

Der haut sich einmal tüchtig voll,

damit erledigt er sein Soll.

Danach schläft er 18 Stunden am Tage,

ein Veganeressen ist für ihn die Plage.

 

Als Elefant sag ich dir Karl, nun,

für mich ist es nichts mit langem Ruh`n.

Mein Rüssel muss einfach pendeln,

ich muss auch laufend, das Gras händeln.

 

Wer räumt denn die Savanne auf,

Karl, lass doch alles seinen Lauf.

Du kannst doch selbst nicht nur rumliegen,

he, warum verjagst du jetzt die Fliegen!


-314- „Sprachkultur, wie nun?“

 

Der Elefant sagt, du fällst ganz aus der Zeit,

Karl, mit Latein kommst du nicht weit.

Du kannst dein „ora et labora“ vergessen,

heute denkt man mehr an gutes Essen.

 

Heute ist das Arbeiten und Beten,

nicht so wichtig und von Nöten.

Vielleicht sagt man noch zur Arbeit „ja“,

doch Beten ist, was einst `mal war.

 

Das nolens volens ist wie Schaum,

darauf kann heute keiner bau`n.

Es ist dein stets so kluges Getue,

das mir nimmt, die innere Ruhe.

Die Worte gleichen denen, der Therapeuten,

auch sie sind unverständlich bei den Leuten.

 

Karl, vergessen wir was da war,

mache Latein bei mir ganz rar.

Was nun für uns beide jetzt gilt,

vorbei „Latein“ es wird gechillt.

 

Auch so ein Wort, der anderen Sprache,

stopp!, die deutsche Sprache, ist eine Brache.

Bisher grätschte man mit Latein hinein,

heute muss es der Amerikaner sein.

 

Karl, wir beide sind doch intelligent,

nicht nur das, auch eloquent.

Lass uns sprachlich hangeln, wie es geht,

doch Karl, für dein Latein, ist es zu spät.


-315- „Fledermäuse stören“

 

Der Elefant sah aus dem Fenster,

und er meinte, da sind Gespenster.

Die huschen so im Dunkeln hin,

mir schwindet dabei, fast der Sinn.

 

Sie sind im Fliegen so begabt,

sie fliegen selbst um einen Draht.

Vögel können es nicht sein,

die brauchen dazu Sonnenschein.

 

Federn habe ich nicht geseh`n,

im Grunde sind sie wohl nicht schön.

Und das habe ich erkannt,

sie haben Häute aufgespannt.

 

Ich will sie fangen, mit einer Reuse,

es sind für mich nur Fledermäuse,

doch die fühlen sich nicht bedroht,

sie haben es im Griff, mit Echolot.

 

Drum lass ich sie jetzt in Ruh`,

ich ziehe einfach den Vorhang zu.

Lass sie da draußen nur rumwuseln,

sie sind Gespenster, es ist zum Gruseln.


-316- „Der Mainstream“

 

Der Elefant sagt, Karl ich sehe ein Kornfeld,

da sind die Halme alle gleich gestellt.

Der Wind bringt sie alle so zum Biegen,

sie alle sich gleichmäßig  wiegen.

 

Warum, sagst du das,  Elefant,

Karl, daraus habe ich erkannt,

was Mainstream heißt im Ganzen,

es heißt, das gemeinsame Tanzen.

 

Da war ein Halm in diesem Feld,

der hatte sich dort quer gestellt.

Das gefiel nicht Wind und den Massen,

sie meinten, den kriegen wir zu fassen.

 

Hat er nicht verstanden, wie es geht,

wie der Mainstream jeden festlegt.

Der Halm, der da war, so provokant,

der wurde einfach umbenannt.

 

Er wurde als Unkraut degradiert,

es sollte sein, dass er es spürt.

Man sagte, der muss ausgerissen,

wir alle wollen von ihm nichts wissen.

 

Da war das Kornfeld wieder unversehrt,

der renitente Halm, nun nicht mehr stört.

Gleiches war mit Kornblumen, so eilig,

das Kornfeld war nun Unikat, langweilig.

 

Die Bienen fanden auch, nichts ist zu finden,

sie flogen fort, mit den vier Winden.

Die Menschen, die den Mainstream erfunden,

die sagten, all das Schöne ist verschwunden.


-317- „Lebenszyklus“

 

Der Elefant sagt, es läuft nicht rund,

Karl, draußen wird es mir zu bunt.

Der Apfelbaum, ich glaube, dass er droht,

warum wird er nun plötzlich rot.

 

Im Weiteren wird er auch welk,

zum Teil färbt der sich auch noch gelb.

Ich erinnere mich an sein Blühn`,

da war der Baum doch wirklich grün.

 

Karl, was ich denke, ist das verboten,

gehört der Baum bald zu den Toten?

Oder will er jetzt nur beweisen,

„ich gehöre zu dem alten Eisen“.

 

Ich als Karl, denke, was da geschieht,

ist in der Natur nur so ein Glied.

Das Laub erlebt nun sein Verderben,

und ist der Verlauf, für neues Werden.

 

Das gilt mein Elefant, nicht nur da,

auch du lebst in der gleichen Gefahr.

Ja, das ist wirklich der Hammer,

du welkst nur etwas langsamer.

 

Hör auf,- ich will das nicht hören,

das sind für mich, gar keine Lehren.

Ich nehme jetzt aus der Farbenpracht,

für`s Jetzt, und Heute, sehr viel Kraft.

 

Farben gehören doch zum Leben,

die uns allen Abwechslung geben.

Es gibt auch Farben, woran zu sehen,

dass Lebenskraft, ist am Vergehen.


-318- „Neue Welt, nötig“

 

Der Elefant sagt, Karl hast du einen Gedanken,

ich sehe, es ist die Welt am Wanken.

Es fehlt die Einigkeit, es ist nicht gerecht,

deshalb fühlen sich die Menschen schlecht.

 

Der Egoismus derer, die da mächtig,

gedeiht so auf der Welt ganz prächtig.

Das erzeugt das Heer derer, die verlieren,

und die auf dem freien Feld kampieren.

 

Dabei sind es viele derer, die ohne Ehren,

die sich dennoch sehr stark vermehren.

Das gibt zum allgemeinen Verdruss,

Kontinente mit Bevölkerungs-Überschuss.

 

Da fehlt die Nahrung, fehlt das Brot,

das führt oftmals dann zum Tod.

Das Wasser ist ein weiteres Problem,

es ist das Vorratsende abzuseh`n.

 

Ich könnt aufzählen, das weiter lieber Karl,

ich sagte schon, das ist doch nicht normal.

Ich sehe das, und sage, Mannomann,

es ist der Mensch, der das nicht kann.

 

So las ich zum Glück in einem Buch,

es steht noch aus, der Groß-Versuch.

Nötig ist darum, dass möglich werde,

„es gibt neue Himmel und eine neue Erde.“

 

2. Petrus 3:13


-319- „Licht und Schatten“

 

Der Elefant sagt, mein Bild sah ich in der Sonne,

darauf warf ich es in die Tonne.

Es war so traurig und ich meinte,

es ist so dunkel, als ob es weinte.

 

Der Karl der sagte, das tut man nicht,

und so kam er mit seinem Gedicht.

„Licht und Schatten muss es geben,

soll das Bild vollendet sein.

Wechseln müssen doch im Leben,

Dunkelheit und Sonnenschein“.

 

Karl, du hast mich hellhörig gemacht,

an diese Vollständigkeit habe ich nicht gedacht.

Wo ist die Tonne, ich hole das Bild zurück,

so schlecht war doch nicht, dieses Stück.

 

Karl, ich helle dieses Bild jetzt auf,

mach` etwas von der Sonne drauf.

Dann habe ich Licht und Schatten satt,

das gibt doch ein hervorragend Blatt.

 

Elefant, jetzt hast du es verstanden,

das alles muss, soll sein vorhanden.

Drum mache demnächst nichts so eilig,

das Ausgewogene sei dir heilig.

 

Zu Zweit waren wir doch sehr klug,

die Vernunft kam jetzt so Zug um Zug.

Das Bild, das hängen wir jetzt hin,

das Licht, der Schatten, alles ist nun drin.


-320- „verlorener Kampf“

 

Der Elefant saß auf den hohen Tower,

und war dabei ganz auf der Lauer.

Er wollte früh entdecken fremde Heere,

doch er merkte, es war eine Chimäre.

 

Der Feinde, den er in Ferne wollte sehen,

war schon unter ihm am Stehen.

Der Feind war bereits still infiltriert,

der hatte die Asymmetrie schnell kapiert.

 

Da brach sein Tower plötzlich weg,

der erfüllte gar nicht seinen Zweck.

Der Elefant dachte an Freund Karl,

der sagte ihm, schmal ist dein Potential.

 

Heute kämpft keiner mit offenem Visier,

bitte lasse diese Vorstellung hinter dir.

Der Feind ist heute gleich im Netz,

es ist das Digitale, das verletzt.

 

Der Karl sagt zu mir „werde wach“,

da hilft kein Jammern, weh und ach.

Du siehst heut niemals etwas vom Tower,

wie gesagt, der Feind ist heute schlauer.

 

Er stürzt dich und das ist der Pfiff,

er stürzt dich mit heimtückischem Griff.

Da liegt ein Elefant mit seiner Stärke,

er ging taktisch falsch zu Werke.