Gedicht 21 - 40 - scholz-manfred.de

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-021-   Elefant              „als smarter Tänzer“

-022-   Elefant              „versucht Haarpracht“

-023-   Elefant              „bessert seien Stimmung“

-024-   Elefant              „verzichtet auf Designer-Mode“

-025-   Elefant              „mogelt sich zum Meister“

-026-   Elefant              „bekämpft die Sucht“

-027-   Elefant              „zu viel Bauchgefühl“

-028-   Elefant              „gewinnt gegen Jugendwahn“

-029-   Elefant              „versagt in der Praxis“

-030-   Elefant              „er würgt Franz“

-031-   Elefant              „hat gezügelten Fleiß“

-032-   Elefant              „ist destruktiv“

-033-   Elefant              „es ist Frühling“

-034-   Elefant              „steht zur Figur“

-035-   Elefant              „kann nicht nein sagen“

-036-   Elefant              „sucht Kontakt“

-037-   Elefant              „nimmt sein Schicksal in die Hand“

-038-   Elefant              „aufsteigen mit Politik“

-039-   Elefant              „überwindet Hemmungen“

-040-   Elefant              „schafft Ausgleich“


-21- „als smarter Tänzer“

 

Der Elefant im großen Ganzen,

liebte es auch `mal zu tanzen.

Was er einmal so wollte gerne,

einen tollen Tanz in der Taverne.

 

So ging er hin in das Milieu,

damit er nette Damen seh.

Er findet dort nur Italiener,

in Tavernen sind sie seit jeher.

 

Er selbst ist rund und etwas Propper,

Italiens Männer, schlank und immer locker.

So kam es, dass ein jeder gaffte,

es schien so, dass er dorthin nicht passte.

 

Sein erster Tanz war ein Foxtrott,

den entwickelte er zu einem Hotspot.

Die Italiener waren baff und staunten,

so dass sie das Wort „Sexprotz“ raunten.

 

So räumte der Elefant im Trapp,

die Damenwelt Italiens ab.

Sie bekamen alle nun im Sinn,

wir Italiener sind zu dünn.

 

Die Folge war, ein dicker Hals,

sie aßen fortan Brot mit Schmalz.

Das wirkte schnell, die Hüften schwer,

sie glichen Elefanten mehr und mehr.

 

Drum sei nicht traurig, wenn du dick,

ein Elefant zu sein, ja- das ist schick.


-22- „versucht Haarpracht“

 

Der Elefant, zu Tieren im Vergleich,

bin so an Haaren gar nicht reich.

Beim Löwen beispielsweise mit der Mähne,

ist`s anders, als wenn ich mal gähne.

 

Ich weiß jedoch, dass Haare,

gehandelt werden, so wie Ware.

So kann man sie verschieden kaufen,

es ist stets lustig sie zu raufen.

 

So mach ich mir einen Ersatz,

für ein Toupet hab ich viel Platz.

Nehm` ich ein Ganzes oder Stücke,

ich glaub, es steht mir die Perücke.

 

Die setz ich auf meinen Kopf, recht gerade,

zum Glänzen nehm` ich noch Pomade.

So stapf ich los, sehr schön geziert,

ich find, den Löwen hab ich gut kopiert.

 

Die Störche hatten sehr schlecht verstanden,

und fingen an auf mir zu landen.

Sie suchten Nester, die war`n  knapp,

und setzten sich zur Brut herab.

 

Als Elefant fand ich das nicht gut,

zu unverschämt, die Vogelbrut.

Ich fand nicht gut diese Symbiose,

ich glaube, sowas geht in die Hose.

 

Ich meine, Haare hat man oder nicht,

Haare müssen passen zum Gesicht.

Ein Elefant soll daher bleiben- pur,

sonst stört er das Bild der Natur.

 

Die Haare, die dem Löwen stehen,

können auf Elefanten nur schlecht wehen.

Drum lerne ich, und begreife mit Verstand,

ich bleib das Original, der Elefant.

 

Ein Löwe ist von der geschaffenen Natur,

ganz anders ausgestattet mit der Figur.

Lass sein, den andern wie er ist,

eine Kopie zu werden, ergibt nur Mist.

 

Ich sage nun, das Elefantenlos ist zu erfüllen,

sonst könnt ich auch, wie Löwen brüllen.


-23- „bessert seine Stimmung“

 

Der Elefant ein Trauerkloß,

sich selbst fand er doch riesig groß.

Doch weil es keiner anerkannte,

mied er mit Abstand, selbst Verwandte.

 

Er sann viel nach, auch in der Nacht,

wie er es anders besser macht.

Es fiel ihm ein, ich muss mich zeigen,

auf`ner Bühne will ich geigen.

 

Weil er dafür ein wenig lasch,

zu grob gegliedert, wählt er den Bass.

Die Töne kamen nur in Moll,

es fragte jeder, was das soll.

 

Die Trauer streckte ihn vollens nieder,

und das versteifte seine Glieder.

Er war der Trauer nicht entronnen,

darauf hat er sich neu besonnen.

 

Er schwenkte um von Bass auf Flöte,

dazu hatte er die richt`ge Tröte.

Mit seinem Rüssel kühn geschwungen,

war ihm außerordentliches gelungen.

 

Schon war ihm des Volkes Stimme hold,

groß die Anerkennung, ihn gezollt.

Daraus entstand die echte Harmonie,

der Elefant war nun das Blasgenie.

 

So lerne, von des Elefanten Wandlung,

bei Trauer muss erfolgen Handlung.

Bist du also ein Trauerkloß,

das Instrument zu wechseln, macht dich groß.


-24- „verzichtet auf Designer-Mode“

 

Der Elefant, das war sein Los,

er fühlte sich sehr groß und bloß.

So ohne Kleidung, ohne Dress,

erzeugte es ihm, vielen inneren Stress.

 

Er sah oft Damen gut gekleidet,

und schöne Männer, er beneidet.

Doch welchen Schneider und Designer,

wird sich erbarmen, sich und seiner.

 

Die Schnitte die man für ihn hatte,

glichen mehr so einer Matte.

Nicht elegant, nicht sehr apart,

so mehr nach einer Elefantenart.

 

Inzwischen war der Stretch erfunden,

damit sagt er, gelingen meine Runden.

Ich drücke weg, wo`s mir verhasst,

es wird schon werden, dass es passt.

 

Sein Vorbild war der große Gerry,

wenn ich das schaffe, bin ich very.

Doch wie er sich auch mühte,

er fand nicht zur Designer-Blüte.

 

Er hatte einfach zu viel sitzen,

die Haut, das Fleisch, zu viele Ritzen.

Alles um ihm herum recht lose,

doch er wollte straffe Hose.

 

Die Eleganz war nicht erreicht,

nichts war da, dass Schönheit gleicht.

Er musste schnell und ganz vergessen,

das Schöne, - er fing wieder an zu essen.

 

Ein Elefant hat andre Werte,

das Innere ist`s, das ihn sehr ehrte.

Er fand zu sich und seiner Würde,

warf lässig ab die Schönheitsbürde.

 

Er ging ganz stolz und hatte Halt,

er fand das andere durchgeknallt.

Nun ist vorbei sein Schönheitsstress,

hat`s nicht nötig, dass man ihn dressed.

 

Er ist so schön mit einfach grau,

von außen grau und innen schlau.

So schätze nicht nur Schönheit und Figur,

es sind alles Beigaben der Natur.

 

Und schlimmer, wenn im Dress versteckt,

das es den falschen Eindruck weckt.

Der Elefant hat`s schnell gelernt,

mit dem Verstand sich dem entfernt.


-25- „mogelt sich zum Künstler“

 

Der Elefant der liebte Kleister,

auf dem Gebiet war er ein Meister.

Er klebte, strich und tapezierte,

man freute sich, auch wenn er renovierte.

 

Doch die Arbeit auf solch einen Niveau,

die ist sehr mühsam, macht nicht froh.

Mit Fußball Geld verdienen, so wie Reuß

das kann ich nicht, ich mach`s wie Beuys.

 

Der schmierte Fett in einen Hut,

seinem Anseh´n ´tat´s sehr gut.

Das Geld fiel wie vom Himmel nieder,

muss dafür nicht bewegen, eigne Glieder.

 

So wurd der Elefant mit profanem Kleister,

ein elitärer , kunstbestaunter Meister.

Bei Vernissage mit Filz und anderen Schrott,

stand er ganz oben und galt topp.

 

Es ist nicht wichtig was man kann,

es ist nur wichtig, kommt man ran.

Der Elefant danach, so war`s gewesen,

hat erreicht die Klasse „ auserlesen“.

 

Der Unterschied vom Meister- Kleister,

ist nur der Unterschied, sei einfach dreister.


-26- „bekämpft die Sucht“

 

Der Elefant ein alter Junge,

der hatte es sehr auf der Lunge.

 

Er war nicht mehr recht zu gebrauchen,

man erklärte ihm, das kommt vom Rauchen.

 

Das Husten, Reuspern  und Geschnüffel,

es war sehr laut, durch seinen Rüssel.

 

Und wenn der Qualm ihm hüllte ein,

der Rüssel schien ein Schornstein sein.

 

Er glich dann mehr´ner  alten Lok,

er ging nun langsam so am Stock.

 

Dem abzuhelfen war von Nöten,

sonst geht das ganze Leben flöten.

 

So nahm er sich das sehr zu Herzen,

der Verzicht auf´n  Rauchen, macht viel Schmerzen.

 

Von heut auf morgen stellt er`s ein,

von nun an galt es clean zu sein.

 

All die es sahn, mit Bravour,

sie sagten, wie schaffst du es nur.

 

Er ging ins Bodybuilding  Erstsemester,

und ruckzuck wurde er dort Bester.

 

Ganz stolz ließ er es dabei krachen,

die Übung locker, konnt er machen.

 

Bei der Olympiade, wie gewohnt,

sah man, dass sich Nichtrauchen lohnt.

 

Er stand auf der dort höchsten Stufen,

und hörte seinen Namen rufen.

 

Du hast`s geschafft, du tolles Vieh,

hast dich befreit der Rauchercommunity.

 

Drum lernen wir, was zu erreichen,

es gilt den Süchten auszuweichen.

 

Dein Freud´ danach ist besseres Sein,

Tod den Verführern, sie gehen ein.


-27- „zu viel Bauchgefühl“

 

Der Elefant ein armer Tropf,

er hatte gar nicht viel im Kopf.

 

Sein so simpler Gedanken-Stil,

beruhte auf dem Bauchgefühl.

 

Einmal, da sollte er so ernst entscheiden,

will ich bei Frau Olli bleiben.

 

Er fragte sich, will ich mich stärker binden,

vielleicht sogar nur Wohnraum finden.

 

Er selbst so ahnte er, dass diese Frau, die Olli,

die macht mit mir sehr schnell den Molli.

 

Doch von dem Bauchgefühl bewegt,

da sagte er sich, ich glaub das geht.

 

Doch wenn Verstand fehlt, einem Manne,

gibt`s prompt eine Beziehungspanne.

 

Olli war ihm, wie der Dorn im Fleische,

oft bekam er`s dann auch mit der Peitsche.

 

So war das Leben ihm verhasst,

er schaute schon zum nächsten Ast.

 

Wie es ausging, überliefert ist vom Philosoph,

nachdenklich sagt der, der doof.

 

Elefanten hört hier meine Sicht,

nur Bachgefühl, hat kein Gewicht.


-28- „gewinnt gegen Jugendwahn“

 

Dem Elefant sagte man - Halt!

Du bist zur Arbeit nun zu alt.

 

Es sind zu steif, so deine Finger,

wir brauchen einen, der ist jünger.

 

So einen der ganz und gar sehr biegsam,

so einen der zu uns passt, schmiegsam.

 

So ließ der Elefant den Rüssel hängen,

und murmelte was, von Wirtschaftszwängen.

 

Für die Chefs war alles klar,

doch der Junge macht sich rar.

 

Sein frisch und vorwärts geh´n mit Lust,

war ganz schön schmal auf seiner Brust.

 

Die Arbeit fing nun an zu warten,

der Junge trainierte viel im Garten.

 

Natürlich war das hoch aktuell,

man arbeitet nicht, macht BWL.

 

So kamen alle in die Frust,

so jedem verging schnell die Lust.

 

Der Elefant fand alles dumm,

er saß allein im Haus herum.

 

Der Junge als die Zukunftsperspektive,

sah in der Arbeit nur ´ne Nische.

 

Die Chefs mit ihrer blauen Sicht,

und lieferten den Kunden nicht.

 

Man kam zurück, zum guten Brauch,

ein alter Elefant tut`s auch.

 

Verlässlich ist das, was der getan,

es war sehr falsch, der Jugendwahn.


-29- „versagt in der Praxis“

 

Der Elefant ´ne Plaudertüte,

war im Handwerk eine Niete.

 

Alles was er nun mal tat,

war gestützt auf Mundformat.

 

Die direkte Art zu Werken,

war nicht eine seiner Stärken.

 

Doch diese Art der Mundakrobatie,

macht ihn bei Frauen zum Genie.

 

Sein Wortschwall, der ihm stets gelang,

brachte ihm, der Damen Dank.

 

Bei Männern war er kaum gelitten,

oft fuhr´n sie mit ihm, wie sagt man, „Schlitten“.

 

Doch Frauenpower, so im Rücken,

lebte er mit groß- Entzücken.

 

Die Männer mussten ziemlich rackern,

der Elefant war nur am plappern.

 

Er setzte auch noch einen drauf,

er machte den Politik-Verlauf.

 

Das alles brachte viel Erfolg,

so schien sein Leben, wie aus Gold.

 

Doch sein Körper nicht trainiert, nicht gestählt,

nur Mundwerk, da hat Kraft gefehlt.

 

Er fiel mit offenen Mund zusammen,

Ansehen und die Lebenskraft verrannen.

 

Wir lernen daraus, so richtige Männer,

sind nun mal Materienkenner.

 

Die quatschen nicht nur um zu blenden,

sie halten´s  Leben in den Händen.


-30- „er würgt Franz“

 

Der Elefant es ist verbürgt,

hat seinen Freund den Franz gewürgt.

 

Er nahm den Rüssel, wie ein Strick,

und legte ihn um das Genick.

 

Der Franz ging sofort zu dem Gericht,

er sagte, das ist zu viel, das tut man nicht.

 

Dem Gericht war es sehr peinlich,

es sagte Franz, du bist zu kleinlich.

 

Der Elefant hat`s anders es erklärt,

bei Elefanten ist das Würgen sehr viel wert.

 

Man hat nun mal den Rüssel im Gebrauch,

es ist nur Spiel, da tut`s man auch.

 

Wer kleinlich ist, so wie der Franz,

soll geh`n bei Elefanten auf Distanz.

 

Mit Rüsseln kann man gut auskommen,

vergiss nicht, Apfelstücke werden gern genommen.


-31- „hat gezügelten Fleiß“

 

Der Elefant, der sagte, ja ich weiß,

ich strotze nicht so sehr von Fleiß.

Ich denke all die Arbeit und das Bücken,

führt nur zum verbogenen Rücken.

 

Fast jeder, den ich kenn hier, in diesem Kreis,

ist schon geschädigt, wie ein Greis.

Das kommt davon, muss alles haben,

dazu kann ich leicht, ein NEIN nur sagen.

 

Belaste meinen Körper, gleich der Waagen,

so das auch die Ruhe kommt zum Tragen.

Erst letztlich hat Freund Karl in Hast,

sein Gleichgewicht doch arg verpasst.

 

Er sagte von sich, ich bin super fleißig,

den Rekord der Werkstatt, ja den reiß ich.

Für diese Arbeit ist ein Kran gedacht,

ich mach das schneller, mit der Kraft.

 

Das war doch dumm, ja zu ehrgeizig,

und auf die Schnelle, ja da zeigt sich,

es war der Fleiß, der falsch gemacht,

Karls Wirbelsäule hat gekracht.

 

Der Elefant, der sagte für sich wieder,

beacht die Zugkraft deiner Glieder.

Ich mach so weiter, weil ich weiß,

gezügelt werden, muss der Fleiß.


-32- „ist destruktiv“

 

Der Elefant, der liebte Böller,

er schoss sie ab, auch sehr viel schneller.

Doch oh weh, die Pleite war,

er schoss zu schnell, vor‘m Neuen-Jahr.

 

Das sorgte dann zu groß  Verdruss,

der Polizei- Eingriff wurd´ so zum muss.

Die alten Leute, sonst ohne Taten,

sich derart Lärm sogleich verbaten.

 

Manch altes Haus, brach fast zusammen,

ward lodernd oft in hellen Flammen.

Das war so nicht nach Volkes Sinne,

stoppt den Elefant`, er halte inne.

 

Darauf der Elefant, überdachte seinen Plan,

ich halte ein, mit Böller-Wahn.

So geh ich lieber zu Soldaten,

die mir das Böllern nicht verbaten.

 

Er musste dort so gar nicht warten,

man wollte krachend mit ihm starten.

Nicht nur noch zu dem Tag Sylvester,

er knallte täglich laut, war Bester.

 

Der Elefant fortan erzeugt viel Schutt,

sein Auftrag war, die Welt, macht sie kaputt.

So wurde zur Manie der Böllertruppe,

die heile Welt, sie ist uns schnuppe.


-33- „es ist Frühling“

 

Der Elefant sah in den Garten,

er sah dort, heut den Frühling starten.

Ein Apfelbaum, schön wie ein Strauß,

mit Blüten, er sieht himmlisch aus.

 

Für mich, der Baum, ein Leckerbissen,

als Elefant bin ich ganz hingerissen.

So alles, was Botanik im Geschmack,

da frag ich – da zu essen- oder sag ich`s ab.

 

Solch Schönheit, draußen da im Garten,

so verführerisch, und noch warten?

Ich eile raus zum kurz Prozess,

wieso auch warten; für mich Stress!

 

Doch anderseits denk ich; es ist ja Frühling,

nur essen sollt` nicht sein, mein einzig Ding.

Daher so setz` ich mich unter diese Knospen,

ich lass mich so den Appetit was kosten.

 

Ein Elefant muss die Schönheit pflegen,

irgendwann bringt Warten, dann auch Segen.

Ich weiß, sollt` bis in den Herbst noch warten,

das ist die Zeit, zum Fressen starten.

 

Heut nur ein Baum, ja toller Blütenstrauß,

im Herbst, als Apfelbaum, sieht lecker dann er aus!

Dann ist die Zeit für mich zum Fressen.

Entschuldigt! Meine Art zu essen.

 

So lebt der Baum mit der Gefahr,

die Frage ist: sind Elefanten dafür da?


-34- "steht zur Figur"

 

Der Elefant trank immer ex,

das führt zur Figur konvex.

Es ärgerte ihn das, zum einen,

zum anderen das, dass mit den Beinen.

 

Die obere Hälfte, groß ausgestattet,

gewölbt, ergibt nach unten Schatten.

Die Beine kraftvoll, eine Gnade,

was ihm missfiel, es fehlt die Wade.

 

Damit gleiche ich dem flotten Springer,

dem Frosch, der hat auch nicht die Dinger,

auch nicht versehen mit den Waden,

geht er recht staksig so zum Baden.

 

Waden muss man haben, die zu eigen,

dann kann man sich auch besser zeigen.

Was nützt mir Kraft und sanft Gemüt,

wenn man so gar nicht schön aussieht.

 

Der Elefant so sagt, es nützt kein Bangen,

als Elefant bist du gefangen,

in einem Körper grob geschnitzt,

der die Grazilität so nicht besitzt.

 

Drum, also weiter Bier, bloß nicht heulen,

mit dicken Beinen meine Säulen,

das ganze Hin und Her, es bleibt,

des Elefanten schöner Leib.


-35- "kann nicht nein sagen"

 

Der Elefant fand es beschissen,

weil man ihn bat, sich zu verpissen.

All diese Worte sind gefährlich,

die mag ich nicht, da bin ich ehrlich.

 

Ich bin aus gut gebildetem Milieu,

die schlechte Sprache ist mir passé.

Werd solche Menschen gar nicht leiden,

die werd ich selbstverständlich meiden.

 

Nun lern ich kennen die Marleen,

wie ist sie doch hinreißend schön.

Doch ihre Sprache, sei's empfunden,

ist ein Jargon, ganz ungebunden.

 

Als Elefant bin ich doch elitär,

was will ich, Schönheit oder mehr.

Die schöne Frau, die ordinär so spricht,

ich glaub, das vertrag ich doch nicht.

 

Was mach ich mit den schlechten Worten,

soll ich sie bei mir so verorten.

Mich trennen von der schön Marleen,

ich bin so weit, es muss wohl geh´n.

 

Ich will für mich sie therapieren,

ich weiß, den Part werd ich verlieren.

Drum werd ich meinen Brüdern sagen,

ihr müsst wie ich, nun viel ertragen.


-36- „sucht Kontakt“

 

Der Elefant hatte gesagt, er sei nicht in,

ihm fehle was, so was, `ne Freund-in.

Ob ich ihm helfen kann auf dem Gebiet,

damit die Lage besser für ihn aussieht.

 

Ich sagte, lieber Elefant, du willst bestimmt,

so denke ich, eine, die sich auch benimmt.

Auch eine, die da schreibt adrett,

vielleicht ist sie auch sonst sehr nett.

 

Genau das meine ich, ist richtig,

die Auswahl ist mir sehr, sehr wichtig.

Sie muss so meinem Bild entsprechen,

den Durchschnitt kannst du gleich vergessen.

 

Nun erlaube mir, du Elefant,

da ist etwas, was mir zur Hand.

Den Weg wirst du auch nicht bereuen,

ist zwar sehr weit, doch nicht zu scheuen.

 

Da ist im Norden eine Frau,

die liebt dich als Elefant - ich weiß´s genau,

der stell ich vor, jetzt dich zu erklären,

das sich die Bindung soll vermehren.

 

Ich frag für dich, die Frau in Quickborn,

und hoffe, ich erzeuge keinen Shitstorm.

Sie heißt mit Namen voller Stolz,

ich glaub, es ist so richtig, Heike Scholz.


-37- „nimmt sein Schicksal in die Hand“

 

Der Elefant hat sehr geweint,

denn man hatte ihn geleimt.

Er wollte aufsteigen aus Hartz IV,

man sagte nein, doch nicht als Tier.

 

Dabei, hatte er sich tierisch angestrengt,

beim Praktikum sich gar verrenkt.

Machte auch den kleinen Master,

und nun das unvorhergesehene Desaster.

 

Da ergriff ihn mit Kraft die Wut,

und sagte, das was ihr mir antut,

ist nicht sachlich und nicht fair,

jetzt werd ich kriminell, DAS bitte sehr!

 

Kein Fortschritt, so meiner Person,

wo ist der mir versprochene Lohn.

Ich zwinge mich ins Büro der Arbeit,

da sind die Stempel schon bereit.

 

Ich stemple mir den Ausweis heute,

geh damit als Koch unter die Leute.

Und erfind so manche Kreation,

liegt mir zu Füßen, welch ein Lohn.

 

Er dachte sich, wer immer hofft,

wird schnell enttäuscht, so geht es oft.

Mach dir doch selber ein Zertifikat,

auch  so kriminell, nach Elefanten-Art.


-38- „aufsteigen mit Politik“

 

Der Elefant war unverfroren,

er hat genossen was da stark vergoren.

Die Gedanken kamen ihm sehr quer,

doch trank er davon immer mehr.

 

Es kam der Punkt, von dem man spricht,

es ist genug, mehr geht nun nicht.

Denk an die Tage, darauf in Folge,

gleichzeitig auch an Frau Isolde.

 

Die muss dich dann doch wieder trimmen,

für´s  kultivierte Leben neu gewinnen.

Zur Arbeit gehen und auch die Kinder,

die Nachbarschaft sollt es nicht mindern.

 

Drum zeige Haltung, sei ein Mann,

bei dir ist sonst doch alles dran.

Geh in den Club der starken Männer,

und verkomme nicht zum Penner.

 

Den Elefant wurd´s nun bewusst,

er muss nun machen einen Kursus.

Zum Aufstieg in die höheren Kreise,

denn wer säuft, ist meistens weise.

 

Das Ende wurde sehr erfreulich,

denn man hörte es erst neulich,

mit all sein Tun, war Isolde sehr zufrieden,

in der Politik ist er hoch aufgestiegen.

 

Von unten her, dann hochzusteigen,

ist im Allgemeinen kaum zu zeigen.

Man muss den kurzen Weg besteigen,

dem Politikbetrieb ist das zu eigen.


-39- „überwindet Hemmungen“

 

Der Elefant, der hatte sich verschluckt,

darauf hat er sehr stark gespuckt.

Er wollte sagen, was sehr wicht´ges,

doch es kam von ihm nichts richt´ges.

 

Da war ihm beides schnell entwichen,

die Puste und der Geist gestrichen.

Nun ging`s darum zu überlegen,

wie kann er alles neu bewegen.

 

Denn so alles war verhakt,

hat sich beim Physiater dann beklagt,

es muss doch wieder laufen rund,

denn ein Elefant gehört gesund.

 

Der Physiater riet ihm, kein Problem,

nimm´s leicht, dann wird es besser geh``

Red´ nicht so verschlungen und so klug,

denn von Scheißern gibt´s genug.

 

Der Elefant übte das sofort,

das meistens an dem stillen Ort.

Hält Reden frei und frisch erfunden,

so konnte er sehr schnell gesunden.

 

Die freie Rede dann zu allen,

die hat dann jedermann gefallen.

Er hat sich auch nicht mehr verschluckt,

stattdessen alles ausgespuckt.


-40- „schafft Ausgleich“

 

Als Elefant bin ich zerknüttert,

mehr essen, heißt bin überfüttert.

Viel Falten, viele Rillen, sind die Eigenheit,

mein Zeichen dafür, bin gescheit.

 

Ach in den Kopf zerfurchte Masse,

gespeicherte Intelligenz, der großen Klasse.

All die Falten hier und  in Umgebung,

führ´n zur geistigen Belebung.

 

Mein Freund, du lieber tumber Karl,

dein Geist ist leider äußerst schmal.

Du hast nur Enge, glatte Hülle,

das bringt dir Ruhe und viel Stille.

 

Du hast deshalb so kein Esprit, da keine Falten,

wie gesagt, kaum Geist enthalten.

Dein Ausweg aus prekärer Lage,

ich sag dir, frag mich, immer frage.

 

Dann am Ende nun schnell geseh´n,

ein Wunder ist mir Karl gescheh´n.

Seit er den Elefanten hat getroffen,

keine Antwort ließ er offen.

 

Die Symbiose Elefant und Karl,

verknüttert auch mit glatt, war nun normal.

Ein Ausgleichspotential war jetzt vorhanden,

die Beiden wurden gut verstanden.